Grüne fordern: Leverkusen soll „stillfreundliche Kommune“ werden

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN will Leverkusen familienfreundlicher machen. In einem Ratsantrag fordert die Fraktion: Die Stadt soll sich beim Landesverband der Hebammen NRW als „Stillfreundliche Kommune“ zertifizieren lassen. 

„Eltern sind oft mit ihren Babys unterwegs – beim Arzt, im Rathaus oder beim Einkaufen – und finden selten ruhige, geschützte Orte zum Stillen oder Füttern“, erklärt Rupy David, sozialpolitische Sprecherin der GRÜNEN. „Mit der Auszeichnung als stillfreundliche Kommune könnte Leverkusen ein deutliches Signal senden: Wir heißen Eltern und Kinder willkommen.“

Die Anforderungen der Zertifizierung sind laut Landesverband niedrigschwellig, praktisch umsetzbar und kostengünstig. Mindestens ein zentrales öffentliches Gebäude mit Publikumsverkehr soll über einen Raum verfügen, der ruhig, sauber, barrierefrei zugänglich und mit bequemer Sitzgelegenheit sowie Toilettenzugang ausgestattet ist. Auch Cafés und Geschäfte, die ohne Verzehrpflicht das Stillen und Füttern erlauben, können einbezogen werden.

„Stillfreundliche Räume sind ein sichtbarer Ausdruck von Wertschätzung gegenüber jungen Familien“, betont  Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese. „Sie stärken das Image unserer Stadt als moderne, lebenswerte und gesundheitsbewusste Kommune.“

Zum Hintergrund: Stillen gilt als wichtiger Beitrag zur Gesundheitsprävention für Mutter und Kind. Die Bundesregierung hat 2017 die „Nationale Strategie zur Stillförderung“ beschlossen, die ausdrücklich auch Kommunen in die Verantwortung nimmt. Aber auch Kinder, die mit der Flasche gefüttert werden, brauchen ruhige und sichere Räume, um ihre Nahrung zu bekommen.

Die GRÜNEN sind überzeugt: Mit nur geringem finanziellen Aufwand kann Leverkusen durch die Teilnahme an der Initiative des Hebammenverbandes NRW einen wichtigen Schritt in Richtung Familienfreundlichkeit gehen – und gleichzeitig die Attraktivität der Innenstadt erhöhen.

Jahreshauptversammlung 2026: Rückblick, Wahlen und neue Beteiligungsmöglichkeiten

Am vergangenen Wochenende kamen unsere Mitglieder im TREIBHAUS zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung zusammen. In konstruktiver Atmosphäre blickte der Kreisverband auf ein bewegtes politisches Jahr zurück, fasste wichtige Beschlüsse für die kommenden Monate und wählte Delegierte für die Landesdelegiertenkonferenz.

Rückblick auf ein intensives politisches Jahr

Im politischen Rechenschaftsbericht blickte der Vorstand auf ein besonders arbeitsreiches Jahr zurück. Neben der intensiven Vorbereitung und Durchführung der Bundestagswahl stand auch die Kommunalpolitik in Leverkusen weiterhin im Mittelpunkt der Arbeit des Kreisverbands.

Der Kreisverband organisierte zahlreiche Veranstaltungen und Formate – darunter politische Diskussionsveranstaltungen, Lesungen, zwei Ausgaben des Grünen Kinos sowie mehrere neue Beteiligungsformate wie einen Podcast, Instagram-Live-Gespräche und die Reihe „Frauen.Macht.Politik“. Auch der CSD, ein Sommerfest sowie weitere Veranstaltungen boten Gelegenheit zum Austausch mit Bürger*innen und Mitgliedern.

Ein besonderes Thema bleibt zudem die Weiterentwicklung des TREIBHAUSES als politischer und sozialer Treffpunkt. Gemeinsam mit dem Vermieter wurden bereits erste Schritte zur Behebung der Feuchtigkeitsprobleme eingeleitet.

Finanzbericht und Entlastung des Vorstands

Im Anschluss stellte der Schatzmeister den finanziellen Rechenschaftsbericht vor. Der Kreisverband konnte seine Einnahmen – insbesondere durch steigende Mitgliedsbeiträge und Spenden – im Vergleich zur ursprünglichen Planung deutlich erhöhen. Gleichzeitig blieb der Verband bei den Ausgaben unter dem geplanten Rahmen.

Die Kassenprüfer*innen bestätigten eine ordnungsgemäße Buchführung und empfahlen die Entlastung des Vorstands. Die Mitgliederversammlung folgte dieser Empfehlung und entlastete den Vorstand mit großer Mehrheit.

Haushalt für 2026 beschlossen

Im nächsten Tagesordnungspunkt verabschiedete die Mitgliederversammlung den Haushalt für das Jahr 2026. Dieser berücksichtigt unter anderem geplante Investitionen in die Weiterentwicklung des Treibhauses sowie die Vorbereitung zukünftiger Wahlkämpfe.

Delegierte für die Landesdelegiertenkonferenz gewählt

Die Mitgliederversammlung wählte außerdem die Delegierten des Kreisverbands für die kommende Landesdelegiertenkonferenz (LDK).

Als Delegierte wurden gewählt:

  • Claudia Schulte

  • Christoph Kühl

Als Ersatzdelegierte wurden gewählt:

  • Irina Prüm

  • Stefanie Henke

  • Anja Boenke

  • Mark Bodenstein

Mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Mitglieder

Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war die Frage, wie Mitglieder künftig noch stärker in die politische Arbeit des Kreisverbands eingebunden werden können. Vorgestellt wurde dazu ein Konzept für eine Personalentwicklungskommission (PEK), die neue Mitglieder begleiten, politische Teilhabe erleichtern und strukturelle Hürden abbauen soll.

Die Diskussion über das Konzept wird in den kommenden Wochen weitergeführt – unter anderem bei einem offenen Austauschformat für Mitglieder.

Zudem stellte die neue Mitgliederbeauftragte Annette Heinz Ideen vor, wie niedrigschwellige Angebote, Veranstaltungen und Arbeitsgemeinschaften künftig stärker zur politischen Beteiligung beitragen können.

Gemeinsam weiter für ein grünes Leverkusen

Die Jahreshauptversammlung zeigte einmal mehr, wie lebendig der Kreisverband ist. Viele Mitglieder brachten sich aktiv in die Diskussionen ein und machten deutlich, dass sie die politische Arbeit in Leverkusen weiterhin engagiert mitgestalten wollen.

Der Kreisverband blickt deshalb motiviert auf die kommenden Monate – mit weiteren Veranstaltungen, neuen Beteiligungsformaten und der gemeinsamen Arbeit für ein ökologisches, gerechtes und vielfältiges Leverkusen.

Finanzen sind kein Nebenjob – GRÜNE lehnen Streichung des Finanzdezernats entschieden ab

Die Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kritisiert die Pläne der Stadtverwaltung, das Finanzdezernat und dessen Aufgaben neu zu ordnen und probeweise auf andere Dezernate zu verteilen. Für die Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist das das absolut falsche Signal. In Zeiten einer Haushaltssperre und eines erforderlichen Haushaltssicherungskonzeptes dürfe die städtische Finanzsteuerung nicht geschwächt oder politisch überfrachtet werden.

„Leverkusen steht vor enormen finanziellen Herausforderungen. Gerade jetzt braucht unsere Stadt eine äußerst kompetente Persönlichkeit an der Spitze des Finanzdezernats: jemanden, der die komplexen Haushaltsfragen mit frischem, unverstellten Blick angeht“, betont Claudia Wiese, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN.

Dass die Umstrukturierung als Sparsignal auf Dezernentenebene verkauft wird, überzeugt die GRÜNEN nicht: „Eine eingesparte Führungsstelle löst kein strukturelles Defizit in Millionenhöhe“, so Wiese. „Haushaltssicherung bedeutet Aufgabenkritik, Prioritätensetzung und transparente Steuerung – nicht kosmetische Eingriffe.“

Die personalpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion, Laura Herrmann, warnt vor einer Vermischung der Aufgabenfelder: „Leverkusen befindet sich in einem finanziellen Notstand. Gerade jetzt braucht es eine klare Priorisierung von Ausgaben und zentrale, disziplinierte Haushaltssteuerung. Keinesfalls darf die Rolle des Haushaltswächters nicht geschwächt werden, indem der Kämmerer zusätzlich operative Fachbereiche verantwortet. Sonst droht die notwendige Kontrollinstanz verloren zu gehen. Finanzen sind kein Nebenjob!“

Die GRÜNEN fordern, die Finanzsteuerung als eigenständige, Führungsaufgabe beizubehalten und nach der Abwahl von Michael Molitor schnellstmöglich zu besetzen — mit einer externen und ausgewiesenen Fachperson mit Haushalts- und Konsolidierungsexpertise. „Leverkusen braucht einen Neustart bei den Finanzen. Das ist keine Luxusfrage, sondern Grundvoraussetzung für finanzpolitische Glaubwürdigkeit, für die Konsolidierung und für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung. Die Stadt darf in dieser Phase kein Risiko eingehen“, so Wiese abschließend.

GRÜNE kritisieren Verlängerung der Vollsperrung Am Dhünnberg – Planungsfehler und mangelhafte Umleitung

Die Vollsperrung der Straße Dhünnberg, ursprünglich bis Ende Januar 2026 geplant, wird erneut verlängert. Die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) begründen dies mit Verzögerungen aufgrund der winterlichen Witterungsverhältnisse. Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Leverkusener Stadtrat zeigt sich angesichts dieser Nachricht irritiert und fordert den Oberbürgermeister auf, die TBL zu einer zügigen Umsetzung der Bauarbeiten anzuhalten.

Seit dem 10. November 2025 ist die Straße Dhünnberg für den Verkehr gesperrt. Die nun angekündigte Verlängerung der Bauzeit um mehrere Monate wirft aus Sicht der GRÜNEN Fragen nach der Planungssicherheit und Effizienz der Maßnahme auf. „Ein nicht außergewöhnlich harter Winter in Leverkusen rechtfertigt keine Verdopplung der Bauzeit“, erklärt Christoph Kühl, mobilitätspolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion. „Die Begründung der TBL ist nicht nachvollziehbar. Vielmehr drängt sich der Verdacht auf, dass hier Planungsfehler oder Ausführungsmängel vorliegen, die nun auf dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger ausgetragen werden.“

Besonders kritisch bewerten die Grünen das von der TBL als „gelungen“ bezeichnete Umleitungskonzept. Für Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV bedeutet die Verlängerung weiterhin erhebliche Umwege und zusätzliche Belastungen. „Eine Baumaßnahme dieser Größenordnung darf sich nicht über ein halbes Jahr hinziehen“, so Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese. „Die Stadt muss sicherstellen, dass die TBL ihre Arbeiten priorisiert und die Beeinträchtigungen für Anwohnerinnen, Pendler und den ÖPNV auf ein Minimum reduziert.“

Die GRÜNEN fordern den Oberbürgermeister auf, die TBL auf eine beschleunigte Fertigstellung der Arbeiten deutlich früher als bis zum avisierten Termin, dem 31. Mai 2026, zu drängen. Zudem müsse geprüft werden, ob die Verzögerungen auf strukturelle Defizite in der Bauplanung oder -ausführung zurückzuführen sind.

Eintrittspreise für Kinder- und Jugendtheater nicht erhöhen

Die Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche auch künftig zu besonders attraktiven Preisen in Leverkusen ins Theater gehen können. In einem Änderungsantrag für die Sitzung des Kulturausschusses am 27. Januar 2026 fordern die GRÜNEN, die Eintrittspreise für die Sparte Kinder- und Jugendtheater von der geplanten Erhöhung auszunehmen. Auch das Abonnement für Schüler:innen soll nicht teurer werden.

„Gerade für junge Menschen ist der Zugang zu Theater und Kultur entscheidend, um früh Begeisterung und kulturelle Bildung zu fördern. Diese Chance darf nicht an höheren Ticketpreisen scheitern“, betont Andreas Bokeloh, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion. „Deshalb wollen wir erreichen, dass die bisherigen Preise in diesem Bereich stabil bleiben.“

Darüber hinaus beantragen die Grünen eine regelmäßige Überprüfung der Ticketpreise im Zwei-Jahres-Rhythmus, um so künftige Preisentwicklungen besser abzufedern und größere Preissprünge vermeiden zu können. Die GRÜNEN wollen zudem erreichen, dass die Politik in Zukunft besser über die Auslastung der Veranstaltungen informiert wird.

Die Verwaltung schlägt vor, zur nächsten Spielzeit alle Eintrittspreise für das städtische Gastspielprogramm erstmalig seit 2020/2021 zu erhöhen.

Wechsel in der grünen Bezirksfraktion III: Stefanie Henke scheidet aus – Martin Thomas rückt nach

Leverkusen, 20.01.2026. Stefanie Henke scheidet aus persönlichen Gründen aus der Bezirksvertretung III für die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aus. Ihr Nachfolger wird Martin Thomas, der bereits als Sachkundiger Bürger im Sportausschuss der Ratsfraktion aktiv ist und außerdem dem Vorstand des Kreisverbandes als Beisitzer angehört. Der Diplomingenieur ist 46 Jahre alt und lebt in Schlebusch.

Der Vorstand des Kreisverbandes bedauert das Ausscheiden von Stefanie Henke, äußert jedoch Zuversicht für die zukünftige Arbeit der Fraktion im Bezirk. Vorstandssprecherin Jule Länder und Vorstandssprecher Markus Holzapfel sind überzeugt: „Mit Martin Thomas gewinnt der Bezirk III ein kompetentes und engagiertes Mitglied. Gemeinsam mit Bezirksvertreterin Stephanie Krause wird er unsere Positionen überzeugend vertreten. Da Stefanie Henke als zweite stellvertretende Bezirksbürgermeisterin gewählt worden war, muss dieses Amt in der Sitzung des Bezirks am Donnerstag, 5. Februar 2026, neu bestimmt werden.

Stefanie Henke bleibt den GRÜNEN kommunalpolitisch verbunden. Sie engagiert sich weiterhin als Beisitzerin im Kreisvorstand. Claudia Wiese, Vorsitzende der Ratsfraktion, begrüßt darüber hinaus, dass Stefanie Henke die Fraktion auch künftig im Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung sowie im Beirat der Volkshochschule vertreten wird.

Laura Herrmann, die laut der für die Kommunalwahl aufgestellten Liste für Bezirk III als Nachfolgerin vorgesehen war, verzichtet auf das Mandat in Bezirk III, um sich ganz auf ihr Engagement als Ratsmitglied konzentrieren zu können.

 

Martin Thomas rückt für die GRÜNEN in die Bezirksvertretung III nach.

Olympische und Paralympische Spiele Rhein-Ruhr: Chance für Leverkusen – nur nachhaltig, transparent und kommunal verankert

Die Bewerbung der Region Rhein-Ruhr für die Olympischen und Paralympischen Spiele ab dem Jahr 2036 kann aus Sicht von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen eine große Chance für Nordrhein-Westfalen und die Stadt Leverkusen bedeuten. Der Kreisverband und die Ratsfraktion betonen jedoch, dass eine Unterstützung dieses Vorhabens an klare Voraussetzungen geknüpft ist: Nachhaltigkeit, Transparenz und eine starke Beteiligung der Kommunen müssen im Mittelpunkt stehen.

Leverkusen, 19.01.2026 „Olympische und Paralympische Spiele dürfen nicht als kurzfristiges Prestigeprojekt verstanden werden. Richtig umgesetzt, können sie weit über ein großartiges Sporterlebnis hinausgehen. Sie bieten die Möglichkeit, gezielt in eine nachhaltige Infrastruktur zu investieren, bestehende Sportstätten sinnvoll weiterzuentwickeln und langfristige städtebauliche Nachnutzungskonzepte zu realisieren, von denen die Menschen vor Ort dauerhaft profitieren,“ so Jule Länder, Sprecherin des Kreisverbandes.

Besonders wichtig ist aus Sicht der Leverkusener GRÜNEN, dass die Paralympischen Spiele von Beginn an gleichberechtigt mitgedacht werden. „Die Spiele können wichtige Impulse für eine inklusivere Gesellschaft setzen – etwa durch barrierefreie Mobilität, öffentliche Räume und Sportangebote, die auch nach dem Ende der Spiele Bestand haben. Auch ein enger Austausch mit lokalen Akteuren wie dem Bundesstützpunkt für Para-Leichtathletik und Sitzvolleyball in Leverkusen ist daher unerlässlich“, ergänzt Markus Holzapfel, Sprecher des Kreisverbandes.

„Eine Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele in der Rhein-Ruhr-Region kann nur dann erfolgreich und gesellschaftlich akzeptiert sein, wenn sie transparent geplant wird, Kosten realistisch eingeschätzt werden und die Kommunen sowie die Bürger*innen frühzeitig und umfassend beteiligt sind“, erklärt Claudia Wiese, Stadtratsfraktionsvorsitzende der Leverkusener GRÜNEN.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen werden den weiteren Bewerbungsprozess konstruktiv, aber kritisch begleiten und sich dafür einsetzen, dass ökologische, soziale und finanzielle Verantwortung die Leitlinien dieses Großprojekts bilden.

Anlässlich der Bewerbung lädt der der Kreisverband seine Mitglieder und alle Leverkusener Bürger*innen am 9. Januar um 18 Uhr zu einem offenen Dialog mit anschließender Mitgliederversammlung in seiner Geschäftsstelle in der Mülheimer Straße 7a, 51375 Leverkusen ein.

Neujahrsempfang der GRÜNEN Leverkusen: Über 70 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft

Mit über 70 Gästen aus Kommunal-, und Bundespolitik sowie aus Wirtschaft, Vereinen und Stadtgesellschaft sind BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen in der Villa Wuppermann in Schlebusch am Freitag in das politische Jahr 2026 gestartet.

Leverkusen, 15.01.2026. Unter den Gästen waren Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunal- und Bundespolitik, darunter die Leverkusener Bundestagsabgeordnete Nyke Slawik und Claudia Wiese, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Rat der Stadt Leverkusen.

Auch Gäste aus anderen demokratischen Fraktionen des Stadtrats nahmen teil sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter von anderen Parteien. Ergänzt wurde der Kreis durch zahlreiche Gäste aus Leverkusener Unternehmen und Vereinen.

Jule Länder, Sprecherin des Kreisverbands, hob den offenen Charakter der Veranstaltung hervor: „Uns war wichtig, einen Rahmen zu schaffen, in dem Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammenkommen können – aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Initiativen. Dieser Austausch ist eine wichtige Grundlage für eine lebendige Stadtgesellschaft.“

Der Neujahrsempfang bot neben kurzen Ansprachen vor allem Raum für persönliche Gespräche und Vernetzung. Die GRÜNEN Leverkusen sehen die Veranstaltung als gelungenen Auftakt für das politische Jahr und als Signal für einen konstruktiven, parteiübergreifenden Dialog in der Stadt.

 

Leverkusen soll Erinnerungsort für Sternenkinder schaffen

Leverkusen, 12. Januar 2026 – Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt sich mit einem Ratsantrag dafür ein, in Leverkusen einen würdevollen Erinnerungsort für Sternenkinder zu schaffen – also für Kinder, die vor, während oder kurz nach der Geburt verstorben sind.

Die Verwaltung soll dafür ein geeignetes Grundstück ausweisen, etwa eine Wiese oder ein kleines Waldstück, möglichst in naturnaher, ruhiger Lage mit guter Erreichbarkeit. In einem nächsten Schritt soll die Verwaltung gemeinsam mit Eltern, Hebammen, Beratungsstellen sowie kirchlichen und weltanschaulich neutralen Trägern ein Konzept für die Ausgestaltung des Ortes entwickeln.

„Sternenkinder sind Teil der Familie und des Lebens, auch wenn sie nur kurz oder gar nicht sichtbar gelebt haben. Der Verlust eines Kindes vor, während oder kurz nach der Geburt stellt für betroffene Familien eine tiefgreifende seelische Belastung dar“, sagt Rupy David, sozialpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion. „Ein Erinnerungsort kann Eltern und Angehörigen helfen, ihren Schmerz zu teilen, Trost zu finden und sich gegenseitig zu stärken.“

Claudia Wiese, Fraktionsvorsitzende der Grünen, betont: „Wir möchten einen Ort schaffen, der – unabhängig von Konfession oder Weltanschauung – Raum für Trauer, Würde und Erinnerung bietet. Auch Sternenkinder brauchen einen Platz in unserem gesellschaftlichen Bewusstsein und in unserer Trauerkultur.“

Städtische Gebäude klimaneutral und effizienter machen

„Wenn Leverkusen bis 2033 eine klimaneutrale Energieversorgung erreichen will, müssen die
städtischen Gebäude eine Vorreiterrolle übernehmen“, erklärt Dr. Stefan Pausch,
umweltpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Nur wenn klar ist, wie viele
Gebäude die Stadt besitzt, in welchem Zustand sie sind und welches Potenzial für energetische
Sanierung und Photovoltaik auf Dächern und Fassaden besteht, können wir gezielt, effizient und
sozialverträglich investieren.“

In einer aktuellen Anfrage an die Verwaltung bittet die Fraktion um eine detaillierte Auflistung
aller städtischen Gebäude mit folgenden Angaben:

  • Anzahl, Alter der Gebäude und bisherige energetische Sanierungsmaßnahmen sowie
    aktueller Stand der Energieeffizienz
  • Planungen für weitere oder erstmalige Sanierungen
  • Bestehende Ausstattung mit Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen sowie
    gegebenenfalls Begründungen, warum bisher keine Nutzung der Dach- oder
    Fassadenflächen erfolgt
  • Kostenschätzungen für Sanierungen und für die Ausstattung mit Anlagen zur
    erneuerbaren Energieerzeugung

Hintergrund ist der Ratsbeschluss, die Energieversorgung Leverkusens bis 2033 klimaneutral zu
gestalten, den SPD, CDU und GRÜNE bereits 2021 gemeinsam auf den Weg gebracht haben.
Neben der kommunalen Wärmeplanung rückt damit auch die klimaneutrale Stromerzeugung
stärker in den Fokus, insbesondere über Photovoltaik und andere erneuerbare Energien auf
städtischen Gebäuden.

„Jede Kilowattstunde Strom, die wir auf unseren eigenen Dächern produzieren, hilft doppelt: Sie
reduziert CO₂-Emissionen und entlastet gleichzeitig den städtischen Haushalt“, erläutert Niklas
Baumbach, Sachkundiger Bürger der GRÜNEN Fraktion im Bürger- und Umweltausschuss. „Durch
energetische Sanierungen und die Nutzung von Dach- und Fassadenflächen könnten nach
Auffassung der Fraktion langfristig nicht nur Kosten gesenkt und Erlöse erzielt werden, sondern
auch zusätzliche Spielräume geschaffen werden, um Bürgerinnen und Bürger finanziell zu
entlasten.“

GRÜNE fordern Stellungnahme der Verwaltung zum Gewerbesteuer-Gutachten

Zum kompletten Gutachten

Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert in einem Antrag die Stadtverwaltung auf, zu dem Gutachten zum Thema Gewerbesteuer Stellung zu nehmen.

„Wir wollen wissen, welche Schlussfolgerungen die Verwaltung für das Haushaltssicherungskonzept daraus zieht, das ja nun neu aufgelegt werden muss“, erläutert Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese. „Die Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatz darf kein Tabu sein, wenn sich zeigt, dass dies als HSK-Maßnahme sinnvoll wäre.“

Das der Verwaltung vorliegende Expertengutachten kommt zu dem Schluss, dass sich Leverkusen mit dem niedrigen Hebesatz von 250 Punkten in eine finanzielle Falle manövriert hat. Durch die Stellungnahme soll der Politik für die Haushaltsberatungen eine Entscheidungsgrundlage gegeben werden. Die GRÜNEN fordern die Stellungnahme bis zur Einbringung des Haushaltsentwurfs im Frühjahr.

Das Gutachten steht öffentlich zur Verfügung als Ergänzung zur Pressemitteilung auf der Website der Leverkusener GRÜNEN unter gruene-lev.de.

Leverkusen hat sich verzockt

Zum kompletten Gutachten

Aktuelles Expertengutachten zeigt: Die Stadt muss Gewerbesteuer-Hebesatz überdenken

Der extrem niedrige Hebesatz von 250 ist finanziell ruinös für die Stadt.

Die erhoffen Wachstums- und Beschäftigungseffekte sind nachweislich ausgeblieben. Das Steuermodell ist gescheitert

Angesichts des Haushaltsdesasters sollte Leverkusen den Hebesatz überdenken und als Maßnahme in das Haushaltssicherungskonzept aufnehmen

Leverkusen, 12.12.2025 — Der extrem niedrige Gewerbesteuer-Hebesatz von 250 Punkten schadet der Stadt Leverkusen seit Jahren massiv und verschärft die ohnehin dramatische Haushaltslage. Das zeigt ein aktuelles Gutachten, das die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Auftrag gegeben hat.

„Mit dem extrem niedrigen Hebesatz hat die Stadt zwar ansässigen Unternehmen Steuergeschenke gemacht, sich selbst dabei aber ein finanzielles Grab geschaufelt“, so Claudia Wiese, Fraktionsvorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der Leverkusener GRÜNEN. „Leverkusen hat sich verzockt.“

Gutachter Dr. Manfred Busch, Experte für Kommunalfinanzen und Kämmerer a.D. erläutert den Hintergrund: „Im kommunalen Finanzausgleich wird nicht der echte, niedrige Hebesatz der Stadt berücksichtigt, sondern ein fiktiver Durchschnittswert. Dieser liegt deutlich höher, nämlich bei 434 Punkten. Die Folge: Leverkusen zahlt deutlich höhere Umlagen und bekommt aber weniger Ausgleichszahlungen, obwohl faktisch nur geringe Einnahmen aus der Gewerbesteuer fließen. Durch Sondereffekte aufgrund der Pandemie und des Ukraine-Kriegs ist die Katastrophe ist zunächst verschleiert worden.“

Fiskalisch lohne sich der Dumping-Satz erst bei einer Erhöhung gegenüber heute auf das 2,5fache – eine rein spekulative Erwartung ohne Realitätsbezug, so Dr. Busch. „Denn selbst wenn doppelt so viele Gewerbesteuern hereinkämen wie im Schnitt der letzten Jahre, würde die Stadt mit einem Hebesatz von 250 Punkten immer noch schlechter dastehen, als wenn sie gar keine Gewerbesteuereinnahmen häbe und voll über Schlüsselzuweisungen alimentiert würde.“

Leverkusen zählt in NRW zu den Schlusslichtern bei den Gewerbesteuereinnahmen pro Kopf und liegt sogar noch hinter Städten wie Oberhausen oder Gelsenkirchen. Bundesweit ist Leverkusen die erste und einzige Großstadt, die ihre Unternehmen mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 250 Punkten besteuert. Die Senkung des Hebesatzes im Jahr 2020 von 475 auf 250 Punkte führte laut Experten-Gutachten weder zu Beschäftigungs- noch zu Wachstumseffekten.

Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Leverkusen fordert deshalb, den aktuellen Gewerbesteuerhebesatz zu überdenken und als Maßnahme in das Haushaltssicherungskonzept aufzunehmen. Denkbar wäre etwa eine stufenweise Anpassung des Hebesatzes im Rahmen des 10-Jahres-HSK.

„Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Leverkusen kann sich den Dumping-Hebesatz von 250 nicht leisten. Wir gefährden die Funktionsfähigkeit der gesamten Stadt – Kitas und Schulen, Mobilität, Kultur und Sicherheit“, erklärt Claudia Wiese. „Leverkusen muss auch Unternehmen wieder in die Pflicht nehmen. Unser gemeinsames Ziel muss sein, die Lebens- und Standortqualität für Leverkusen zu erhalten!“

Zum kompletten Gutachten 

Zur Presseerklärung

Dr. Manfred Busch

Geboren am 05.09.1954 in Mülheim a.d.Ruhr

Studium der Wirtschaftswissenschaften in Bochum, Promotion 1983

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag 1983 – 1990

Mitglied des Landtages NRW 1990 – 1998 (Schwerpunkte Haushalt, Finanzen, Energie)

Parlamentarischer Geschäftsführer 1995 – 1998

Kämmerer der Stadt Wesel 1998 – 2005

Kämmerer der Stadt Bochum 2005 – 2017, Mitglied im Finanzausschuss des Städtetags NRW und auf Bundesebene

Lehrtätigkeit am Institut für Verwaltungswissenschaften in Gelsenkirchen, Veröffentlichungen im „Gemeindehaushalt, in der „Zeitschrift für kommunale Finanzwirtschaft“ u.a.

Grüne fordern Bürgerdialog zur Haushaltslage

Die Leverkusener Grünen wollen eine öffentliche Informationsveranstaltung zur angespannten Haushaltslage der Stadt. In einem Antrag fordern sie die Verwaltungsspitze auf, möglichst bald den direkten Austausch mit den Bürger:innen.

„Die schlechten Nachrichten zur finanziellen Lage der Stadt reißen nicht ab. Viele Menschen in Leverkusen fragten sich, was in unserer Stadt eigentlich los ist“, erläutert Claudia Wiese, Fraktionsvorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion.

Seit anderthalb Jahren, also seit Erlass der Haushaltssperre, habe es nie eine Gelegenheit für die Bürgerinnen und Bürger gegeben, Fragen zur Finanzlage der Stadt zu stellen. Besonders wichtig ist den GRÜNEN, dass die Verwaltung offen über die nächsten Schritte spricht. „Wenn jetzt sogar ein neues Haushaltssicherungskonzept über zehn statt wie bisher fünfzehn Jahre im Raum steht, brauchen die Bürger:innen Klartext: Was bedeutet das langfristig für Schulen, Straßen, Kultur, Sport und soziale Angebote?“, betont Wiese.

Auch Christoph Kühl, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, wirbt für einen lebendigen Dialog auf Augenhöhe. „Leverkusen steht finanziell unter Druck – umso mehr müssen wir als Stadtgesellschaft zusammenhalten“, erklärt Kühl. Eine gut vorbereitete Informationsveranstaltung mit verständlichen Fakten, Raum für Fragen und ehrlichen Antworten könne das Signal senden, dass Verwaltung und Politik Verantwortung übernehmen und die Sorgen der Bürger:innen ernst nehmen.

PM: Schutz statt Stillstand – mehr Plätze, mehr Hilfe, mehr Finanzierung im Kampf gegen Gewalt an Frauen

Leverkusen, 25.11.2025. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen begrüßen die diesjährigen Aktionen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und fordern gleichzeitig: Symbolische Aktionen reichen nicht – es braucht endlich mehr Schutzplätze, eine verlässliche Finanzierung der Beratungsstellen und eine aktive kommunale Gleichstellungspolitik.

Um auf das Thema aufmerksam zu machen, geben zahlreiche Bäckereien in Leverkusen Brötchen in Tüten aus, die mit Notrufnummern und Hinweisen auf Hilfsangebote bedruckt sind – auch auf dem Wiesdorfer Weihnachtsmarkt steht der Runde Tisch ab 11 Uhr mit einem Infostand bereit. „Solche Aktionen sind enorm wichtig, weil sie das Thema mitten ins Leben holen. Sie können einen ersten Anstoß geben, damit Betroffene sich Hilfe suchen“, erklärt Jule Länder, Sprecherin des Leverkusener Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Rupy David, sozialpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion, ergänzt dazu: „Wenn Frauen in akuter Gefahr abgewiesen werden, weil Frauenhäuser überfüllt sind, ist das kein Einzelfall – es ist ein politisches Versagen. Schutzräume dürfen keine Frage der Kapazität sein.“

„Wir müssen als Stadt in der Lage sein, jede Frau aufzunehmen, die Schutz braucht. Das bedeutet: mehr Geld für das Frauenhaus, mehr Prävention, mehr Personal in den Beratungsstellen – und das dauerhaft“, findet auch Markus Holzapfel, Sprecher der GRÜNEN Leverkusen. „Wir danken allen Akteur*innen des Runden Tisches für ihren Einsatz.  Jetzt setzen wir uns dafür ein, dass aus diesem Engagement auch politische Entscheidungen folgen.“

Zeichen des Mitgefühls setzen – GRÜNE schlagen Änderungen für Friedhöfe vor

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Leverkusen macht zwei Vorschläge zu den neuen Regeln und Gebühren für Leverkusener Friedhöfe.

Zum einen fordern die GRÜNEN, dass die Gebühren für Bestattungen von Kindern unter fünf Jahren nicht erhöht werden.

„Der Schmerz, der durch den Verlust eines Kindes entsteht, ist unermesslich“, sagt Dirk Danlowski, Vertreter im Bezirk I. „Als Zeichen des Mitgefühls und der Anteilnahme für die Trauernden bitten wir darum, dass die Bestattung von kleinen Kindern von der allgemeinen Erhöhung der Gebühren ausgenommen wird.“

Ferner begrüßen die GRÜNEN eine geänderte Regelung in der neuen Friedhofssatzung, nach der künftig bereits bestehenden Grabstätten auch kremierte Haustiere beigegeben werden können. Nach Meinung der GRÜNEN sollte es aber möglich sein, dies auch kenntlich zu machen.

„Haustiere sind für viele Menschen Teil der Familie“, erklärt Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese. „Wenn die Friedhofssatzung es zukünftig ermöglicht, Haustiere als Grabbeigabe beizusetzen, sollte auch der sichtbare Hinweis darauf erlaubt sein.“

GRÜNE Leverkusen wählen neue Sprecher*innen

Jule Länder und Markus Holzapfel sind die neuen Sprecher*innen des Kreisverbandes Leverkusen.

 

Bei ihrer Mitgliederversammlung am 8. November 2025 in ihrer Geschäftsstelle „TREIBHAUS“ in Schlebusch haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen neue Sprecher*innen, einen neuen Schatzmeister und neue Beisitzer*innen gewählt. An der Versammlung nahmen rund 30 Mitglieder teil.

Leverkusen, 09.11.2025. Zur neuen Sprecherin des Kreisverbands wurde Jule Länder (32) gewählt, zum Sprecher Markus Holzapfel (52). Beide waren vorher bereits als Beisitzer*innen im Vorstand aktiv. Sie treten damit die Nachfolge von Thomas Nagel und Rupy David an, die ihren Rücktritt bereits seit längerem angekündigt hatten. Sie waren im Frühjahr 2025 erneut angetreten, um den Kommunalwahlkampf gemeinsam mit dem Kreisverband in Kontinuität zu gestalten und einen reibungslosen Übergang zu sichern. Als Beisitzer*innen wurden Martin Thomas (45), Frank Drewniok (67) und Annette Heinz (54) neu in den Vorstand gewählt. Neuer Schatzmeister ist Michael Hill (68), der diesen Posten in der Vergangenheit bereits ausgefüllt hat.

„Ich möchte, dass wir als GRÜNE in Leverkusen sichtbarer werden – mit Projekten, die man anfassen kann und Gesprächen, bei denen man sich in die Augen schaut. Im echten Dialog entsteht Vertrauen und Veränderung“, so die neue Sprecherin Jule Länder

„Die letzten Jahre waren geprägt von Wahlkämpfen und viel politischer Diskussion. Jetzt freue ich mich über das Vertrauen der Mitglieder und darauf, mit dem neuen Vorstand gemeinsam anzupacken. In Leverkusen liegt einiges vor uns, und wir wollen als GRÜNE mitreden, mitgestalten und zeigen, dass Politik hier vor Ort etwas bewegen kann“, erklärt ihr Co-Sprecher Markus Holzapfel.

Ex-Ford-Chef Gunnar Herrmann im GRÜNEN Podcast: „Leverkusen muss Mobilität anders denken“

In der aktuellen Folge des Podcasts „EIN POD VOLL GRÜNES“ von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen ist Gunnar Herrmann* zu Gast – einer der profiliertesten Manager der deutschen Automobilindustrie und gebürtiger Leverkusener aus Schlebusch.

Mehr als 23 Jahre war Gunnar Herrmann bei der Ford Motor Company tätig, davon viele Jahre in leitender Verantwortung. Von 2017 bis 2021 stand er als Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH an der Spitze des Unternehmens in Deutschland. Zuvor war er Vice President Quality Ford of Europe, Executive Director Business Transformation Ford Werke sowie C-Car Vehicle Line Director. Seit Dezember 2021 gehört Herrmann dem Aufsichtsrat der Ford Motor Company Deutschland an.

Gespräch über Mobilität und Zukunft

Im Podcast mit Moderator Markus Holzapfel spricht Herrmann über die Zukunft der Mobilität – global, national und konkret in Leverkusen. Dabei geht es um die großen Herausforderungen der Verkehrswende, den Wandel zur Elektromobilität und die Rolle von Politik und Industrie in Zeiten tiefgreifender Transformation. „Leverkusen hat eine besondere Situation – keine Großstadt, kein Dorf. Wenn wir hier über Mobilität reden, dann müssen wir anders denken als in Berlin oder München“, so Herrmann im Podcast.

Zwischen Industriegeschichte und Zukunftsfragen

Neben den wirtschaftlichen und technologischen Aspekten kommt auch Herrmanns persönliche Verbindung zu Leverkusen zur Sprache. Als Schlebuscher kennt er die Stadt seit Jahrzehnten – und beschreibt, wie sich Leverkusen zwischen Industriegeschichte, Stadtentwicklung und Lebensqualität verändert hat.

Über den Podcast

Der Podcast „EIN POD VOLL GRÜNES“ ist das Gesprächsformat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen. Jeden Monat sprechen die Hosts Markus Holzapfel und Laura Herrmann sprechen abwechselnd mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über aktuelle Themen aus Leverkusen und darüber hinaus. Die Folge mit Gunnar Herrmann ist ab sofort auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music und unter gruene-lev.de/podcast verfügbar.

 

*Transparenzhinweis: Gunnar Herrmann ist der Vater unseres Vorstands- und Stadtratsmitglieds Laura Herrmann.

Personalwechsel bei den GRÜNEN Leverkusen: Nicolai Jacobs wird neuer Kreisgeschäftsführer

Zum 1. November 2025 übernimmt Nicolai Jacobs offiziell die Rolle des Kreisgeschäftsführers von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen. Er tritt damit die Nachfolge von Sven Weiss an.

Nicolai Jacobs ist bereits seit Ende 2024 im Kreisverband tätig und hat in den vergangenen Monaten als Social-Media-Verantwortlicher, Wahlkampfmanager und organisatorische Ansprechperson maßgeblich zum reibungslosen Ablauf der Parteiarbeit beigetragen. Nach dem krankheitsbedingten Ausfall des bisherigen Geschäftsführers Sven Weiss hatte er die Aufgaben bereits kommissarisch übernommen. Mit dem offiziellen Start zum November erfolgt nun die formale Übergabe.

Jacobs bleibt damit die zentrale Schnittstelle für alle organisatorischen, kommunikativen und administrativen Aufgaben des Kreisverbands – von Veranstaltungen und Mitgliederbetreuung über Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Finanzen und Technik. „Nicolai hat in den letzten Monaten gezeigt, wie verlässlich, strukturiert und engagiert er arbeitet“, findet Rupy David, Sprecherin des Kreisverbandes. Ihr Co-Sprecher Thomas Nagel ergänzt: „Wir freuen uns sehr, dass er die Rolle nun dauerhaft übernimmt“.

Der 30-Jährige ist bereits seit 2013 Mitglied bei den GRÜNEN und bringt umfangreiche politische und organisatorische Erfahrung mit – unter anderem als früherer Sprecher der GRÜNEN JUGEND im rheinland-pfälzischen Trier sowie des Ortsverbands der GRÜNEN in seiner Heimatstadt Konz, ebenso aus seiner hochschulpolitischen Zeit bei Campus:Grün Trier. Während seines Politikwissenschaftsstudiums absolvierte Jacobs ein Praktikum bei der Heinrich-Böll-Stiftung Saarland.

Vor seinem Wechsel nach Leverkusen war der studierte Politikwissenschaftler und Germanist über viereinhalb Jahre in einer Kölner Kommunikationsagentur tätig, wo er zunächst ein Volontariat zum PR-Berater absolvierte und anschließend als fester Mitarbeiter tätig war. Neben seiner Arbeit als Kreisgeschäftsführer promoviert Jacobs derzeit in Diskurslinguistik – mit einem Fokus auf gesellschaftliche Debatten rund um Flucht und Migration.

Die Geschäftsstelle der GRÜNEN Leverkusen befindet sich in der Mülheimer Straße 7a in Schlebusch und ist montags bis donnerstags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet (freitags geschlossen).

GRÜNE fordern Sondersitzung des Rechnungsprüfungsausschusses noch vor möglicher Abwahl der Baudezernentin

Die Grüne Ratsfraktion zeigt sich entsetzt über das Ausmaß des Schadens, das der Stadt Leverkusen im Zusammenhang mit den Rettungsdienstgebühren droht bzw. bereits entstanden ist.

Es stehe fest, dass Fehler gemacht wurden. „Wie es dazu kommen konnte, wer tatsächlich die Verantwortung dafür trägt und wie ein solches Missmanagement künftig verhindert werden kann, muss dringend und umfassend aufgearbeitet werden,“ fordert auch Thomas Nagel, der Sprecher des GRÜNEN Kreisverbandes. Genau aus diesem Grund, so Nagel, hatten die GRÜNEN eine Sonderprüfung durch das Rechnungsprüfungsamt beantragt. 

„Wenn die Aufarbeitung abgeschlossen ist, muss auch jemand die Verantwortung übernehmen – aber erst dann! Zum aktuellen Zeitpunkt die Abwahl der zuständigen Dezernentin zu fordern, ist es ein klarer Fall von Vorverurteilung,“ meint auch Vorstandssprecherin Rupy David. „So dürfen wir mit Führungskräften der Stadt nicht umgehen.“

Die Untersuchung könne schließlich ergeben, dass das Versäumnis vor allem bei der Feuerwehr liegt. Oder bei der Kämmerei. Oder beim Oberbürgermeister selbst. Zum jetzigen Zeitpunkt könne das niemand mit Sicherheit sagen.

Damit sich die Ratsmitglieder noch vor einer möglichen Abwahl der Dezernentin ein eigenes Bild machen können, verlangen die GRÜNEN nun eine Sondersitzung des Ausschusses für Rechnungsprüfung. In dieser Sitzung soll das Ergebnis der Sonderprüfung des Rechnungsprüfungsamtes präsentiert werden. Eine solche Sondersitzung muss anberaumt werden, sobald eine Fraktion dies beantragt.

„Es ist immer leicht, zu fordern, dass jemand seinen Hut nehmen muss,“ ergänzt Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese. „Damit macht man sich aber etwas vor. Als würde sich das Problem dadurch einfach erledigen! Wer jetzt empört eine schnelle Abwahl der Dezernentin verlangt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, von Zorn und Ungeduld getrieben zu sein, statt mit Bedacht und Sachlichkeit zu agieren, wie es sich für uns Ratsmitglieder gehört. An diesem klaren Fall von Vorverurteilung wird sich die Grüne Ratsfraktion nicht beteiligen.“

Die Grüne Ratsfraktion Leverkusen lehnt den Entwurf des Haushaltssicherungskonzepts (HSK) ab

„Das nunmehr auf 15 Jahre ausgelegte HSK führt zwar rechnerisch zu einer schwarzen Null. Aber das ist reine Schönrechnerei,“ erklärt Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese. „De facto kommt die Stadt langfristig so nicht aus den Miesen heraus. Für dieses HSK wollen wir nicht die Verantwortung übernehmen.“

Das eigentliche Kernproblem werde nicht adressiert: Leverkusen brauche höhere Einnahmen. Eine wichtige Rolle könnten dabei die Schlüsselzuweisungen des Landes spielen. Die Forderung der Grünen: Die Verwaltung solle darstellen, in welcher Höhe die Stadt zum nächstmöglichen Zeitpunkt Schlüsselzuweisungen erhalten könnte, falls der Gewerbesteuerhebesatz auf 280, 300 oder 350 Punkte erhöht würde. Die Forderung wurde im Finanzausschuss als Protokollnotiz befürwortet und soll zum nächsten Finanzausschuss beantwortet werden.

„Das HSK enthält völlig unrealistische Prognosen, insbesondere bei den Gewerbesteuereinnahmen, die sich angeblich verdreifachen werden. Oberbürgermeister und Kämmerer haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht“, sagt Stefan Baake, der finanzpolitische Sprecher der Fraktion.

Leverkusen hat in den letzten Jahren aufgrund hoher Gewerbesteuereinnahmen keine Schlüsselzuweisungen mehr erhalten. Die Einnahmen aus Gewerbesteuern sind jedoch deutlich gesunken — und eine schnelle wirtschaftliche Besserung ist nicht in Sicht.

Claudia Wiese betont: „Wir müssen offen und ohne Scheuklappen darüber diskutieren, ob Leverkusen bei dem niedrigen Hebesatz von 250 Punkten bleiben kann, ohne die Haushaltslage langfristig zu verschlechtern. Für diese Diskussion brauchen wir erst einmal eine solide Prognose als Grundlage.“

Neue Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen gegründet

Am 1. Oktober hat sich die neue Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN offiziell konstituiert. Damit stellen die GRÜNEN die Weichen für die kommende Wahlperiode. Die Mitglieder des Stadtrates wollen ihre inhaltlichen Schwerpunkte mit einem vielfältig aufgestellten Team aktiv in die Ratsarbeit einbringen.

An der Spitze steht erneut Claudia Wiese, 59, Unternehmerin aus Schlebusch, die zur Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Finanzen und Wirtschaft. Zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden wurde der Opladener Christoph Kühl, 42, gewählt. Er wird sich insbesondere den Themen Stadtentwicklung und Mobilität widmen.

Die GRÜNEN haben in der neuen Wahlperiode im Stadtrat acht Sitze. Zur Fraktion gehören außerdem Rupy David, Irina Prüm, Zöhre Demirci, Laura Herrmann, Dr. Stefan Pausch und Andreas Bokeloh.

Claudia Wiese betont: „Damit haben wir — zusammen mit unseren Vertreterinnen und Vertretern in den Bezirken und sicherlich noch einigen Sachkundigen Bürger*innen — ein ausgesprochen kompetentes Team, schlagkräftig und bunt gemischt. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit!“

Christoph Kühl betont die konstruktive Rolle der GRÜNEN im Rat: „Grüne haben immer diszipliniert, zuverlässig und sachlich mitgearbeitet. Ich bin überzeugt, dass das auch in der kommenden Wahlperiode so bleibt.“

Bauvorhaben am Königsberger Platz darf nicht aufgeschoben werden – Von CDU und SPD kommen zu bezahlbarem Wohnraum nichts als Lippenbekenntnisse

Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist überzeugt: Das Bauvorhaben am Königsberger Platz darf nicht ins Stocken geraten. „Keinesfalls sollte Entscheidung in die nächste Wahlperiode verschleppt werden, erklärt Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese. „Zu groß ist die Gefahr, dass mit wechselnden Mehrheiten dieses wichtige städtebauliche Projekt untergeht.“

Die GRÜNEN hatten daher angeregt, die Vorlagen zum Königsberger Platz in der Sondersitzung des Bau- und Planungsausschuss am 9. Oktober zu beraten. Die GRÜNEN begrüßen, dass nun sogar eine eigene Sondersitzung des Bau- und Planungsausschusses für dieses Thema anberaumt wurde.

Vehement widerspricht Claudia Wiese der Behauptung, Politik und Bürgerschaft seien in das Projekt nicht ausreichend eingebunden gewesen: „Das Vorhaben der WGL, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und den Königsberger Platz insgesamt enorm aufzuwerten, ist seit vielen Jahren im Gespräch. Es ist von den großen Fraktionen von Anfang an positiv begleitet worden. Es hat eine Reihe von Bürgergesprächen gegeben. Politik, Geschäftsinhaber und die AWO wurden frühzeitig an der Planung beteiligt, eine Vielzahl von Anregungen wurden aufgenommen und eingearbeitet. Der Bau- und Planungsausschuss hat die Vorlage mit Mehrheit beschlossen. Wenn CDU und SPD das Vorhaben jetzt stoppen wollen, wird klar: Ihre Versprechungen für mehr bezahlbaren Wohnraum in Leverkusen sind nichts als Lippenbekenntnisse.“

Die GRÜNEN sind zudem empört über falsche Aussagen zur AWO-Begegnungsstätte. Schon in der Sitzung der Bezirksvertretung habe der Geschäftsführer der AWO widersprochen, als Rüdiger Scholz (CDU) behauptet hatte, die AWO-Begegnungsstätte sei „der Planung zum Opfer gefallen“. Roswitha Arnold, baupolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion: „Es ist unbegreiflich, dass CDU und SPD sich trotzdem nicht davon abhalten ließen, das Vorhaben der WGL am Königsberger Platz abzulehnen.“

Der Entwurf der WGL erfüllt aus ihrer Sicht nahezu jeden Anspruch: „Wir brauchen dringend mehr bezahlbaren Wohnraum in Leverkusen. Hier wird ein nicht nur ein in die Jahre gekommenes Quartier städtebaulich aufgewertet, hier entstehen auch neue, bezahlbare Wohnungen mit unterschiedlichen Größen. Das Umfeld wird modernisiert, soziale Angebote und die Sicherung der Nahversorgung sind zielgerichtet abgestimmt auf die Bewohnerinnen und Bewohner am und rund um den Königsberger Platz.“

Sven Weiss verzichtet nach OB-Kandidatur auch auf Ratsmandat

Leverkusen, 24.09.2025. Nachdem der Oberbürgermeisterkandidat der GRÜNEN in Leverkusen, Sven Weiss, seine Kandidatur kurz vor der Wahl aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hat, gibt der Kreisverband heute bekannt, dass Weiss auch sein Ratsmandat nicht annehmen wird.

„Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht und mit einem weinenden und einem lachenden Auge getroffen: Aufgrund einer mehrmonatigen Reha wird es mir nicht möglich sein, mein Mandat pünktlich anzutreten, was mir sehr leid tut. Was es ab November meiner Meinung nach jedoch in der Leverkusener Stadtpolitik braucht, ist vor allem eins – Stabilität. Deshalb freue ich mich gleichzeitig, dass wir mit einer kompetenten und starken Fraktion im Rat vertreten sind und so die Chance haben, die Stadtpolitik aktiv mitzugestalten,“ so Weiss.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben im neuen Stadtrat insgesamt acht Sitze. Weiss sollte ursprünglich über Platz 2 der grünen Ratsreserveliste in den Rat einziehen. Für ihn nachrücken wird nun Laura Herrmann, die auf Platz 9 gelistet ist. Die 36-jährige Leverkusenerin arbeitet als Kommunikationsberaterin und ist seit Sommer 2024 im Kreisverband der GRÜNEN aktiv

Sven Weiss, der aktuell außerdem noch als Kreis- und Fraktionsgeschäftsführer der GRÜNEN in Leverkusen tätig ist, wird auch diese beiden Funktionen planmäßig zum 31.10.2025 aufgeben. „Sowohl Vorstand als auch Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bedauern, mit Sven nun auch einen starken Mitarbeiter zu verlieren“, so Rupy David, Sprecherin des Vorstands. „Aber Gesundheit geht vor. Deshalb respektieren wir Svens Entscheidung und wünschen ihm weiterhin gute Genesung, alles Gute und viel Erfolg für seine private wie berufliche Zukunft.“

Keine Wahlempfehlung der GRÜNEN für Stichwahl

Die Leverkusener GRÜNEN geben für die Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters am 28. September weder für den CDU-Kandidaten Stefan Hebbel noch für den SPD-Kandidaten Uwe Richrath eine eindeutige Wahlempfehlung. Aber sie rufen ihre Mitglieder und Unterstützer*innen ausdrücklich dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Die Mitgliederversammlung hatte am 16. September den Parteivorstand beauftragt, weitere Gespräche zu führen. „Diese Gespräche haben keine substantiellen Ergebnisse gebracht, die aus unserer Sicht eine klare Wahlempfehlung zulassen würden“, erklärt Vorstandssprecherin Rupy David.

„Es gibt gute Gründe für beide Kandidaten“, ergänzt Vorstandssprecher Thomas Nagel. „Stefan Hebbel steht aus unserer Sicht für einen Neuanfang. Auf der anderen Seite liegen die politischen Schwerpunkte der SPD mit Uwe Richrath in vielen Fragen näher bei den GRÜNEN.“

Für die Politik im Rat zeichnen sich nach Meinung der GRÜNEN in der kommenden Wahlperiode schwierige Mehrheitsverhältnisse ab. Ein Oberbürgermeister müsse daher herausragende Fähigkeiten beweisen, um in einer sehr schwierigen Haushaltslage die Verwaltung zu leiten und die unterschiedlichen Interessen der Politik zu moderieren.

Claudia Wiese, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Rat der Stadt Leverkusen, formuliert: „Vor allem aber gilt es, den Bürger*innen zu vermitteln, wo Leverkusen steht und wie es nun in der Stadt weitergeht. Nach einem teils hässlichen Wahlkampf zwischen CDU und SPD ist es entscheidend, Vertrauen zurückzugewinnen.“

Stellenausschreibung Fraktionsgeschäftsführung (w/m/d)

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Leverkusen sucht ab November 2025 oder später eine Fraktionsgeschäftsführung (w/m/d) für eine Tätigkeit von etwa 20 Stunden/Woche.

Unser ehrenamtliches Team besteht ab November 2025 aus acht Ratsvertreter*innen, vier Bezirksvertreter*innen sowie einigen sachkundigen Bürger*innen bzw. Gremienvertreter*innen.

Die Arbeit der Fraktionsgeschäftsführung wird derzeit ergänzt durch die Arbeit einer festangestellte Sachbearbeiterin mit 15 Stunden/Woche.

Unsere Geschäftsstelle hat ihren Sitz Leverkusen-Schlebusch. Im Gebäude befinden sich auch die Geschäftsstelle des Kreisverbandes und das Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Nyke Slawik MdB.

 

Die Tätigkeit der Fraktionsgeschäftsführung umfasst insbesondere folgende Aufgaben:

Leitung der Geschäftsstelle

Erstellung des Fraktionshaushalts und Überwachung des Finanzrechnungswesens

inhaltliche und organisatorische Vor- und Nachbereitung sowie ggf. Begleitung von Ausschuss- und Ratssitzungen, Arbeitskreisen und Fachgesprächen und weiteren Terminen mit Gesprächspartner*innen aus Politik und Verwaltung

themengerechte Unterstützung der Rats- und Ausschussmitglieder, Erarbeitung von Anträgen und Anfragen, Schriftverkehr für Rat und Ausschüsse nach inhaltlicher Absprache

Zeit-/Themenplanung der Fraktion, Organisation von Fraktionssitzungen, Veranstaltungen und Klausurtagungen, EDV-Planung und -pflege

Öffentlichkeits- und Pressearbeit einschließlich Veröffentlichungen auf der Homepage und in Sozialen Medien Auswertung der Berichterstattung zu lokalen Themen u. ä.,

Schriftliche Bürgerkontakte, bei Bedarf nach Absprache mit den Rats- und Ausschussmitgliedern

 

Wir wünschen uns idealerweise eine*n Mitarbeiter*in mit

sehr guten Kenntnisse und Erfahrungen in der Büroorganisation

guten Computerkenntnissen im Bereich der Office-Standardprodukte

kommunalpolitischer Erfahrung und inhaltlicher Übereinstimmung mit den wesentlichen Zielen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Organisationskompetenz und Kommunikationsfähigkeit

der Bereitschaft, sich schnell in die kommunalen Abläufe und Themen einzuarbeiten und auch – nach Absprache – Termine am Abend wahrzunehmen sowie

einem Wohnsitz in Leverkusen oder der Umgebung

 

Wir bieten:

eine abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Arbeit in einem Team aus engagierten ehrenamtlichen Politiker*innen

Wertschätzung, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, die Arbeit zeitweise im Homeoffice zu versehen

 

Die Stelle wird mit einem angemessenen Gehalt in Anlehnung an den TVöD vergütet und ist befristet bis zum Ende der Wahlperiode 2030.

Wir bitten um die Übersendung Ihrer Bewerbung inklusive Gehaltsvorstellung bis zum 19. Oktober 2025 per Mail an fraktion@gruene-lev.de.

Bewerbungen von Frauen sind besonders erwünscht. Zudem möchten wir insbesondere Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen mit Beeinträchtigungen einladen, sich bei uns zu bewerben.

Für Fragen zu dieser Stellenausschreibung wenden Sie sich bitte an die Vorsitzende der aktuellen Ratsfraktion Claudia Wiese unter fraktion@gruene-lev.de.

 

Hier findest du die Stellenanzeige im PDF-Format.

Der Mensch steht im Mittelpunkt: Die OB-Kandidatur von Sven Weiss endet

Für den Vorstand der Leverkusener GRÜNEN steht Sven Weiss für all das, was Leverkusen aktuell dringend braucht: für einen klaren, unaufgeregten Blick auf das, was ist und falsch läuft, für Verwaltungskompetenz und für eine klare Vision, wie der nächste Oberbürgermeister die Stadtverwaltung, aber auch die Stadt selbst modern und zukunftssicher aufstellen kann.

Umso mehr bedauern es der Vorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und allen voran Sven Weiss selbst zutiefst, dass sie am heutigen Tag bekannt geben müssen, dass er – im Falle eines Wahlsieges – das Amt des Oberbürgermeisters aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten kann.

Für die GRÜNEN steht aber zu jeder Zeit der Mensch im Mittelpunkt. Deshalb geht die Gesundheit vor. Gleichzeitig halten wir es aus Gründen der Transparenz und der Fairness für geboten, die Menschen in unserer Stadt noch vor der Wahl am Sonntag zu informieren.

Vorstandssprecherin Rupy David erklärt: „Als Kreis- und Fraktionsgeschäftsführer hat Sven Weiss in den letzten Jahren die GRÜNEN Leverkusen massiv geprägt und überaus positiv weiterentwickelt – von innovativen Veranstaltungsformaten bis zur persönlichen Mitgliederbindung. Dafür dankt der Vorstand ihm überaus herzlich.“

Mehr noch: Sven Weiss hat in einem fulminanten Wahlkampf vollen Einsatz gezeigt und so viele Menschen, Institutionen und Unternehmen kennengelernt, sich ihre kleinen und großen Sorgen zu Herzen genommen und mit brennendem Engagement für die grüne Sache und für Leverkusen gekämpft.

Sven Weiss: „Ich bin über alle Maßen hinweg traurig, dass diese Nachricht die Leverkusenerinnen und Leverkusener so kurz vor der Wahl erreicht. Mir hat es zu jeder Zeit unglaublich viel Freude bereitet, mich für unsere Stadt zu engagieren – in einer Lage, die aktuell nicht einfach ist. Daher danke ich allen Menschen sehr herzlich, die sich für mich stark gemacht haben! Meinen demokratischen Mitbewerberinnen und Mitbewerben wünsche ich einen gelungenen Endspurt. Ich drücke euch die Daumen und bin in Gedanken bei euch! Und uns GRÜNEN wünsche ich – unabhängig von meiner Person – ein starkes Ergebnis!“

Claudia Wiese, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Leverkusener Rat dazu: „Es ist sehr traurig für uns alle, dass Sven Weiss‘ Kandidatur hier endet. Sven Weiss ist nicht nur ein engagierter Politiker, sondern auch ein liebenswerter Mensch, der viel Herzblut in seine Arbeit für Leverkusen gesteckt hat. Aber Gesundheit ist nun mal unser größtes Gut.“

Wir wünschen Sven Weiss von ganzem Herzen alles erdenklich Gute, viel Kraft und Erholung.

Ansprechbar: Nyke Slawik MdB und Claudia Wiese in der Waldsiedlung

Claudia Wiese, Fraktionsvorsitzende und Kandidatin für den Leverkusener Stadtrat von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, hat in der Schlebuscher Waldsiedlung, Saarstraße 28, ein „Pop-up-Wahlkreisbüro“ eröffnet, um mit Bürger:innen ins Gespräch zu kommen. Am Freitag, 05. September 2025, begrüßt sie dort von 11 bis 13 Uhr die Leverkusener Bundestagsabgeordnete der GRÜNEN, Nyke Slawik.

„Nyke Slawik stammt aus Leverkusen. Die Kommunalwahl bietet die Gelegenheit, auch über die Bundespolitik ins Gespräch zu kommen“, so Claudia Wiese. „Wir möchten unkompliziert und persönlich in Kontakt treten – mitten im Wahlkreis, dort wo die Menschen leben.“

Interessierte Bürger:innen sind eingeladen, die Kommunalpolitikerin und die Bundespolitikerin der GRÜNEN persönlich kennenzulernen, sich auszutauschen und mehr über ihre Ziele für Leverkusen zu erfahren.

Übrigens: Am Freitag, 12. September, öffnet das grüne Pop up-Wahlkreisbüro zum letzten Mal, und zwar zwischen 17 und 19 Uhr, dann wieder mit Musik und Getränken. Weitere Infos unter www.claudiawiese.de.

Sicherheit neu gedacht – Diskussionsveranstaltung mit Sara Nanni, Saloua Mohammed und Sven Weiss

Am Montag, den 1. September, um 19 Uhr laden BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung im Treibhaus (Mülheimer Straße 7a, Schlebusch) ein. Unter dem Titel „Sicherheit neu gedacht“ sprechen Sara Nanni MdB, sicherheitspolitische Sprecherin der GRÜNEN Bundestagsfraktion, Saloua Mohammed, Referentin für Rassismuskritik und Rechtsextremismusprävention, sowie Sven Weiss, Oberbürgermeisterkandidat für Leverkusen, über verschiedene Dimensionen von Sicherheit – lokal wie bundesweit.

Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, mit allen drei Gästen über Sicherheit, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu diskutieren. Fragen und Beiträge aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht.

Menschen im Mittelpunkt

Im Kommunalwahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen steht der Mensch im Mittelpunkt. Sicherheit bedeutet dabei nicht nur Schutz durch Polizei und Institutionen, sondern auch soziale Absicherung, Teilhabe und ein respektvolles Miteinander in einer vielfältigen Stadtgesellschaft. Sven Weiss betont: „Ein sicheres Leben heißt, sich auf gute soziale Strukturen, faire Chancen und den Schutz vor Ausgrenzung verlassen zu können. Darüber möchte ich mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.“

„Zwischen Neubeginn und Erfahrung“ – Drei Generationen, drei Themen

Am Freitag, den 29. August, lädt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen ab 19 Uhr in das TREIBHAUS, Mülheimer Straße 7a in Schlebusch, zu einer besonderen Diskussionsveranstaltung ein. Unter dem Titel „Zwischen Neubeginn und Erfahrung“ diskutieren die ehemalige NRW-Umweltministerin und Bundestagsabgeordnete Bärbel Höhn, der langjährige Ratsherr Christoph Kühl sowie das jüngste Mitglied des Kreisverbands, Moritz Hüttner. Die Moderation übernimmt Oberbürgermeisterkandidat Sven Weiss.

Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Themen, die unterschiedliche Generationen auf ihre je eigene Weise prägen: Demokratie, Klimakrise und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Diskutiert wird unter anderem, welche Erfahrungen die jeweilige Generation politisch geprägt haben, wie demokratisches Engagement über die Jahre verändert wurde, welchen Beitrag Kommunen zur Klimawende leisten können und wie Zielkonflikte zwischen kurzfristigen Interessen und langfristigem Klimaschutz gelöst werden können. Darüber hinaus geht es um Fragen der Generationengerechtigkeit: Wo erleben wir Solidarität zwischen Jung und Alt – und was braucht es, um eine faire Ressourcenverteilung bei Themen wie Rente, Klima oder Bildung zu sichern?

Bärbel Höhn als profilierte Umweltpolitikerin
Bärbel Höhn ist eine der bekanntesten Umweltpolitikerinnen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Von 1995 bis 2005 war sie Umweltministerin des Landes Nordrhein-Westfalen und prägte in dieser Zeit die Energie- und Umweltpolitik maßgeblich. Anschließend gehörte sie bis 2017 dem Deutschen Bundestag an und war dort stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN mit Schwerpunkt Umwelt, Energie und Landwirtschaft. Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag engagiert sich Höhn in Fragen der Energiewende und Klimapolitik – unter anderem als Vorsitzende des Beirats für Nachhaltige Entwicklung in Nordrhein-Westfalen und als Energiebeauftragte für Afrika beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Mit ihrer langjährigen politischen Erfahrung und ihrem anhaltenden Engagement für Klima- und Umweltfragen bringt sie eine wichtige Perspektive in die Diskussion ein.

Dialog statt Schlagabtausch
Die Veranstaltung ist bewusst dialogisch angelegt: Statt kontroverser Debatte stehen Austausch und gemeinsame Ideenfindung im Vordergrund. Ziel ist es, die Perspektiven unterschiedlicher Generationen zusammenzubringen und nach Antworten für die Zukunft Leverkusens und darüber hinaus zu suchen.

„Cocktails & Politik“ mit Ricarda Lang und Sven Weiss auf dem Wiesdorfer Platz

Am Samstag, den 30. August, lädt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen ab 14.30 Uhr zu einer besonderen Aktion auf den Wiesdorfer Platz/Ecke Breidenbacher Straße ein. Unter dem Motto „Cocktails & Politik“ stehen die Bundestagsabgeordnete und frühere Bundesvorsitzende der GRÜNEN, Ricarda Lang, sowie Oberbürgermeisterkandidat Sven Weiss für Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Die Veranstaltung ist Teil des Kommunalwahlkampfs zur Wahl am 14. September. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, Sven Weiss und Ricarda Lang direkt ihre Fragen zu stellen – sei es zu kommunalen Themen in Leverkusen oder zu bundespolitischen Entwicklungen. Ziel der Aktion ist es, Politik in lockerer Atmosphäre erlebbar zu machen und den direkten Dialog zu fördern. Für alle Gäste werden kostenlose alkoholfreie Cocktails angeboten – solange der Vorrat reicht.

Sven Weiss betont: „Der persönliche Austausch ist für mich zentral. Ich möchte hören, welche Anliegen die Menschen in unserer Stadt bewegen – und darüber ins Gespräch kommen, welche Lösungen wir für Leverkusen entwickeln können.“

GRÜNE fordern Disziplinarverfahren gegen Beigeordnete Andrea Deppe

Nachdem OB-Kandidat Sven Weiss ein Disziplinarverfahren bereits angekündigt hat, fordern aufgrund der massiven Verwerfungen rund um die Rettungsdienstgebühren in Leverkusen auch die Ratsfraktion und der Vorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ein Disziplinarverfahren gegen die zuständige Beigeordnete Andrea Deppe. Nach Ansicht der GRÜNEN müsse geklärt werden, wer die Verantwortung für das entstandene Desaster übernehmen muss. Das erfordere konsequentes politisches Handeln.

Claudia Wiese, Vorsitzende der GRÜNEN Ratsfraktion, erklärt: „Die gravierenden Fehler im Umgang mit den Rettungsdienstgebühren haben nicht nur das Vertrauen in die Verwaltung erschüttert, sondern auch das Ansehen der Stadt Leverkusen beschädigt. Frau Deppe ist in der direkten Verantwortung. Ein Disziplinarverfahren ist die einzig konsequente Reaktion.“

Auch Sven Weiss, Oberbürgermeister-Kandidat der Leverkusener Grünen, übt deutliche Kritik: „Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt müssen sich darauf verlassen können, dass Gebühren korrekt und rechtssicher erhoben werden. Dieses Vertrauen ist durch die Vorgänge im Dezernat von Frau Deppe massiv untergraben worden. Jetzt braucht es volle Transparenz und eine klare Aufarbeitung. Dazu gehört, dass auch disziplinarrechtliche Schritte geprüft werden.“

Die GRÜNEN kündigen an, das Thema in die morgige Ratssitzung einzubringen und fordern von Oberbürgermeister eine rasche Prüfung.

GRÜNE fordern maximale Transparenz bei den Rettungsdienstgebühren und beantragen eine einstimmig beschlossene Sonderprüfung

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat den Oberbürgermeister als obersten Dienstherrn der Stadtverwaltung Leverkusen in die heutige Sitzung des Finanzausschusses eingeladen und um eine chronologische Stellungnahme rund um die Fehler bei den Rettungsdienstgebühren gebeten. „Wir wollen wissen, wer in der Verwaltung zu welchem Zeitpunkt welche Informationen über die Rettungsdienstgebühren erhalten hat, denn bis dato war das Krisenmanagement der Stadtspitze in dieser Sache außerordentlich schlecht.“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese.

Die GRÜNEN fordern maximale Transparenz bei der Aufklärung der Fehler und setzen sich für eine sorgfältige und vollständige Aufarbeitung ein. „Wir erwarten, dass die politischen Gremien und die Öffentlichkeit zeitnah und umfassend informiert werden. Es ist unabdingbar, dass alle Fakten offengelegt und umfassend kommuniziert werden.“, betont Claudia Wiese.

Dafür beantragte die GRÜNE Fraktion schriftlich Akteneinsicht sowie darüber hinaus im Finanzausschuss auch eine Sonderprüfung des Rechnungsprüfungsamtes, die einstimmig angenommen wurde.

„Es wäre schrecklich, wenn man ausgerechnet uns GRÜNEN, die für Transparenz stehen, den Vorwurf machen würde, dass wir Fehler vertuschen wollen. Auch wir waren am Montag im Rechnungsprüfungsausschuss schockiert und mussten uns sortieren – vor allem, weil nach wie vor wichtige Fakten fehlen: Für die Beurteilung und Einordnung der Fehler ist es für uns als Ratsmitglieder wichtig, so schnell wie möglich die Einschätzung des externen Beraters studieren zu können. Deswegen haben wir heute den Oberbürgermeister auch gefragt, wann die politischen Vertreter:innen das seit Montag vorliegende Gutachten erhalten.“, so Claudia Wiese weiter. Die Beantwortung der Frage blieb jedoch leider weitestgehend offen.

Grünes Spitzenpersonal besucht Wahlkampfstand in Wiesdorf

Am Samstag, den 23. August ab 14 Uhr, begrüßen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen am Wahlkampfstand in der Wiesdorfer Innenstadt ihre Landesvorsitzende Yazgülü Zeybek sowie die politische Geschäftsführerin und vielfaltspolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf Bundesebene, Pegah Edalatian. Gemeinsam mit Oberbürgermeisterkandidat Sven Weiss und mehreren Ratskandidat*innen stehen sie für Gespräche und Fragen zur Verfügung.

Oberbürgermeisterkandidat Sven Weiss will den Besuch nutzen, um gemeinsam mit Edalatian und Zeybek zentrale kommunalpolitische Anliegen zu diskutieren und mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. „Der direkte Austausch mit den Menschen auf der Straße ist für uns ein zentrales Element, um Politik nahbar zu machen und gemeinsam Lösungen für Leverkusen zu entwickeln“, so Weiss.

Expertise aus Bund und Land

Seine beiden Gäste bringen die dafür nötige Expertise mit: Yazgülü Zeybek ist seit 2022 Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW. Zuvor führte sie die Ratsfraktion der GRÜNEN in Wuppertal und engagierte sich dort unter anderem in den Bereichen Stadtentwicklung, Wirtschaft und Nachhaltigkeit.

Pegah Edalatian wiederum ist seit 2024 politische Geschäftsführerin im Bundesvorstand und seit vielen Jahren bei den GRÜNEN aktiv – in der Vergangenheit unter anderem auch in der Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen, wo sie zu Kinder-, Jugend- und Familienpolitik sowie Eine-Welt- und Gleichstellungsthemen arbeitete. Auf Bundesebene setzt sie sich für Vielfalt, Teilhabe und globale Gerechtigkeit ein.

GRÜNE fordern mehr Sicherheit für Radfahrende in Leverkusen

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt sich mit Nachdruck für mehr Sicherheit auf den Radwegen der Stadt ein. Angesichts zunehmender Nutzung fordern die GRÜNEN in drei Anträgen konkrete Maßnahmen zur Entschärfung gefährlicher Stellen und für eine bessere Infrastruktur.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese erklärt: „Es kann nicht sein, dass gerade an engen, uneinsehbaren Kurven Radfahrende durch fehlende Markierungen in gefährliche Situationen geraten. Wir fordern die Verwaltung auf, an diesen Stellen durch einfache Maßnahmen wie Fahrbahnmarkierungen und Richtungspfeile gegenzusteuern. So kann schnell und kostengünstig mehr Sicherheit geschaffen werden – bevor es zu Unfällen kommt.“

Zugleich setzen sich die GRÜNEN für den Rückbau von Wegsperren wie Pollern, Umlaufsperren und Absperrgeländern ein, die laut NRW-Erlass vom Januar 2024 aus Sicherheitsgründen überprüft und entfernt werden sollen. Diese Einrichtungen stellen insbesondere für Menschen mit Lastenrädern, Kinder- oder Hundeanhängern oder Dreiräder für Erwachsene ein erhebliches Hindernis dar.

OB-Kandidat Sven Weiss betont: „Viele dieser Sperren sind schlicht gefährlich – vor allem bei Dunkelheit. Wenn selbst das Land NRW den Städten empfiehlt, diese Barrieren zu beseitigen, muss auch Leverkusen handeln. Statt Hindernisse aufzubauen, müssen wir den Radverkehr sicher und barrierefrei gestalten.“

Darüber hinaus fordern die GRÜNEN die Einrichtung von Fahrradschutzstreifen außerhalb geschlossener Ortschaften, wo bauliche Radwege (noch) nicht möglich sind. Ein entsprechender Erlass des Verkehrsministeriums NRW erlaubt dies seit Januar 2024. Schutzstreifen mit Markierungen und Fahrradpiktogrammen erhöhen nicht nur die Sichtbarkeit der Radfahrenden, sondern sensibilisieren auch Autofahrende für deren Rechte im Straßenraum.

„Wo bauliche Trennungen (noch) fehlen, bieten Schutzstreifen zumindest eine Übergangslösung. Unser Ziel bleibt klar: sicheres, lückenloses und komfortables Radfahren in ganz Leverkusen – innerorts wie außerorts“, erläutert Claudia Wiese.

Die GRÜNEN fordern die Stadtverwaltung auf, kurzfristig Gefahrenstellen zu entschärfen, Sperreinrichtungen kritisch zu prüfen und geeignete Strecken für Schutzstreifen zu identifizieren. Langfristig müsse die Radinfrastruktur trotz Haushaltssicherungskonzept umfassend modernisiert und ausgebaut werden – im Sinne der Sicherheit, der Mobilitätswende und einer lebenswerteren Stadt.

GRÜNE fordern Stellungnahme zur Cyproconazol-Einleitung in den Rhein

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Leverkusen fordert angesichts aktueller Daten des nordrhein-westfälischen Wasser-Informationssystems ELWAS eine umfassende Stellungnahme zur Einleitung des seit 2021 EU-weit verbotenen Pestizids Cyproconazol in den Rhein.

Cyproconazol ist nicht nur für Wasserpflanzen und -tiere extrem schädlich, sondern kann laut dem Gefahrstoffinformationssystem GESTIS auch Leberschäden verursachen und die Entwicklung von Kindern im Mutterleib beeinträchtigen.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese betont: „Es ist nicht hinnehmbar, dass hunderte Kilogramm eines hochgefährlichen, in der EU verbotenen Pestizids, weiterhin in unser Rheinwasser gelangen. Die Bevölkerung hat ein Recht auf effektiven Schutz vor Stoffen, die nachweislich Wasserorganismen schädigen und auch für den Menschen gefährlich sein können. Wir erbitten vom LANUK NRW Antworten darauf, wie solche Umweltbelastungen künftig verhindert werden können.“

OB-Kandidat Sven Weiss ergänzt: „Der Schutz von Umwelt und Gesundheit muss oberste Priorität haben. Es darf nicht sein, dass in Leverkusen ein Stoff in den Rhein gelangt, der in Europa aus gutem Grund verboten ist. Wir wollen konkrete Messwerte erfahren und wissen, wie das LANUK NRW die Umwelt- und Gesundheitsrisiken bewertet.“

Die GRÜNEN fordern das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) auf, zu den gemessenen Belastungen, den Risiken für Mensch und Umwelt sowie zu Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen Stellung zu nehmen. Sie verlangen zudem Auskunft darüber, wie die Einleitung trotz EU-Verbot künftig unterbunden und die Bevölkerung über die Gefahren informiert wird.

Haushaltsrede 2025: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Dezernentin und Dezernenten sowie Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung, sehr geehrte Kolleg*innen im Rat und der lokalen Medien, liebe Bürgerinnen und Bürger,

es ja eigentlich schön, optimistisch zu sein. Aber Optimismus darf nicht zu Scheuklappen führen. Darf nicht dazu führen, dass man mit Gottvertrauen einfach hofft: „Es wird schon alles nicht so schlimm werden.“ Oder sogar: dass man sich und anderen etwas vormacht.

Genau das ist aber in Leverkusen passiert – und genau das hat uns in die aktuelle Lage gebracht.

Was hätte passieren können
Ich nehme Sie mal mit zurück: Ende 2023. Das gab doch schon klare Signale, dass die Einnahmen aus der Gewerbesteuer deutlich sinken würden. Vor allem die Chemieindustrie, das wirtschaftliche Rückgrat unserer Stadt, steckte da bereits in einer Krise. So stand es ja auch im Bericht des Rechnungsprüfungsamtes.

Ich war im Oktober ’23 selbst bei einem Treffen in den Räumen der Wirtschaftsförderung dabei, wo uns die Vertreter der Chemie-Industrie gesagt haben: So ein Tief haben wir noch nicht erlebt.

Was hätte also Anfang 2024 in der Verwaltung passieren müssen?

Der Oberbürgermeister hätte damals – mit kühlem Kopf und klarem Blick – die Weichen stellen müssen für einen möglichen Sparkurs.

Herr Richrath, es wäre Ihre Pflicht gewesen, frühzeitig zu handeln, um die Verwaltung vorzubereiten und gemeinsam mit uns im Rat Prioritäten festzulegen, denn Sie sind der Chef der Verwaltung.

Doch das ist nicht geschehen. Stattdessen haben Sie wertvolle Zeit verschenkt. Und wenn wir ganz genau hingucken, wenn man den Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt genau liest, steht da sogar drin: Sie hätten das Desaster noch früher kommen sehen können. Denn der Haushalt der Stadt Leverkusen hatte schon davor vor allem deswegen einen Überschuss, weil das Land NRW wegen der Pandemie und des Ukraine-Kriegs den Kommunen einen Bilanztrick ermöglicht, hat. Ich weiß, andere Städte haben auch in diese Trickkiste gegriffen — aber Leverkusen ganz besonders tief.

Also: Dass unsere Stadt 2023 ganz gut dastand, lag also nicht etwa daran, dass die Senkung des Gewerbesteuer-Hebesatzes so viel Geld in die Kassen der Stadt gespült hätte! Ob das alles so klug war, und ob Leverkusen diesen Weg wirklich weiter gehen sollte, wird sich noch zeigen.

Stattdessen stellt es unser Oberbürgermeister nach wie vor so dar, als hätte ein Brückenstrompreis die Finanzen der Stadt retten können. Alle Wirtschaftsvertreter, mit denen ich seit- dem gesprochen habe, sagen klar: Das wäre hilfreich gewesen, und auch die GRÜNEN im Bund haben sich ja dafür eingesetzt. Aber der Brückenstrompreis hätte den Haushalt der Stadt doch nicht gerettet!

Rückblickend müssen auch wir in der Politik uns an die eigene Nase greifen: Auch wir waren Anfang 2024 zu hoffnungsvoll. Wir haben darauf vertraut, dass die Verwaltungsspitze die Finanzen im Blick hat. Da lagen wir leider falsch. Entweder wollten Sie, Herr Richrath, die Signale nicht hören — oder sie waren nicht dazu in der Lage. Beides wäre schlimm.

Die Task Force und was möglich gewesen wäre
Bis ganz zum Schluss, bis es wirklich nicht mehr anders ging, haben der Oberbürgermeister und der Kämmerer sich selbst eins in die Tasche gelogen und geglaubt, dass alles irgendwie noch gut werden könnte. Dazu gehört auch die irre Idee, eine große Versicherung und ein anderes Unternehmen würden sich in Leverkusen ansiedeln und noch im Jahr 2024 hundert Millionen Euro Gewerbesteuer bringen! Hier habe ich das Gefühl, wir sind als Politik getäuscht worden von Prognosen, die niemals haltbar waren.

Jetzt erst, fast ein Jahr nach der Haushaltssperre wurde eine Art Krisenstab eingerichtet. Das hätte man früher haben können. Denn genau das war ja unser Gedanke: Als im August letzten Jahres die Haushaltssperre kam, haben wir GRÜNE dafür plädiert, dass eine Task Force eingerichtet wird — ein Krisenstab!

Wenn das erfolgreich gelaufen wäre, hätten wir in dieser Task Force gut zusammengearbeitet, und mit „wir“ meine ich nicht nur Politik und Verwaltung, sondern auch Vertreter*innen der Wirtschaft und von externen Beratungsunternehmen – und wir wären jetzt schon etliche Schritte weiter.

• Wir hätten ein klareres Bild darüber, wo wir im großen Stil sparen können, anstatt im Klein-Klein zu wurschteln.

• Und wir wüssten besser, wie wir endlich weiterkommen bei den dringend nötigen Schulbauten und Schulsanierungen – wo wir uns doch alle einig sind, dass genau das so wichtig ist!

So aber stehen wir jetzt vor einem Haushaltsentwurf, der einfach keine Perspektive bietet.

Fehlende Transparenz und keine Strategie
Bis heute fehlt eine gesamtstädtische Finanzierungsstrategie. Ein bisschen hier kürzen, ein bisschen dort schieben – es gibt nach wie vor keinen großen Wurf!

Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu wissen, wie der Weg aussehen soll, um Leverkusen finanziell wieder handlungsfähig zu machen. Das ist die Transparenz, die ich erwarte. Die wir erwarten.

Beispiele für falsches Management
Und wir GRÜNE wollen nicht nur über das Sparen nachdenken. Wir haben auch einen wichtigen Beitrag geliefert, um die Einnahmen der Stadt zu erhöhen: Wir haben eine Beherbergungssteuer gefordert – eine Maßnahme, die in vielen Städten längst umgesetzt wird. Da muss man sich schon fragen: Warum kommen solche Ideen eigentlich nicht von der Verwaltung selbst?

Unser Vorschlag für eine Beherbergungssteuer wurde dann ja auch gleich in das Haushaltssicherungskonzept aufgenommen, obwohl er ja noch gar nicht beschlossen wurde. Das zeigt doch die ganze Hilflosigkeit.

Auf der anderen Seite gibt es bis heute für diese Steuer kein inhaltliches Konzept. Und offenbar gab es noch nicht einmal Gespräche mit der DEHOGA, dem wichtigsten Branchenverband, bevor die Steuer ins HSK eingearbeitet wurde. Hier werden Überschriften produziert, statt ernsthaft an der Umsetzung zu arbeiten!

Ziel: Kein Minus von 150 Millionen Euro
Wir brauchen ein Haushaltssicherungskonzept, das diesen Namen auch verdient. Mit dem Ziel, dass die Stadt nicht nach zehn Jahren — zehn Jahren! — noch immer ein erwartetes Minus von satten 150 Millionen Euro vor sich herschiebt.

Der Ball liegt ganz klar bei der Verwaltungsspitze. Wir lassen uns auch nicht den Vorwurf gefallen, es wäre die Politik, die hier ihre Hausaufgaben nicht macht.

Wir kennen nicht genau die Kriterien, nach denen die Bezirksregierung entscheiden wird. Aber so wie das HSK jetzt geplant ist, kann es nicht genehmigt werden. Das ist aber doch das Ziel eines HSK! Das ist eine Bankrotterklärung! Dafür tragen Sie, Herr Richrath, persönlich die Verantwortung.

Fehlende Digitalisierungsstrategie

Und wenn wir über Zukunft reden, müssen wir auch über Digitalisierung reden. Der aktuelle Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt zeigt schwarz auf weiß: Leverkusen hat hinkt hier um Jahre hinterher. Ein Skandal.

Denn gerade Digitalisierung könnte helfen, Prozesse effizienter zu machen, Verwaltungskosten zu senken und gleichzeitig den Service für Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Dass nun der Bereich Digitalisierung dem Oberbürgermeister zugeordnet wird, ist doch nur Show. Oder sollen wir auch hier wieder Scheuklappen aufsetzen? Wird schon irgendwie werden?

Krise verlangt Führung – und die fehlt
In einer solchen Krisensituation braucht eine Stadt vor allem:

• Gute Führung, vorausschauendes Management

• Klarheit in der Ansprache, exzellente Moderation der Prozesse. Für die Verwaltung ebenso wie für die Politik

• Und vor allem: hervorragende Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern

Nichts davon ist in Leverkusen geschehen. Alles, was es gab, ist ein läppisches Video zur Haushaltslage.

Statt echter Führung erleben wir einen Oberbürgermeister, der — ich kann es nicht anders sagen — eine sympathische Mogelpackung ist. Nett und kumpelhaft – aber inhaltlich leider ohne klare Linie, ohne Mut zur Wahrheit und ohne strategischen Plan. Wollen wir wirklich fünf Jahre so weitermachen?

Unser Fazit
Für uns als GRÜNE ist klar:

Wir können und wir werden dem Haushalt in dieser Form nicht zustimmen.

Wir fordern die Verwaltungsspitze auf, nachzubessern:

• Wir wollen eine langfristige Finanzplanung, die diesen Namen auch verdient

• Wir wollen ein HSK, an dessen Ende mindestens eine schwarze Null steht

• Wir wollen deutliche Fortschritte bei der Digitalisierung der Verwaltung

• Und wir wollen mehr Transparenz für den Rat und die Bürgerschaft

Leverkusen braucht Mut zur Wahrheit. Leverkusen braucht kluge Prioritäten – und endlich eine strategische, eine visionäre Führung.

„Leverkusen braucht Mut zur Wahrheit.“ GRÜNE stimmen dem Haushalt nicht zu

Die Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Claudia Wiese, wurde im Rat der Stadt Leverkusen deutlich: „Wir wollen eine langfristige Finanzplanung, die diesen Namen auch verdient. Wir wollen ein Haushaltssicherungskonzept, an dessen Ende mindestens eine schwarze Null steht. Wir wollen deutliche Fortschritte bei der Digitalisierung der Verwaltung. Und wir wollen mehr Transparenz für den Rat und die Bürgerschaft.“

In ihrer Haushaltsrede spannte Claudia Wiese deshalb einen Bogen – von der Ausgangssituation 2023 über den GRÜNEN Vorschlag einer task force im Sommer 2024 bis zum dauerhaften Missmanagement des Oberbürgermeisters. Claudia Wiese: „Statt echter Führung erleben wir einen Oberbürgermeister, der eine sympathische Mogelpackung ist. Nett und kumpelhaft – aber inhaltlich leider ohne klare Linie, ohne Mut zur Wahrheit und ohne strategischen Plan.“

Besonders bitter für die GRÜNEN: Bereits vor zwei Jahren gab es deutliche Signale, dass die Einnahmen aus der Gewerbesteuer deutlich sinken würden. Vor allem die Chemieindustrie, das wirtschaftliche Rückgrat der Stadt, steckte damals bereits in einer Krise. Claudia Wiese: „So stand es auch im Bericht des Rechnungsprüfungsamtes. Ich war im Oktober 2023 selbst bei einem Treffen in den Räumen der WfL dabei, wo uns die Vertreter der Chemie-Industrie sagten: So ein Tief haben wir noch nicht erlebt. Der Oberbürgermeister hätte damals – mit kühlem Kopf und klarem Blick – die Weichen stellen müssen für einen möglichen Sparkurs.“

Dies sei nicht geschehen. Stattdessen sei wertvolle Zeit verschenkt worden. Für die GRÜNE Fraktion war somit klar, dass sie so dem Haushalt nicht zustimmen können. „Leverkusen braucht Mut zur Wahrheit und kluge Prioritäten – und endlich eine strategische, eine visionäre Führung“, so Claudia Wiese abschließend.

GRÜNE Wege zur Lösung der Leverkusener Haushaltskrise

In der neuen Folge des Podcasts „Ein Pod voll Grünes“ von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen spricht die Fraktionsvorsitzende und Ratskandidatin Claudia Wiese über die aktuellen Herausforderungen für Leverkusen. Im Gespräch mit Host Markus Holzapfel geht es um die Haushaltskrise, Investitionen in Bildung und die Frage, wie Kommunalpolitik trotz knapper Kassen sozial und zukunftsorientiert gestaltet werden kann.

„Die Verwaltung muss beim Entwurf des Haushalts nochmal nachbessern. Leverkusen braucht mehr strategisches Denken“, so Claudia Wiese zur Leverkusener Haushaltskrise. Außerdem erläutert sie, warum die GRÜNEN für Leverkusen einen Nachhaltigkeitshaushalt fordern und wie ein Kodex helfen kann, für mehr Transparenz und bessere Compliance-Standards in städtischen Unternehmen zu sorgen.

Die Podcastfolge bietet zudem persönliche Einblicke in Claudia Wieses politische Schwerpunkte, ihren Werdegang und ihre Pläne für die nächste Ratsperiode. Auch Themen wie Vielfalt, Frauenpolitik und der anstehende Kommunalwahlkampf am 14. September werden angesprochen.

„Ein Pod voll Grünes“ erscheint regelmäßig auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music und weiteren Plattformen. Die neue Folge ist ab sofort verfügbar.

Podcast auf Spotify https://open.spotify.com/show/3iCBWuKrG7KSGZwZ7YnjZu

Podcast auf Apple Podcast https://podcasts.apple.com/de/podcast/ein-pod-voll-grünes/id1813198139

Podcast auf amazon music https://music.amazon.de/podcasts/a348ad34-3c30-4ca9-bc7f-490c6f4cc26c/ein-pod-voll-gr%C3%BCnes

Podcast auf Podcast.de https://www.podcast.de/podcast/3587054/ein-pod-voll-gruene%20

„Nein“ zur Herausgabe umfangreicher Daten an die Autobahn GmbH

Das Ratsbündnis „Keinen Meter mehr!“, bestehend aus CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP, OPLADEN PLUS und der Einzelvertreterin Gisela Kronenberg, hat entschieden, gegen die Vorlage der Verwaltung für die Übermittlung umfangreicher Daten an die Autobahn GmbH im Rat der Stadt Leverkusen am 07. Juli 2025 zu stimmen.

Die Autobahn GmbH fordert die Verwaltung in einem Amtshilfeersuchen auf, umfangreiche Daten zu den Bauabschnitten zwei, drei und dem Kreuz beispielsweise zu Einwohnern, Arbeitsplätzen, Bauwerksdaten, Verkehrszahlen oder Kanälen und Leitungen zusammenzutragen und sie der Autobahn GmbH für die weiteren Ausbauplanungen zu übermitteln. Seit 2021 besteht allerdings ein Ratsbeschluss, dass der Rat der Stadt Leverkusen jeder Übermittlung solcher Daten an die Autobahn GmbH zustimmen muss.

Obwohl die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage, über die der Rat der Stadt Leverkusen in der letzten Sitzung vor der Sommerpause entscheiden muss, empfiehlt, dass die Politik zustimmt, bleibt das Bündnis bei seiner Meinung: „Wir lassen uns weder von der Autobahn GmbH noch von der Verwaltung unter Druck setzen und bleiben unserer Haltung treu. Und diese lautet: Nein.“

Dem Ratsbündnis ist bewusst, dass die Bezirksregierung den kommunalpolitischen Beschluss kippen könnte, bleibt aber standhaft: „Wir werden weiterhin alle politischen Mittel ausschöpfen, um gegen die überdimensionierten Ausbauplanungen vorzugehen. Der Stelzenneubau ist keine nachhaltige Lösung, sondern verfestigt alte Verkehrsprobleme auf Kosten der Leverkusenerinnen und Leverkusener“, so das Bündnis.

Flucht, Krise, Neustart – der Weg von Sidan Khudeda

Ein besonderer Abend über Träume und den Mut zu(m) Leben

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen und OB-Kandidat Sven Weiss freuen sich, am Dienstag, 24. Juni 2025, um 19:00 Uhr zu einer besonderen Lesung und anschließendem Gespräch mit Sidan Khudeda in die Geschäftsstelle (Mühlheimer Str. 7a, Schlebusch) einzuladen: Gemeinsam mit Co-Autor Ansgar Drücker, Geschäftsführer des IDA e.V., stellt er sein autobiografisches Buch „Der Junge mit dem roten Hemd“ vor.

Mit nur 27 Jahren blickt Sidan Khudeda auf ein Leben voller dramatischer Wendepunkte zurück: Als Angehöriger der jesidischen Gemeinschaft im Nordirak überlebte er den Völkermord und ist heute als „der Junge, der mit dem Kopf wackelt“ ein TikTok-Phänomen mit einer Millionen-Reichweite.

Sein autobiografisches Buch ist die Chronik eines außergewöhnlichen Weges – von der lebensgefährlichen Flucht vor dem IS über die Ankunft in Deutschland bis hin zu einer tiefen persönlichen Krise, die ihn ereilte. Doch Sidan ist ein Kämpfer: Er fand den Mut, einen eigenen Friseursalon in Deutschland zu eröffnen und eroberte sich mit Lebensfreude und einem unbändigen Willen zur Unabhängigkeit seinen Platz im Leben zurück, ohne dabei seine Wurzeln zu verleugnen.

OB-Kandidat Sven Weiss erläutert: „Uns ist es ein besonderes Anliegen, immer wieder vielfältige Räume zu schaffen, bei denen Menschen gehört und Geschichten erzählt werden, die in unserer Gesellschaft manchmal nicht so präsent sind. Insofern freuen wir uns auf diesen sehr persönlichen Abend mit Sidan.“

Denn: Im Anschluss an die Lesung gibt es auch Gelegenheit für einen persönlichen Austausch mit den Autoren sowie Fragen. Das Buch kann ebenfalls vor Ort gegen eine Spende erworben werden und wird auf Wunsch signiert. Alle interessierten Bürger:innen sowie Medienvertreter:innen sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei

GRÜNE können dem Haushalt so nicht zustimmen

Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert Nachbesserungen und will den Haushaltsentwurf an die Verwaltung zurückgeben

„Diesem Haushaltsentwurf können wir so unmöglich zustimmen“, sagt Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese. „Die Kämmerei hat der Politik einen Sparplan vorgelegt, an dessen Ende nach zehn Jahren noch immer keine schwarze Null steht. Damit ist das Haushaltssicherungskonzept nicht genehmigungsfähig.“

Über die Genehmigung des Haushaltsentwurfs für 2025 soll in der Ratssitzung am 7. Juli entschieden werden. Die GRÜNEN werden sich dafür aussprechen, die Entscheidung zu vertagen bis zur Sitzung am 25. August. „Allein die Tatsache, dass wir für das laufende Jahr noch immer keinen Haushaltsplan haben, ist ein Skandal“, meint Stefan Baake, finanzpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion. „Und es sind einfach noch zu viele Fragen offen, unklar und nicht transparent.“

Das vorgelegte Haushaltssicherungskonzept (HSK) umfasst über 150 verschiedene Maßnahmen. Aus Sicht der GRÜNEN verharrt die Planung weiterhin im Klein-Klein — mit dem Resultat, dass im Jahr 2035 immer noch ein Minus von rund 150 Millionen Euro stehen wird.

Besonders bitter sind für die GRÜNEN Punkte wie die im HSK geplante Erhöhung der Kita-Gebühren, die junge Familien in der breiten Mitte treffen würde. „Hier werden wir auf keinen Fall mitgehen, auch nicht in einer Neufassung des Haushalts“, wird Claudia Wiese deutlich. „Wir fordern mehr innovative Ideen für Einsparungen, zum Beispiel durch digitale Angebote. Und auch für Einnahmen, so wie durch die Beherbergungssteuer, die unsere Fraktion vorgeschlagen hat.“

Die GRÜNE Fraktion hatte zu Beginn der Woche nochmals einen umfangreichen Fragenkatalog an den Oberbürgermeister gesendet. Denn unter anderem fehlen nach wie vor der Jahresabschluss 2024 und der Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt. Auch zum Thema Gewerbesteuern sind für die GRÜNEN noch viele Fragen offen. Das Fazit der GRÜNEN: „So können wir dem Haushalt nicht zustimmen.“

Fragen zur Gewerbesteuer: GRÜNE wollen Zahlen sehen

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt fordert von der Verwaltung detaillierte Informationen zur Berechnung der Gewerbesteuer im aktuellen Haushaltsentwurf.

„Besonders interessiert uns die Frage, ab welchem Gewerbesteuer-Hebesatz und in welcher Höhe Leverkusen wieder Schlüsselzuweisungen vom Land NRW erhalten würde“, erklärt Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese. Der aktuelle Leverkusener Hebesatz von 250 Punkten liegt deutlich unter dem vom Land NRW empfohlenen Durchschnittssatz von 434 Punkten. In ihrer Anfrage erbitten die GRÜNEN Vergleichsberechnungen zu unterschiedlichen Hebesatz-Szenarien. Konkret geht es um die finanziellen Auswirkungen bei Hebesätzen von 280, 350, 400 und 434 Punkten. „Oberbürgermeister Richrath betont immer wieder, dass die Senkung des Hebesatzes für Leverkusen gut gewesen sei. Wir fordern Zahlen, die das belegen“, so Wiese.

Außerdem wollen die GRÜNEN wissen, welche Art von Firmen sich in den vergangenen fünf Jahren in Leverkusen angesiedelt haben: Waren es vor allem kleine, mittlere oder große Firmen? Eher Dienstleistungsfirmen oder produzierendes Gewerbe? Aus Sicht der grünen Fraktion bietet der vorgelegte Entwurf des Haushaltsplanes keine ausreichend transparente Entscheidungsgrundlage. Unklar sei zum Beispiel, welches Gewerbesteuersubstrat für die Bemessung zugrunde gelegt worden sei.

Darüber hinaus haben die GRÜNEN einen weiteren Fragenkatalog an den Oberbürgermeister gestellt. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese erläutert: „Uns fehlen elementare Antworten auf wichtige Fragen. Das geht vom fehlenden Jahresabschluss 2024 über die Frage, warum es im Vorbericht — wie eigentlich vorgeschrieben — keine Informationen zum Kalenderjahr 2024 gibt bis dazu, wann der Bericht der Gemeindeprüfanstalt vorgelegt wird.“

GRÜNE stellen sich vor Baudezernentin Deppe

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN äußert deutliche Kritik an der SPD, die die Baudezernentin Andrea Deppe jüngst wegen geplanter Kürzungen bei der JOB Service Leverkusen (JSL) angegriffen hatte.

„Offenbar hat jetzt auch die angeschlagene und zerstrittene SPD gemerkt, dass Kürzungen weh tun werden – und dass es auch um Projekte geht, die der SPD besonders wichtig sind. Es war doch immer klar, dass die vom Rat auf Antrag der SPD beschlossenen 15 Prozent Einsparungen über fünf Jahre bei weitem nicht ausreichen werden, um den Haushalt zu sanieren“, erklärt Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese.

Sparen könne die Stadt nun einmal nur bei freiwilligen Leistungen, und davon habe die JSL besonders viele. Zu Entlassungen solle es bei der JSL nicht kommen, deswegen solle dort auch nicht sofort, sondern erst in den kommenden Jahren sukzessive gekürzt werden. Die Existenz der JSL sei durch die vorgeschlagenen Kürzungen in keiner Weise gefährdet.

„Im Gegenteil,“ so Wiese, „es werden derzeit mit der JSL Gespräche geführt, um ihr Aufträge zu verschaffen, die zu Pflichtaufgaben gehören, zum Beispiel beim Reinigen von Schulgebäuden. Oder bei den Grünflächen: Wenn Müll gesammelt wird, bevor eine Fläche gemäht wird, sorgt das dafür, dass die Geräte nicht durch den Müll kaputtgehen. Damit ist das eine Pflichtaufgabe, die weiterhin bestehen bleiben wird. So viel Kreativität und Mühe kann man sich auch von anderen Fachbereichen nur wünschen.“

Die GRÜNEN empören sich zudem über die rohe Sprache der SPD. „Im Zusammenhang mit Sparmaßnahmen von „Angriffen auf Menschen“ zu sprechen, ist einfach ein Unding, Wahlkampf hin oder her!“, konstatiert Claudia Wiese.

OB-Kandidat Sven Weiss stört sich besonders daran, wie die SPD erst mit ihrem Rasenmäher-Sparantrag versucht habe, durch die Verwaltung zu dreschen, aber gleichzeitig ein Wahlprogramm beschloss, in dem angeblich Bürger:innen keinerlei Mehrbelastungen auferlegt werden sollen. „Das ist nicht nur absolut unehrlich, sondern wurde in diesem Jahr bereits mehrfach durch die SPD gebrochen – und das bereits vor der Wahl! Erst im April wurden beispielsweise die Beiträge für die Jugendkunstgruppen mit SPD-Stimmen um bis zu 25 Prozent erhöht.“, sagt Weiss. „Die Arbeit der JSL obliegt auch nicht alleine dem Baudezernat. Für die „Tafel der Dinge“ zum Beispiel ist das Sozialdezernat unter Alexander Lünenbach zuständig.“

Digital durchstarten: GRÜNE wollen modernen Führerscheinantrag

Ob Ersterteilung, Erweiterung oder der anstehende Pflichtumtausch alter Dokumente: Der Weg zum Führerschein ist in Leverkusen oft noch mit Behördengängen verbunden. Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert in einem neuen Antrag die vollständige Digitalisierung des gesamten Antragsverfahrens. Ziel ist es, den Prozess für Bürger:innen deutlich zu vereinfachen und die Verwaltung zu entlasten.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese stellt klar: „Im digitalen Zeitalter erwarten Bürger:innen zu Recht, auch Anträge für den Führerschein unkompliziert online stellen zu können. Persönliche Behördengänge sind hierfür überflüssig und kosten wertvolle Zeit. Wir fordern einen vollständig digitalen Prozess, der den Menschen Wege erspart und Anträge bequem von zu Hause aus ermöglicht – ein Muss für jede moderne Verwaltung.“

Christoph Kühl, mobilitätspolitischer Sprecher der Fraktion, erklärt: „Die Technik für sichere Online-Anträge mit eID, digitalem Dokumenten-Upload und Bezahlung ist längst vorhanden. Städte wie Köln und der Rhein-Sieg-Kreis zeigen bereits erfolgreich, wie damit der Service für Bürger:innen zeitgemäß wird und Anträge schneller bearbeitet werden. Die technischen Mittel sind da – wir müssen sie in Leverkusen nur endlich konsequent nutzen!“

Digitales Pflegewohngeld für ein soziales Leverkusen

Für die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist es eine Frage der sozialen Verantwortung und der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben aus dem Onlinezugangsgesetz (OZG): Die digitale Beantragung von Pflegewohngeld. Pflegewohngeld können Bewohner:innen einer Pflegeeinrichtung bei vollstationärer Pflege als Zuschussleistung beantragen.

Bei der Beantragung hinkt Leverkusen digitalen Standards hinterher. Die GRÜNEN wollen das ändern und fordern deshalb in einem neuen Antrag die Einführung eines nutzerfreundlichen Online-Portals. Ziel ist es, das Verfahren für Betroffene, Angehörige und Pflegende genauso wie für die Verwaltung zu vereinfachen und zu beschleunigen. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese erklärt: „Pflegewohngeld ist eine wichtige Unterstützung für Menschen in einer oft schwierigen Lebensphase. Ihnen und ihren Angehörigen dürfen wir keine unnötigen bürokratischen Hürden in den Weg stellen. Ein einfacher, barrierefreier Online-Antrag, wie ihn die Stadt Krefeld längst anbietet, ist eine Frage des Respekts und der modernen Daseinsvorsorge, die Leverkusen dringend umsetzen muss.“

Ratsherr Christoph Kühl ergänzt: „Ein digitales Portal bringt Vorteile für alle: Antragstellende können beispielsweise mit Hilfe von Pflegenden oder Angehörigen den Antrag bequem aus der Einrichtung stellen, Nachweise sicher hochladen und den Bearbeitungsstand online verfolgen. Das beschleunigt die dringend benötigte Auszahlung und nimmt den Betroffenen sowie ihren Familien eine vermeidbare bürokratische Last ab. Ein moderner Sozialstaat muss seine Leistungen digital, einfach und für alle zugänglich anbieten.“

Auch Bauanträge können digitalisiert werden – GRÜNE sagen wie

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt ihre Initiative für eine umfassende Modernisierung der Leverkusener Verwaltung fort und fordert nun auch im Baubereich den längst überfälligen Schritt ins digitale Zeitalter. Mit einem weiteren neuen Antrag soll die ausschließlich papierbasierte Einreichung und Bearbeitung von Bauanträgen durch moderne digitale Prozesse ergänzt werden.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese betont: „Die digitale Transformation im Baubereich ist in vielen Kommunen längst Realität. Während andere bereits digitale Wege gehen, bremst sich unsere Stadt selbst aus. Das schadet nicht nur den Antragsteller:innen, sondern bindet auch unnötig Ressourcen in der Verwaltung, die wir dringend für andere Aufgaben bräuchten.“

Der Antrag sieht ebenso eine Anbindung an das zentrale Bauportal NRW vor. Ratsherr Christoph Kühl erklärt: „Digitale Bauanträge über das Bauportal NRW sind in Städten wie Köln, Neuss oder Münster längst Standard. Zusätzlich sollten wir innovative Technologien wie Building Information Modeling prüfen. Ein Projekt in Bochum zeigt eindrucksvoll, wie die automatisierte Prüfung von 3D-Modellen Genehmigungsverfahren beschleunigen kann, indem Korrekturschleifen schon vor der eigentlichen Antragstellung vermieden werden.“

Die GRÜNEN machen mit diesem Vorstoß abermals deutlich: Leverkusen darf bei der Digitalisierung nicht länger auf der Bremse stehen – auch und vor allem nicht im Baubereich.

Tierisch Digital: GRÜNE fordern Online-Services für Reitplakette, Hundesteuer und Fischereischein

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt ihre Initiative für eine umfassende Modernisierung der Leverkusener Verwaltung fort und nimmt nun auch tierische Angelegenheiten sowie Freizeitaktivitäten in der Natur in den Blick. Mit drei neuen Anträgen sollen veraltete Papierprozesse und umständliche Behördengänge bei der Verwaltung von Reitplaketten, der Hundesteuer und Fischereischeinen durch moderne Online-Lösungen ergänzt werden.

Ein Antrag fordert die Einführung eines Online-Portals für die Beantragung von Reitkennzeichen und jährlichen Reitplaketten. Zusätzlich soll geprüft werden, ob eine praktische Abo-Funktion für die jährliche Erneuerung der Plaketten eingeführt werden kann. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese kritisiert: „Es ist nicht mehr zeitgemäß, dass Reiter:innen jedes Jahr aufs Neue Formulare ausfüllen und die Verwaltung diese manuell bearbeiten muss. Der Rhein- Kreis Neuss zeigt mit seinem Online-Portal und Abo-Modell, wie unkompliziert und bürgerfreundlich das gehen kann. Leverkusen muss hier dringend nachziehen!“

Ein zweiter Antrag zielt darauf ab, die Anmeldung zur Hundesteuer vollständig digital über ein Online-Portal zu ermöglichen. Darüber hinaus regen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an, die Einführung einer digitalen Hundesteuermarke per QR-Code zu prüfen, die die bisherige Metallmarke ersetzen könnte. OB-Kandidat und Fraktionsgeschäftsführer Sven Weiss ergänzt: „Papierkram bei der Hundesteuer und klimpernde Metallmarken gehören bald der Vergangenheit an, wenn wir uns an Städten wie Köln, Bielefeld oder Gelsenkirchen orientieren. Eine Online-Anmeldung und ein QR-Code am Halsband oder auf dem Handy sind praktische, moderne Lösungen, die Verwaltung und Bürgerschaft entlasten. Das ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt für ein digitales Leverkusen.“

Der dritte Antrag widmet sich den Angler:innen: Fischereischeine sollen künftig vollständig online beantragt, digital bezahlt und dann bequem per Post zugestellt werden können. Damit entfällt die aktuell notwendige persönliche Vorsprache nach Terminvereinbarung bei der Behörde – ein zeitgemäßer Service, wie ihn etwa Neuss oder Bonn bereits praktizieren, der Bürger:innen Flexibilität schenkt und Verwaltungsaufwand reduziert.

Alle drei Anträge unterstreichen die Forderung der GRÜNEN nach einer durchgängigen Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen. Digitale Angebote müssen zur Selbstverständlichkeit werden.

GRÜNE fordern Online-Kfz-Zulassung

Kraftfahrzeuge online an-, um- oder abmelden, ohne persönlichen Gang zur Zulassungsstelle: Das fordert die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in einem weiteren Antrag ihrer aktuellen Digitalisierungskampagne für Leverkusen. Dieser wichtige Baustein für ein modernes Leverkusen soll Bürger:innen und Unternehmen entlasten und die Verwaltung effizienter machen.

„Wer schon einmal ein Auto an- oder ummelden musste, kennt den Aufwand: Terminfindung, Wartezeiten, Papierkram“, erklärt Christoph Kühl, mobilitätspolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion. „Mit i-Kfz gibt es längst eine etablierte digitale Lösung, die den gesamten Prozess von der Antragstellung bis zum sofortigen Losfahren vereinfacht und beschleunigt. Das zeigen die Beispiele aus Köln oder Euskirchen. Es ist höchste Zeit, dass auch Leverkusen diesen Service anbietet.“

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese ergänzt: „Die vollständige Einführung von i-Kfz ist ein längst überfälliger Schritt, um Verwaltungsabläufe zu modernisieren und Servicequalität zu steigern. Zwar setzen wir auf klimafreundliche Alternativen und auf einen attraktiven ÖPNV, aber ganz ohne Kfz geht es eben momentan noch nicht.“

Der Antrag zu i-Kfz ist Teil einer Reihe von Anträgen, mit denen die GRÜNEN die Digitalisierung der Leverkusener Verwaltung vorantreiben wollen, nachdem die Haushaltsrede des Oberbürgermeisters den Nachholbedarf mehr als verdeutlicht hatte. Zuvor hatte die Fraktion bereits Vorschläge für digitale Lösungen bei der Beantragung und Abholung von Ausweisdokumenten sowie für Meldebescheinigungen und Aufenthaltstitel eingebracht.

Stellenausschreibung: Unterstützung für unseren Kommunalwahlkampf 20

Stellenausschreibung:
Unterstützung für unseren Kommunalwahlkampf 2025

(20 Std./Woche, befristet) Organisation – Öffentlichkeitsarbeit – Wahlkampf-Logistik

Der Kreisverband Leverkusen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sucht schnellstmöglich eine engagierte Person zur Unterstützung unseres Wahlkampfteams für die Kommunalwahl 2025 mit perspektivischer Übernahme zur Verstärkung unseres Teams in der Kreisgeschäftsstelle.

Die Stelle ist zunächst befristet bis zum 31. Oktober 2025 und umfasst aktuell 20 Wochenstunden. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TV-L, abhängig von Qualifikation und Erfahrung.

Was dich erwartet:

Du arbeitest eng mit unserem Kreisgeschäftsführer und Oberbürgermeisterkandidaten Sven Weiss, unserem übrigen Team sowie dem ehrenamtlichen Vorstand zusammen. Dein Schwerpunkt liegt auf organisatorischer und kommunikativer Unterstützung im laufenden Wahlkampf.

Deine Aufgaben:

  • Unterstützung bei der Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Aktionen sowie in der Terminkoordination
  • Unterstützung bei unseren bestehenden Social-Media-Aktivitäten
  • Koordination von Wahlkampfmaterialien (z. B. Plakate, Flyer, Info-Stände)
  • Kommunikation mit Freiwilligen und Helfer*innen
  • Mitarbeit bei der Öffentlichkeitsarbeit (Verfassen von Texten, Pflege von Inhalten für

    Website und Drucksachen)

  • Allgemeine organisatorische und logistische Tätigkeiten im Wahlkampfalltag

Was du mitbringen solltest:

  • Organisationstalent, strukturierte Arbeitsweise, gute Ausdrucksweise
  • Erfahrung in der Veranstaltungsorganisation oder Öffentlichkeitsarbeit ist von Vorteil
  • Freude an Teamarbeit und Kommunikation
  • Identifikation mit den Werten von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Flexibilität, auch mal abends oder am Wochenende aktiv zu sein
  • Vorkenntnisse im politischen Umfeld sind wünschenswert, aber nicht zwingend

Was wir dir bieten:

  • Eine vielseitige und praxisnahe Tätigkeit im kommunalen Wahlkampf
  • Die Möglichkeit, politische Prozesse hautnah mitzugestalten
  • Ein unterstützendes Team und enge Zusammenarbeit mit unserem OB-Kandidaten
  • Flexible Arbeitszeiten und ggf. die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten

Bewerbung:

Bitte sende deine Bewerbung (kurzes Motivationsschreiben und Lebenslauf ) bis zum 25.04.2025 per E-Mail an: kreisverband@gruene-leverkusen.de

Fragen?

Melde dich gern ebenfalls unter der oben genannten E-Mail-Adresse. Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

Die vollständige Stellenausschreibung in Form eines PDF-Dokuments findest du auch hier.

GRÜNE kündigen Modernisierungs- und Digitalisierungskampagne an

Die Haushaltsrede von Oberbürgermeister Richrath hat es nochmal in aller Deutlichkeit gezeigt: Leverkusen braucht dringend einen Digitalisierungsschub. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese erläutert: „Leverkusen ist im Vergleich zu vielen unserer Nachbarstädte bei den digitalen Verwaltungsdienstleistungen nicht gut aufgestellt – das nervt Bürger:innen zunehmend, frustriert die Verwaltungsmitarbeitenden und kostet Geld, das wir nicht mehr haben!“ Fraktionsgeschäftsführer und Oberbürgermeister-Kandidat Sven Weiss ergänzt: „Eigentlich wollten wir einige unserer Ideen erst im Sommer und dann im neuen Stadtrat präsentieren. Aber wir können einfach nicht mehr länger warten – dafür ist die Lage zu frustrierend. Die derzeitige Stadtspitze muss jetzt endlich mal handeln, statt nur weiter zuzusehen!“

Deshalb wird die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in den kommenden Wochen eine ganze Reihe an Anträgen einbringen: Für mehr Bürgerservice, für die Entlastung von Verwaltungsmitarbeitenden und zur mittelfristigen Reduzierung von Kosten im Zuge digitaler Verwaltungsangeboten. „Von kleinen Services wie der digitalen Reitplakette oder der digitalen Anmeldung der Hundesteuer bis zu echten ‚Innovationen‘, die längst Standard sein sollten, wie beispielsweise die internetbasierte KFZ-Zulassung und die digitale Beantragung von Bauanträgen, wird alles dabei sein“, kündigt Sven Weiss an.

In den ersten drei Anträgen fordern die GRÜNEN, dass für Personalausweise und Reisepässe moderne Abhollösungen wie eine postalische Zusendung bzw. Lieferung oder Dokumentenausgabeboxen (DokBoxen) eingerichtet werden. Ebenfalls sollen Bürger:innen die Möglichkeit haben, durch ein digitales Statusabfrage-System, den Bearbeitungsstand ihrer beantragten Dokumente eigenständig online zu verfolgen und automatisch über den Fortschritt informiert zu werden.

Auch Menschen, die lediglich einen Aufenthaltstitel besitzen, sollen diesen künftig online beantragen können. Claudia Wiese erläutert: „Derzeit müssen Antragsteller:innen alle Unterlagen persönlich bei ihrem Termin vorlegen. Dies führt zu hohem Verwaltungsaufwand, längeren Wartezeiten sowie teilweise mehrfach notwendigen Vorsprachen, insbesondere wenn Unterlagen fehlen oder unvollständig sind. Das geht auch anders: Düsseldorf macht uns das vor – warum machen wir das nicht auch so?“

Verbesserungsbedarf sehen die GRÜNEN ebenfalls beim Thema Wohnsitzanmeldung und Meldebescheinigungen. Zwar begrüßt die grüne Fraktion, dass die Stadtverwaltung seit dem 13. März 2025 die elektronische Wohnsitzanmeldung anbietet. Aber die Meldebescheinigungen müssen derzeit immer noch persönlich im Bürgerbüro beantragt oder abgeholt werden. In Neuss beispielsweise können Bürger:innen diese bereits jetzt schon jederzeit bequem online beantragen, unmittelbar zu Hause ausdrucken oder digital erhalten. Und auch diese erweiterte digitale Lösung zeigt: Verwaltungsaufwand wird reduziert, die Servicequalität verbessert und persönliche Termine können komplett entfallen. Obendrein spart es Kosten. Eine Win-Win Situation für alle.

Frisches GRÜN aus dem Rat

Ratssitzung vom 07. April 2025

Einbringung Haushalt 2025: OB Richrath wälzt Schuld ab und lenkt von eigenen Versäumnissen ab

In seiner Haushaltsrede im Rat hat Oberbürgermeister Richrath erneut versucht, die hausgemachte Krise Leverkusens klein zu reden und die Schuld auf externe Faktoren abzuwälzen. Indem er auf allgemeine strukturelle Missstände und die Situation anderer Kommunen verwies, lenkte er gezielt von seiner eigenen Verantwortung und den gravierenden Versäumnissen seiner Amtsführung ab. Das ist ist ein durchschaubarer und inakzeptabler Versuch, das eigene Scheitern bei der Haushaltsführung zu kaschieren und die Bürgerinnen und Bürger über das wahre Ausmaß der selbstverschuldeten Misere im Unklaren zu lassen.

Kämmerer Michael Molitor dagegen bezeichnete in seiner Rede die Lage als „dramatisch“. Das Eigenkapital der Stadt ist schon bald vollständig aufgebraucht, das Defizit allein für 2025 wird auf 270 Millionen Euro prognostiziert, und die Liquiditätskredite (quasi der „Dispo“ der Stadt) sollen auf unfassbare 1,2 Milliarden Euro anwachsen. Angesichts dieser desaströsen Zahlen wirken die von der Verwaltung vorgelegten rund 150 Sparvorschläge im Rahmen des HSK wie hilfloses Stückwerk und reichen bei Weitem nicht aus.

Unsere Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese widersprach der Darstellung des Oberbürgermeisters im Rat mit deutlichen Worten:

„Wir sind eben nicht eine Kommune von vielen – wir sind ohnegleichen! Das ist beispiellos, was bei uns passiert. Wir reden hier nicht über zehn Jahre Haushaltssicherung, sondern wahrscheinlich eher über zwanzig Jahre — es sei denn, es regnet plötzlich Geld vom Himmel. Seinen guten Ruf braucht Leverkusen nicht mehr zu verspielen, den hat die Stadt längst verspielt!“

Erfolg für GRÜNE Idee: Beherbergungssteuer kommt und hilft beim Sparen

Wir freuen uns über einen wichtigen Erfolg für unsere Fraktion und für die Stadtfinanzen: Unser Antrag zur Einführung einer Beherbergungssteuer wurde positiv aufgenommen und ist nun Teil des Haushaltssicherungskonzepts. Die Steuer auf Übernachtungen von Gästen in Hotels, Pensionen und ähnlichen Einrichtungen schafft eine zusätzliche Einnahmequelle, ohne die Leverkusener Bürger:innen direkt zu belasten. Gerade in der aktuellen dramatischen Haushaltslage ist es wichtig, alle Potenziale zur Einnahmenverbesserung zu nutzen. Wir sind froh, mit dieser Initiative einen konkreten und fairen Beitrag zur notwendigen Haushaltssanierung leisten zu können, der auf der Einnahmeseite ansetzt. Unser finanzpolitischer Sprecher Stefan Baake betont: „Die Beherbergungssteuer ist ein fairer Beitrag derjenigen, die unsere städtische Infrastruktur nutzen. Es ist gut, dass diese zusätzliche Einnahmequelle nun infolge unseres Antrages für die Haushaltskonsolidierung erschlossen wird.“

FDP will Nachhaltigkeitsmanagement streichen – Wir stimmten dagegen

Die FDP-Fraktion beantragte in der Ratssitzung, die frei gewordene Stelle im Nachhaltigkeitsmanagement der Stadtverwaltung nicht neu zu besetzen. Als Begründung führte sie die angespannte Haushaltslage an. Wir GRÜNE haben klar gegen diesen Antrag gestimmt. Das Argument, durch die Nichtbesetzung einer einzelnen Stelle nennenswert sparen zu können, halten wir für vorgeschoben und kurzsichtig. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen wie der Klimakrise und knapper Kassen ist eine strategische Steuerung von Nachhaltigkeitsthemen zentral für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Diese Stelle ist kein verzichtbarer Luxus, sondern eine notwendige Investition. An dieser wichtigen Schnittstelle zu sparen, halten wir für den falschen Weg und haben dies im Rat deutlich gemacht.

Masterplan Sicherheit und mehr KOD? Wir lehnen die CDU-Vorstöße ab

Die CDU-Fraktion forderte in der Ratssitzung die Erstellung eines sogenannten „Masterplans Kommunale Sicherheit“. Dieser sollte sich auf Stadtteile mit erhöhtem Kriminalitätsaufkommen oder schlechterem subjektiven Sicherheitsgefühl konzentrieren. Wir GRÜNE haben diesen Antrag gemeinsam mit der Ratsmehrheit abgelehnt. Die Argumentation der CDU, insbesondere die Berufung auf ein diffuses „subjektives Sicherheitsgefühl“, überzeugt nicht und entbehrt einer soliden Grundlage. Die offiziellen Kriminalitätsstatistiken für Leverkusen geben eine solche pauschale Dramatisierung der Lage nicht her. Aktionismus auf Basis von gefühlten Wahrnehmungen statt auf Grundlage von Fakten lehnen wir ab.

Ein weiterer Antrag der CDU zielte auf eine personelle Aufstockung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD). Auch dieser Vorstoß fand keine Mehrheit; die Behandlung des Antrags wurde auf Antrag der Mehrheit von der Tagesordnung genommen. Aus unserer Sicht ist eine solche Aufstockung angesichts Haushaltslage absolut nicht finanzierbar. Zudem sehen wir, basierend auf den Kriminalitätszahlen, keine Notwendigkeit für eine pauschale Ausweitung des Ordnungsdienstes. Hier sollen auf Kosten der Stadtkasse Maßnahmen ergriffen werden, für die es keine sachliche Rechtfertigung gibt, während an anderer Stelle dringend Geld fehlt.

Bedauern über Gebührenerhöhung bei Jugendkunstgruppen

Die Verwaltung schlug vor, die Entgelte für Kurse und Workshops der Jugendkunstgruppen teils deutlich zu erhöhen, um die städtischen Einnahmen zu steigern. Wir GRÜNE haben gegen diese Erhöhung gestimmt. Unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Roswitha Arnold kritisierte im Rat, es sei das völlig falsche Signal, gerade bei niederschwelligen kulturellen Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche die Kosten auf die Teilnehmenden abzuwälzen. Sie stellte die Prioritäten der Verwaltung in Frage, wenn Gebühren erhöht werden, ohne die Honorare der Dozent:innen zu berücksichtigen. Kulturelle Teilhabe darf keine Frage des Geldbeutels werden und solche Angebote nicht schleichend abgebaut werden. Zu unserem Bedauern fand unser Protest keine Mehrheit; SPD und CDU stimmten der Gebührenerhöhung zu.

Erzieher:innen-Bezahlung: GRÜNE kritisieren Ungleichbehandlung scharf

Auf Vorschlag der Verwaltung sollte ein früherer Beschluss aufgehoben werden, der die Finanzierung der höheren Eingruppierung (TVöD S8b) auch für die Angestellten der freien Träger sicherstellen sollte. Unsere Fraktion stimmte vehement dagegen. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese argumentierte im Rat, dies sei eine zentrale Frage der Gerechtigkeit und Wertschätzung; Erzieher:innen müssten unabhängig vom Träger fair und gleich bezahlt werden. Die Ungleichbehandlung ist inakzeptabel und spart an der völlig falschen Stelle – bei der Qualität der frühkindlichen Bildung und auf dem Rücken der Angestellten. Mit den Stimmen der GRÜNEN wurde der Vorschlag der Verwaltung abgelehnt und die Gleichbehandlung der Erzieher bei Stadt und freien Trägern gesichert.

GRÜNE zum Haushalt 2025: Dramatische Lage fordert Verantwortung statt Ablenkung

Zur heutigen Einbringung des Haushaltsentwurfs 2025 im Stadtrat äußert die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN scharfe Kritik am Kurs von Oberbürgermeister Uwe Richrath. Angesichts der dramatischen Finanzlage – das Eigenkapital ist schon Ende des Jahres aufgebraucht, ein Defizit von 270 Mio. Euro droht allein für 2025, die Liquiditätskredite sollen auf 1,2 Mrd. Euro steigen – werfen die GRÜNEN dem Oberbürgermeister vor, die hausgemachte Krise klein zu reden und sich der Verantwortung für eigene Versäumnisse zu entziehen.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese kritisierte die Rede des Oberbürgermeisters scharf: „Die Haushaltsrede des OB triefte vor Selbstlob und Schönfärberei.“ Statt die hausgemachten Probleme klar zu benennen, habe Richrath erneut auf externe Faktoren verwiesen. „Dies ist ein durchschaubares Ablenkungsmanöver, um von den offensichtlichen Problemen in der Haushaltsführung abzulenken“, so Claudia Wiese weiter. „Die katastrophale Lage ist eben nicht nur ‚strukturell bedingt‘, sondern Ergebnis gravierender Versäumnisse unter seiner Amtsführung.“

Auch die im nun unausweichlichen Haushaltssicherungskonzept (HSK) vorgelegten rund 150 Sparvorschläge können das riesige Loch von 270 Millionen Euro bei Weitem nicht stopfen – das räumt selbst die Verwaltung ein. „Diese Vorschläge sind Ausdruck fehlender Führung und des fehlenden Willens, die grundlegenden Probleme wirklich anzugehen“, stellt Claudia Wiese, die auch Sprecherin für Wirtschaft und Digitalisierung bei den GRÜNEN ist, fest. „Solange der Oberbürgermeister nicht bereit ist, die volle Verantwortung zu übernehmen, kann es auch kein tragfähiges Sanierungskonzept geben. Wir sind eben nicht, wie Herr Richrath sagte, ‚eine Kommune von vielen‘, die finanzielle Probleme hat – wir sind ohnegleichen! Das ist beispiellos, was bei uns passiert. Wir reden hier nicht über zehn Jahre Haushaltssicherung, sondern wahrscheinlich eher über zwanzig Jahre – es sei denn, es regnet plötzlich Geld vom Himmel. Seinen guten Ruf braucht Leverkusen nicht mehr zu verspielen – den hat die Stadt längst verspielt!“

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werde nicht zulassen, dass sich Oberbürgermeister Richrath weiter seiner Verantwortung entzieht. Seine unzureichende Herangehensweise und die fortgesetzten Ablenkungsmanöver seien inakzeptabel. Die Fraktion fordert eine schonungslose Analyse der Versäumnisse und endlich eine nachhaltige Finanzstrategie mit echten strukturellen Veränderungen und transparenter Kontrolle. Die Fraktion werde den Haushaltsentwurf sehr kritisch prüfen, um die Handlungsfähigkeit Leverkusens zu sichern.

GRÜNEs aus der Ratssitzung vom 07.04.2025

Zur Haushaltssicherung: GRÜNER Antrag zur Beherbergungssteuer erfolgreich

Ein wichtiger Erfolg für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Der grüne Antrag zur Einführung einer Beherbergungssteuer wurde positiv aufgenommen und ist nun Teil des Haushaltssicherungskonzepts (HSK). Die Fraktion betont, dass die Steuer auf Übernachtungen eine zusätzliche Einnahmequelle schaffe, ohne Leverkusener Bürger:innen direkt zu belasten. Dies sei gerade in der aktuellen dramatischen Haushaltslage ein wichtiger Schritt. Man sei froh, so die Fraktion, hiermit einen konkreten Beitrag zur Haushaltssanierung zu leisten. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese unterstreicht: „Die Beherbergungssteuer ist ein fairer Beitrag derjenigen, die unsere städtische Infrastruktur nutzen. Es ist gut, dass diese zusätzliche Einnahmequelle nun infolge unseres Antrages für die Haushaltskonsolidierung erschlossen wird.“

Sicherheitspolitik: GRÜNE lehnen CDU-Vorstöße mangels Faktenbasis ab
Anträge der CDU-Fraktion zur Kommunalen Sicherheit stießen bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Ratsmehrheit auf Ablehnung. Den Vorschlag zur Erstellung eines „Masterplans Kommunale Sicherheit“ lehnten die GRÜNEN ab. Ratsherr Stefan Baake wandte zur Begründung der CDU ein: „Immer wieder wird das ‚subjektive Sicherheitsgefühl‘ bemüht, wenn die Faktenlage für populistische Forderungen nicht ausreicht. Wir brauchen eine Sicherheitspolitik, dieauf Analyse beruht, nicht auf gefühlten Wahrnehmungen.“ Die offiziellen Kriminalitätsstatistiken gäben eine von der CDU suggerierte Dramatisierung nicht her; Aktionismus statt Fakten sei der falsche Weg, so die Fraktion. Auch ein weiterer CDU-Antrag zur personellen Aufstockung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) fand keine Mehrheit; dessen Behandlung wurde von der Tagesordnung genommen. Eine solche Aufstockung sei angesichts der desaströsen Haushaltslage nicht finanzierbar und angesichts der Kriminalitätszahlen auch nicht notwendig, betonten die GRÜNEN.

Nachhaltigkeitsmanagement: GRÜNE lehnen FDP-Antrag auf Stellenstreichung ab
Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnte in der Ratssitzung einen Antrag der FDP entschieden ab, die frei gewordene Stelle im Nachhaltigkeitsmanagement nicht neu zu besetzen. Die FDP begründete dies mit der angespannten Haushaltslage. Für die GRÜNEN ist das Argument, durch die Nichtbesetzung einer einzelnen Stelle nennenswert sparen zu können, vorgeschoben und kurzsichtig. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen wie der Klimakrise sei eine strategische Steuerung von Nachhaltigkeitsthemen zentral für die Zukunftsfähigkeit der Stadt, um ökologische und soziale Aspekte systematisch in kommunales Handeln zu integrieren. Diese Stelle stelle kein optionales Extra, sondern eine notwendige Investition dar. An dieser wichtigen Schnittstelle zu sparen, sei der falsche Weg.

Jugendkunstgruppen: GRÜNE gegen Gebührenerhöhung – Mehrheit stimmt dafür
Demgegenüber musste die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei der Änderung der Entgeltordnung für die Jugendkunstgruppen eine Niederlage hinnehmen. Die Fraktion stimmte gegen die von der Verwaltung vorgeschlagene Erhöhung der Kurs- und Workshopgebühren. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Roswitha Arnold kritisierte die Entscheidung scharf: „Es ist das völlig falsche Signal, bei niederschwelligen und wichtigen kulturellen Bildungsangeboten für Kinder die Gebühren zu erhöhen. Kulturelle Teilhabe darf keine Frage des Geldbeutels sein! Stattdessen müssen wir sicherstellen, dass solche Angebote nicht schleichend abgebaut werden, und auch die faire Bezahlung der Dozent:innen im Blick behalten.“ Der Antrag wurde jedoch, unter anderem mit den Stimmen von SPD und CDU, zum Bedauern der GRÜNEN beschlossen.

Erzieher:innen-Bezahlung: GRÜNE kritisieren Ungleichbehandlung scharf
Auf Vorschlag der Verwaltung sollte ein früherer Beschluss aufgehoben werden, der die Finanzierung der höheren Eingruppierung (TVöD S8b) auch für die Angestellten der freien Träger sicherstellen sollte. Die GRÜNEN-Fraktion stimmte vehement dagegen. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese argumentierte im Rat, dies sei eine zentrale Frage der Gerechtigkeit und Wertschätzung; Erzieher:innen müssten unabhängig vom Träger fair und gleich bezahlt werden. Die Ungleichbehandlung sei inakzeptabel und spare an der völlig falschen Stelle – bei der Qualität der frühkindlichen Bildung und auf dem Rücken der Angestellten. Mit den Stimmen der GRÜNEN wurde der Vorschlag der Verwaltung abgelehnt und die Gleichbehandlung der Erzieher bei Stadt und freien Trägern gesichert.

Erfahrung, Tatendrang und Realismus – Team GRÜN steht!

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen hat am Sonntag in einer sehr gut besuchten Mitgliederversammlung die Kandidat:innen für den Stadtrat, die Wahlbezirke und die Bezirksvertretungen gewählt.

Für den Stadtrat kandidiert auf Platz 1 Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese, gefolgt von OB- Kandidat Sven Weiss und Vorstandssprecherin Rupy David. „Ich freue mich sehr über den Rückhalt der Mitglieder“, freut sich Claudia Wiese. Dem schließen sich Rupy David und Sven Weiss an: „Wir freuen uns über eine kompetente, diverse und paritätische Liste“. Auch Vorstandssprecher Thomas Nagel ist äußerst zufrieden: „Wir haben am heutigen Sonntag gezeigt, dass man mit uns GRÜNEN rechnen muss. In jeder Hinsicht: mit Erfahrung, Tatendrang und Realismus!“

Die folgenden Plätze der insgesamt 20 Plätze umfassenden Liste belegen Christoph Kühl (Platz 4), Irina Prüm (Platz 5), Stefan Pausch (Platz 6), Zöhre Demirci (Platz 7), Andreas Bokeloh (Platz 8), Laura Herrmann (Platz 9) sowie Dirk Danlowski (Platz 10).

Neben der Reserveliste für den Rat wurden auch die Kandidat:innen für die Bezirksvertretungen gewählt. Hier setzten sich unter anderem Dirk Trapphagen (Bezirk I), Dirk Danlowski (Bezirk II) sowie Stefanie Henke (Bezirk III) jeweils auf Platz 1 durch.

Für die Wahlbezirke für die Wahl zum Stadtrat in Leverkusen für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kandidieren:

Anja Boenke Claudia Schulte Niklas Baumbach Irina Prüm

Dirk Trapphagen Fradin Pfannekuche Thomas Nagel Susanne Stark

zum Stadtrat in Leverkusen für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Anja Boenke für Wiesdorf-Nordwest (11)

Claudia Schulte für Wiesdorf-Nordost (12)

Niklas Baumbach für Wiesdorf-Süd (13)

Irina Prüm für Manfort (14)

Dirk Trapphagen für Rheindorf-Süd (15)

Fardin Pfannekuche für Rheindorf-Mitte (16)

Thomas Nagel für Rheindorf-Nord/Hitdorf-Ost (17)

Susanne Stark für Hitdorf-Mitte/-West (18)

Andreas Bokeloh für Opladen-Nord (21)

Hennig Kaltheuner für Opladen-Mitte (22)

Zöhre Demirci für Opladen-Südost (23)

Stefan Baake für Küppersteg-Nordweest/Opladen Südwest (24)

Martin Thomas für Küppersteg-Südost (25)

Eva Kleifgen für Bürrig (26)

Markus Holzapfel für Quettingen-Ost (27)

Dirk Danlowski für Quettingen-West (28)

Stefan Pausch für Bergisch Neukirchen (29)

Claudia Wiese für Waldsiedlung/Schlebusch-Südost (31)

Sven Weiss für Schlebusch-Südwest (32)

Susanne Schwartmann-Bakkali für Schlebusch-Nordost (33)

Christoph Kühl für Schlebusch-Mitte und -Ost (34)

Peter-Christoph Schumann für Steinbüchel Südwest und -Mitte (35)

Stefanie Henke für  Steinbüchel-Nord und -Südost (36)

Sven Lüppken für  Lützenkirchen-Ost (37)

Rupy David für  Lützenkirchen-West (38)

Matthias Mayer für  Alkenrath/Schlebusch-West (39)

 

Roswitha Arnold, langjährige Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen, kandidierte nicht mehr. Stefan Baake, ebenfalls jahrzehntelanger Ratsherr, kandidierte lediglich auf einem hinteren Platz, um sich ein Votum für die GRÜNE Fraktion im Landschaftsverband Rheinland (LVR) zu sichern, denn ein Listenplatz ist dafür die Voraussetzung. Der ehemalige Ratsherr Gerd Wölwer hatte den Staffelstab bereits zu Beginn des Jahres übergeben und kandidierte ebenfalls nicht mehr.

Der Mensch im Mittelpunkt – Vorstandswahlen und Kommunalwahlprogramm 2025

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen hat in seiner Jahreshauptversammlung am Samstag, 15.03.2025, turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt und das Programm für die Kommunalwahl 2025 verabschiedet.

Rupy David und Thomas Nagel wurden dabei in ihrer Funktion als Vorstandssprecher*innen im Duo mit überwältigender Mehrheit bestätigt und wiedergewählt. „Wir danken allen Mitgliedern für ihr Vertrauen und freuen uns nun sehr auf einen starken Kommunalwahlkampf mit bekannten und neuen Gesichtern im Vorstand.“

Als Kreiskassierer wurde Peter-Christoph Schumann neu gewählt, genauso wie vier von insgesamt sieben Beisitzenden. Der komplette Vorstand umfasst damit ab sofort zehn Personen. Besonders erfreulich: Bei vier Vorstandsmitgliedern handelt es sich um Personen, die erst kürzlich zu den GRÜNEN kamen. Denn seit November 2024 hatte die Partei in Leverkusen über 60 neue Mitglieder aufgenommen.

Einstimmig verabschiedete die sehr gut besuchte Mitgliederversammlung anschließend das grüne Kommunalwahlprogramm. „Unser Programm ist vor dem Hintergrund eines hochverschuldeten Haushalts und eines langfristigen Haushaltssicherungskonzepts entstanden. Anders als andere haben wir keine Luftschlösser gemalt. Wir wollen so viel wie möglich für Leverkusen bewegen und orientieren uns mit kreativen Lösungen dabei an dem, was in den kommenden fünf Jahren realistisch machbar ist“, erklärt OB-Kandidat Sven Weiss. Die Sprecher*innen Rupy David und Thomas Nagel ergänzen: „Dabei steht für uns stets der Mensch im Mittelpunkt mit all seinen Bedürfnissen – von sozialer Sicherheit, Bildung und einer Stadtentwicklung, die alle mitdenkt, bis hin zu Klima- und Umweltschutz, Kultur und Sportangeboten.“

Bereits vor einem Jahr hatten die GRÜNEN mit der Erstellung des Wahlprogramms in einem partizipativen und basisdemokratischen Prozess begonnen, es stetig evaluiert und der aktuellen Situation angepasst. Das rund 50-seitige Programm wird nun finalisiert und in Kürze veröffentlicht.

GRÜNE fordern Beteiligungsbericht und Transparenz für Leverkusen

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt, dass die Verwaltung ab sofort jährlich ihrer Verpflichtung nachkommt und einen Beteiligungsbericht erstellt. Er soll darüber Auskunft geben, welche Anteile die Stadt Leverkusen an Unternehmen hat und wie diese Beteiligungen zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben beitragen.

Stefan Baake, finanzpolitischer Sprecher, betont: „Der jährliche Bericht soll außerdem sicherstellen, dass die Bürger*innen sowie die kommunalen Gremien über die wirtschaftlichen Aktivitäten Leverkusens informiert sind.“

Ein Beteiligungsbericht dient zur Überwachung der wirtschaftlichen Entwicklung der kommunalen Unternehmen und zur Sicherstellung, dass diese im Einklang mit den kommunalen Zielen handeln. Er enthält außerdem Details zur Zusammensetzung der Geschäftsführung und Aufsichtsräte der beteiligten Unternehmen und zu den Vergütungen der Geschäftsführer*innen. Vor allem aber informiert er über die finanzielle Situation der Unternehmen, einschließlich der Gewinne, Verluste und Schulden.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese verdeutlicht: „Der letzte Beteiligungsbericht in Leverkusen ist aus dem Jahr 2018. Dabei müssen Gemeinden jährlich einen Beteiligungsbericht erstellen, wenn sie unmittelbar oder mittelbar an privatrechtlichen Unternehmen beteiligt sind. Das schreibt die Gemeindeordnung NRW vor. Wir möchten daher, dass die Verwaltung endlich wieder ihrer Pflichtaufgabe nachkommt.“

Mehr Geld für Leverkusen – ohne Mehrbelastung für Bürger:innen: GRÜNE fordern Beherbergungssteuer

Leverkusen soll ab 2026 eine Beherbergungssteuer einführen. Das fordert die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen in einem Antrag. Die Steuer soll auf Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und ähnlichen Einrichtungen erhoben werden. Sie würde eine zusätzliche Einnahmequelle für die Stadt schaffen, ohne die Leverkusener:innen mit höheren Steuern oder Gebühren zu belasten, argumentieren die GRÜNEN.

„Leverkusen profitiert zunehmend vom wachsenden Tourismus und der Nähe zu Köln und Düsseldorf. Es ist nur fair, wenn auch Gäste, die unsere Infrastruktur nutzen, einen kleinen Beitrag leisten – so wie es bereits in vielen anderen Städten der Fall ist,“ erklärt Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese.

Laut Statistischem Landesamt NRW wurden 2023 über 200.000 Übernachtungsgäste in Leverkusen registriert, die im Durchschnitt knapp zwei Nächte blieben. Stefan Baake, finanzpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion: „Das ist eine bedeutende wirtschaftliche Ressource, die bisher ungenutzt bleibt. Leverkusen lässt sich wertvolle Einnahmen entgehen!“ Die GRÜNEN fordern deshalb, dass die Stadt der Praxis vieler anderer Städte folgt. In Köln, Bonn und Düsseldorf wird die Beherbergungssteuer bereits erfolgreich erhoben, Bergisch Gladbach plant die Einführung ab 2026.

Die Höhe der Steuer soll nach Vorstellung der GRÜNEN vom Rat beschlossen werden, sobald die Verwaltung die zu erwartenden Einnahmen berechnet hat. Die Verwaltung soll außerdem prüfen, ob bestimmte Gruppen von der Zahlung ausgenommen werden können, z.B. Minderjährige, Schulgruppen oder Menschen mit Behinderung.

„Die Leverkusener Haushaltslage ist bekanntermaßen überaus angespannt. Gleichzeitig müssen wir gezielt in Stadtentwicklung und Infrastruktur investieren“, ergänzt Claudia Wiese. „Die Beherbergungssteuer kann hier einen Beitrag leisten. Finanzielle Entlastung ohne zusätzliche Belastung der Bürger*innen – das ist vernünftig und fair“.

Versichert um jeden Preis?

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN möchte in einer aktuellen Anfrage von der Verwaltung wissen, welche Versicherungsverträge bei der Stadt Leverkusen bestehen und wie hoch die jährlichen Ausgaben für diese sind.

Stefan Baake, finanzpolitischer Sprecher, erläutert: „Versicherungspolicen unterliegen einem hochdynamischen Markt und ändern regelmäßig ihr Leistungs- und Angebotsportfolio, aber auch ihre Preisgestaltung. Für Kommunen gilt ebenso wie für Privatleute: Man sollte regelmäßig prüfen, ob die Verträge noch wirtschaftlich und sinnvoll sind.“

Aktuell sei unklar, welche Kriterien die Stadtverwaltung bei der Auswahl von Versicherungsanbietern überhaupt berücksichtige. „Deshalb ist es – gerade aufgrund der Haushaltslage – wichtig, auch laufende Verträge zu hinterfragen, auf Marktlagen zu reagieren und gegebenenfalls potenzielle Einsparmaßnahmen zu identifizieren“, ergänzt Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese.

GRÜNE fordern schnelle Lösung für Kita Scharnhorstraße und kritisieren den Rückgang der Betreuungsplätze

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Leverkusen fordert die unverzügliche Errichtung einer Übergangs-Kita in Modulbauweise auf dem Parkplatz an der Scharnhorststraße. Diese Maßnahme soll die kürzlich geschlossene Kita ersetzen und bis zum Beginn des kommenden Kita-Jahres fertiggestellt sein.

Seit Jahren ist bekannt, dass die Kita Scharnhorststraße baulich in desolatem Zustand ist und auch, dass es Geruchsbelästigungen gibt. Aktuelle Messungen haben ergeben, dass der Geruch durch Schadstoffe hervorgerufen wird, die schon in sehr niedrigen Konzentrationen in Verbindung mit Feuchtigkeit eine außerordentliche Geruchsbelastung hervorrufen. Aus diesem Grund wurde die Kita nun mit sofortiger Wirkung geschlossen.

Irina Prüm, kinder- und jugendpolitische Sprecherin, erklärt: „Die abrupte Schließung der Einrichtung stellt die betroffenen Familien vor immense Herausforderungen. Es ist unerlässlich, dass wir umgehend eine adäquate Übergangslösung am gleichen Standort schaffen, um die 106 Kitaplätze zu erhalten und den Leverkusener Familien Planungssicherheit zu geben.“

Die GRÜNEN betonen die Notwendigkeit, die baulichen Arbeiten für die Modul-Kindertagesstätte zügig anzugehen. Auch weil fünf weitere Kitas geschlossen wurden und zum zweiten Mal in Folge im nächsten Kitajahr weniger statt mehr Plätze zur Verfügung stehen. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese: „Aufgrund des herrschenden Platzmangels in Leverkusen muss alles unternommen werden, um den Betrieb dieser Kita aufrecht zu erhalten — auch damit die Plätze in den vier Ausweich-Kitas ab August 2025 für neue Kinder zur Verfügung stehen.“

Keine absolute Sicherheit – aber ein wichtiger Schritt

Unsere Position zum Hochwasserschutz an der Wiembachallee

Nach den schweren Überschwemmungen von 2021 muss Leverkusen nachhaltige und wirksame Schutzmaßnahmen ergreifen. Wir Grüne setzen uns für bestmögliche Schutzmaßnahmen in Leverkusen ein, um sowohl den Menschen als auch der Natur gerecht werden. Dabei stehen wir in Opladen vor einer schwierigen Entscheidung zwischen Hochwasserschutz und dem Erhalt der Bäume entlang der Wiembachallee.

Hinzu kommt: Die Stadt und die beauftragten Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) stehen zeitlich unter Zugzwang. Denn in den kommenden Jahren müssen sie europarechtliche Anforderungen des Hochwasserschutzes sowie Anforderungen an die Verbesserung der Gewässerqualität erfüllen. Leider lässt die Wasserqualität nämlich gerade an der Wiembachallee derzeit besonders zu wünschen übrig.

Wir hatten zunächst prüfen lassen, ob es eine Alternative zur Verbreiterung des Flusslaufs an bestimmten Stellen („Gewässeraufweitung“) gibt. Wir wollten erfahren, ob es möglich wäre, die Wassermengen aus dem Oberlauf des Wiembachs und seiner Zuflüsse von vornherein zu begrenzen und effektiv zu regulieren, um größere Eingriffe an der Wiembachallee zu vermeiden.

Gemeinsam mit den Vertreter*innen anderer Parteien im Arbeitskreis Hochwasserschutz Wiembach haben wir bei der Stadt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Sie sollte zeigen, ob auf dem ehemaligen Pintsch-Öl-Gelände ein Hochwasser-Rückhaltebecken errichtet werden könnte.

Das Ergebnis der Untersuchung: Dieser Umbau würde das Hochwasserproblem wahrscheinlich wirksam entschärfen. Er ist aber ein unerlaubter Eingriff in das dortige Naturschutzgebiet. Und daher rechtlich nicht umsetzbar.

Bei der nun geplanten Maßnahme in der Ruhlach soll eine Baumreihe entfernt werden. Doch durch die Nachpflanzung klimaresistenter Bäume bleibt der Charakter der dann einreihigen Allee erhalten. Die Bäume werden aufgrund ihres Wuchses sogar bessere Bedingungen für die Tierwelt bieten als die bisherigen Hainbuchen. Der Bachlauf wird weniger verschattet und der Bewuchs stabilisiert das Flussbett, was den Abtransport größerer Wassermengen begünstigt. Aus unserer Sicht ist das ein tragfähiger Kompromiss.

Dennoch bestehen Herausforderungen, die wir weiterhin kritisch begleiten:

1. Engstellen an Bahndamm und Brücken

Die geplante Verbreiterung des Bachquerschnitts darf nicht durch Engpässe an den Brücken der Lucas- und Bielertstraße sowie am Bahndamm konterkariert werden. Diese Durchlässe müssen noch einmal überprüft und ggf. angepasst werden, um zukünftige Wassereinstauungen zu vermeiden.

2. Schutz des Naturguts Ophoven

Das stark beschädigte Naturgut Ophoven muss in den Planungen berücksichtigt werden. Ob dessen Schutz mit der Maßnahme an Wiembachallee umfänglich erreicht werden kann, ist aus unserer Sicht zweifelhaft und muss noch einmal geprüft werden.

3. Hochwasserschutz am Oberlauf

Die von der Stadtverwaltung geprüfte Regulierung der Wassermengen am Oberlauf des Wiembachs ist aktuell rechtlich nicht genehmigungsfähig. Sie ist aus unserer Sicht aber weiterhin die umfassendere Lösung. Denn je mehr Wasser frühzeitig aufgefangen werden kann, desto weniger muss in den geregelten Abfluss der Wassermengen investiert werden. Daher sollten Verwaltung und TBL noch einmal alle Rahmenbedingungen prüfen, die eine Umsetzung — auch in Kombination mit anderen Maßnahmen — ermöglichen und uns damit dem Modell einer „Schwammstadt“ näherbringen.

4. Aufklärung und Transparenz

Gemeinsam mit anderen Ratsfraktionen haben wir der Verwaltung aufgegeben, im ersten Halbjahr 2025 eine weitere Informationsveranstaltung durchzuführen, um die Anwohner umfassend über die Planungen zu informieren.

Wir alle müssen uns bewusst machen, dass keine Hochwasserschutzmaßnahme eine absolute Sicherheit gegen Extremereignisse wie 2021 bieten kann. Die geplante Gewässeraufweitung ist auf ein hundertjähriges Hochwasser ausgelegt. Die Flut 2021 überstieg dieses Maß aber bei weitem. Dennoch wäre es fahrlässig, untätig zu bleiben.

Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Unser Positionspapier als PDF findest du hier.

Feuerwehr Nord: Ein „Erweitertes Interim Plus“ als Lösung in der Haushaltskrise?

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN will prüfen lassen, inwieweit der als Interim geplante Standort an der Europa-Allee für eine neue Feuerwache Nord als Dauerlösung in Frage kommen könnte, wenn das vorgesehene Gelände um weitere Flächen südlich und nördlich erweitert würde. Zusätzlich sollten weitere Flächen gekauft oder gemietet werden.

Die GRÜNEN beantragen daher, eine präzise Darstellung unter dem Namen „Erweitertes Interim Plus“ und einen Vergleich der Standorte „Auf den Heunen“ und „Europa-Allee“ mit den wesentlichen Parametern vorzulegen, um einen vollständigen Überblick über die Voraussetzungen der Möglichkeiten zu erhalten.

Angesichts der Haushaltslage fordert die grüne Fraktion außerdem aktuelle und detaillierte Finanzierungspläne und Risikoanalysen für beide Alternativen.

Roswitha Arnold, stellv. Fraktionsvorsitzende und baupolitische Sprecherin, betont: „Das Dezernat Planen und Bauen sowie die Feuerwehr haben uns stets fachlich gut informiert. Mit der beantragten Gegenüberstellung wollen wir auch die grundsätzliche Finanzierung einer neuen Feuerwache Nord – egal, wo sie errichtet wird und wie sie ausgestattet wäre – erhalten. Denn dies ist nach wie vor nicht klar und transparent. Hier erwarten wir Aufklärung durch die Kämmerei.“

Der aktuelle Standort an der Kanalstraße sei nicht mehr haltbar, so die GRÜNEN. Politik, Verwaltung sowie allen Bürger*innen Leverkusens müsse daran gelegen sein, dass die Feuerwehr ihre wichtige Arbeit bestmöglich erfüllen kann.

 „Das Interim in der jetzigen Form kann definitiv keine Dauerlösung sein. Das ist uns in intensiven Gesprächen mit der Feuerwehr klar geworden. Das Interim bringt zwar eine Verbesserung zum alten Standort an der Kanalstraße, genügt aber langfristig nicht“, erläutert Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese. „Gleichzeitig muss Leverkusen sparen. Deswegen haben wir uns damit beschäftigt, inwieweit es eine Alternative geben könnte. Für unseren Vorschlag müssten angrenzende Grundstücke hinzukommen, die im Besitz der neue bahnstadt opladen GmbH sind.“

Da auch dies den Flächenbedarf nicht vollständig decken würde, solle die Verwaltung zusätzliche dezentrale Flächen vorschlagen. Dort könnte alles stattfinden, was nicht zwangsläufig am Hauptstandort passieren muss, zum Beispiel Verwaltungsarbeiten oder Schulungen.

Mit den Stimmen der CDU und SPD wurde der Änderungsantrag im Ausschluss abgelehnt und somit die Chance vertan, eine andere Möglichkeit zumindest prüfen und die Finanzierung darstellen zu lassen. „Daran werden sie sich nun messen lassen müssen“, kommentiert der grüne OB-Kandidat Sven Weiss.

Zum Antrag der CDU: So klappt’s mit der Integration in Leverkusen bestimmt nicht!

Einfach mal einen raushauen ohne Faktencheck – das scheint ebenso wie bei ihrem Kanzlerkandidaten Friedrich Merz auch das Motto der hiesigen CDU Leverkusen. Mit ihrem als „Integrationsprojekt“ und „Sprachförderung“ deklarierten Antrag auf eine Arbeitsverpflichtung von Geflüchteten in Leverkusen zeigt die CDU nur eins: pure Unwissenheit rund um das Thema Migration und Integration.

Am heutigen Tag leben laut Verwaltung etwas über 1.000 Asylbewerberleistungsempfänger*innen in Leverkusen. Hiervon sind rund die Hälfte Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene bis 25 Jahren oder über 65-jährige. Ganz zu schweigen von alleinerziehenden Müttern, Menschen mit langfristigen Erkrankungen oder sonstigen Beeinträchtigungen, die eine Arbeitsaufnahme unmöglich macht. Übrig bleibt: gemessen an rund 170.000 Leverkusener*innen, eine kleine Gruppe an Menschen, die sich größtenteils bereits in Unterstützungsmaßnahmen und Förderangeboten befindet.

„Wir haben uns immer dafür eingesetzt, dass Geflüchtete ab dem ersten Tag in Deutschland arbeiten dürfen. Blockiert wurde dies stets von der CDU“, sagt die grüne Bundestagsabgeordnete Nyke Slawik. Was viele Bürger*innen nämlich nicht wissen: Die meisten Geflüchteten dürfen monate- und jahrelang nicht arbeiten, weil ihnen dies durch das nicht mehr zeitgemäße Aufenthaltsrecht untersagt ist. Das von der Ampel-Regierung verabschiedete Chancenaufenthaltsrecht und die Lockerung der Arbeitsverbote zeigen jedoch, dass Tausende Menschen arbeiten wollen, wenn man sie denn lässt.

Arbeiten will auch der junge Dachdeckerlehrling Sekou Sidibe aus Leverkusen, bei dessen aufenthaltsrechtlicher Situation im vergangenen Jahr die CDU Leverkusen auffällig still war. Auch ihr Antrag auf sofortige Einführung der Bezahlkarte in Leverkusen, der in ähnlicher Form auch von der AfD gestellt wurde, wird selbst seitens der Verwaltung abgelehnt. Dazu der grüne OB-Kandidat Sven Weiss: „Mich wundert, dass der von mir geschätzte Kollege Stefan Hebbel, der sich genau wie ich stetig für eine effizientere Verwaltung einsetzt, hier Anträge einbringt, die am Ende zu mehr Arbeit in der Verwaltung führen, kostspielig und deren Erfolge mehr als fragwürdig sind.“

Denn eins ist klar: Nicht nur Arbeitsmarktforschende lehnen die sogenannten Arbeitsgelegenheiten als nachhaltigen Zugang in den Arbeitsmarkt ab, sondern – die CDU weist in ihrem Antrag selbst darauf hin – es entstehen, wenn man es ernst meint mit der Integration, auch zusätzliche Kosten beispielsweise durch die Begleitung von Sozialarbeitenden oder Übersetzenden. Wenn es der CDU wirklich um die sprachliche Förderung geht, hilft ein Blick in den aktuellen Integrationsbericht. Denn in Leverkusen bestehen bereits über 80 verschiedene (Sprach-) Angebote in Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsträgern und vor allem vielen Ehrenamtlichen.

Die grüne Bundestagsabgeordnete Nyke Slawik und der grüne OB-Kandidat Sven Weiss sehen neben der Änderung der Bundesgesetzgebung aktuell vor allem bei der kommunalen Erteilungspraxis der Ausländerbehörde eine Chance für die Betroffenen. „Wenn das gesetzliche Ermessen hier maximal positiv für die Betroffenen angewandt wird und die Anträge auf Arbeitserlaubnisse absolut priorisiert behandelt werden würden, wäre schon sehr viel gewonnen.“, sind sich beide einig. Denn in Leverkusen fehlt es überall an Arbeits- und Fachkräften – ob Busfahrer*innen, Krankenpfleger*innen, Personal in der Gastronomie oder Hotellerie.

Dienstleistungen 3.0 – digital, serviceorientiert und effizient

Den Wohnsitz digital anmelden: in etlichen Kommunen in Nordrhein-Westfalen geht das bereits, von Aachen bis Münster, von Neuss bis Witten. Deshalb beantragt die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auch für die Stadt Leverkusen die Einführung der digitalen An- und Ummeldung von Wohnsitzen.

Dabei soll die verpflichtende persönliche Vorsprache im Bürgerbüro entfallen, wird aber auf Wunsch natürlich weiter aufrecht erhalten. Ratsherr Christoph Kühl stellt fest: „Die An- und Ummeldung von Wohnsitzen gehört zu den am stärksten nachgefragten Dienstleistungen einer Meldebehörde. Dementsprechend begehrt sind die verfügbaren Termine.“

Das soll durch die elektronische Unterstützung deutlich vereinfacht werden: Bürger*innen müssen keinen Termin mehr buchen und teilweise wochenlang warten, sondern können die Meldung bequem von zuhause aus erledigen. Fraktionsvorsitzende und digitalpolitische Sprecherin Claudia Wiese meint: „Gleichzeitig werden die Mitarbeitenden der Stadt entlastet. Unser Antrag ist damit ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung einer bürger- und serviceorientierten sowie effizienten, digitalisierten Verwaltung.“

Die Umsetzung der Maßnahme soll über das Modellprojekt der Freien- und Hansestadt Hamburg im Rahmen des sogenannten Onlinezugangsgesetzes (OZG).

Frisches GRÜN aus dem Rat

Ratssitzung vom 16. Dezember 2024

Wir fordern eine alternative Lösung für die Parkplätze am Stadion

Am Leverkusener Stadion sollen im Zuge der Baumaßnahmen an der Autobahn keine unnötigen Flächen für 1.730 Parkplätze versiegelt werden. Bayer 04 soll mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) Kontakt aufnehmen und auf eine Ausnahmeregelung dringen. Unsere Begründung: Leverkusen hat mit dem Stadion mitten in der Stadt eine sehr besondere Situation. Die geplante Versiegelung an der Dhünn — noch dazu durch die nötigen Erschließungsstraßen — ist ökologisch nicht vertretbar. Und auch der benachbarte SC Leverkusen würde unter den Parkplatzflächen leiden. Christoph Kühl, mobilitätspolitischer Sprecher: „Wir sind an einer ganzheitlichen Lösung interessiert. Ein Parkhaus wäre immer noch besser als eine großflächige Versiegelung. Es ist wichtig, dass wir noch etwas Zeit haben, damit die nötigen Gespräche geführt werden können. Daher haben wir uns für eine Vertagung ausgesprochen.“ Genauso ist es auch gekommen – der Antrag wurde in den nächsten Turnus vertagt.

Igel schützen: Mähroboter nachts nicht einsetzen

Wir freuen uns, dass unser gemeinsamer Antrag mit der Einzelvertreterin Gisela Kronenberg zum Schutz von Igeln mit breiter Mehrheit im Rat beschlossen wurde. Der nun verabschiedete Antrag sieht eine Regelung für den nächtlichen Einsatz von sogenannten Mährobotern vor. Außerdem soll die Verwaltung durch Öffentlichkeitsarbeit über die Gefahr für die unter besonderem Schutz stehenden Igel informieren und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Mährobotern werben.

Leverkusen bekommt eine „Arbeitgebermarke“

Außerdem sind wir erfreut, dass die Stadt Leverkusen im nächsten Jahr eine so genannte „Arbeitgebermarke“ erhalten wird, um attraktiver für Bewerber*innen zu werden. Den Antrag dazu hatten wir gestellt. Der aktuelle Stand ist im Hauptausschuss im Rahmen des Personalberichts vorgestellt worden. Gleichzeitig mit der „Arbeitgebermarke“ soll im kommenden Jahr ein Karriereportal an den Start gehen. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese: „Wir müssen sicherstellen, dass möglichst viele gute Bewerber*innen auf Leverkusen aufmerksam werden. Wir verknüpfen mit der verbesserten Präsentation auch die Hoffnung, dass die Abläufe noch schneller und effektiver verlaufen, damit geeignete Kandidat*innen nicht im Laufe des Bewerbungsprozesses abspringen.“

Keine Entlastung für OB Richrath, Kritik an den Liquiditätskrediten und Auflösung der task force

Genau wie im Rechnungsprüfungsausschuss haben wir auch im Rat gegen die Entlastung des Oberbürgermeisters im Rahmen des Jahresabschlusses 2023 gestimmt. Der Jahresabschluss der Rechnungsprüfung bestätigt, dass der Verwaltungsspitze bereits im vergangenen Jahr sehr wohl das Risiko für die aktuelle Haushaltslage bekannt war. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese sagte bereits im Rechnungsprüfungsausschuss: „Uns fehlen die Worte. Dieser Bericht klingt wie eine knallharte Abrechnung und zeigt die ganze Verantwortungslosigkeit, mit der diese Stadt geführt wird!“

Die mangelnde Risikoeinschätzung der Verwaltung ist nicht der einzige Kritikpunkt: Laut Jahresabschlussbericht war auch klar, dass es gegebenfalls einen Nachtragsbeschluss zur Haushaltssatzung 2024 geben müsse, allein um den Höchstbetrag der Kredite zur Liquiditätssicherung in Höhe von 800 Millionen Euro sicherstellen zu können. Die Möglichkeit der Erhöhung der Liquiditätskredite wurde dann auch von der Verwaltung als Vorlage in die Ratssitzung eingebracht. Allerdings: Es geht um insgesamt 1,2 Milliarden Euro, die die Stadt potenziell aufnehmen können möchte. Roswitha Arnold, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, wundert sich: „Ich erwarte von einer vorausschauenden Finanzverwaltung, dass Alarmglocken rechtzeitig angehen. Es gibt keinerlei Anzeichen, dass wir mit den 1,2 Milliarden Euro überhaupt auskommen werden. Kein Verfahren, kein Controlling, keine Daten, keine Fakten – das geht so nicht!“

Die SPD hatte beantragt, dass die task force aufgelöst wird. Obwohl die die task force auf unseren Antrag zurückging, konnten wir damit gut leben, denn leider hat das Gremium nicht das gebracht, was wir uns versprochen hatten. Allerdings hatte die SPD weitere Punkte mit dem Aus der task force verknüpft – die meisten davon wie beispielsweise Prüfung von Doppelstrukturen, effizientes Handeln, etc. sollten absolute Verwaltungsstandards sein. Diese Verwunderung haben wir dann auch im Rat kundgetan.

Wir verhindern, dass Wohnen noch teurer wird

Der Grundsteuer-Hebesatz wird in Leverkusen in 2025 nicht erhöht. Wir haben in der geheimen Abstimmung im Rat gegen den Vorschlag der Verwaltung gestimmt, die eine deutliche Erhöhung beschließen wollte. Damit wäre Wohnen in Leverkusen noch teurer geworden, und zwar nicht nur für Hausbesitzer*innen, sondern auch für Mieter*innen.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese: „Mit der Entscheidung haben wir es uns nicht leicht gemacht. Denn natürlich braucht die Stadt angesichts der Haushaltslage Geld. Solange uns aber noch kein schlüssiges Sparkonzept für Leverkusen vorliegt, können wir der Erhöhung des Grundsteuer-Hebesatzes nicht zustimmen.“

Auch dem Vorschlag, die Hebesätze der Grundsteuer B zu differenzieren, wie es die Landesregierung und im Stadtrat die Bürgerliste vorgeschlagen hatten, konnten wir nichts abgewinnen.

Ja zu verkaufsoffenen Sonntagen

Wir haben unsere Position zu den verkaufsoffenen Sonntagen überdacht und unterstützen nun die vier verkaufsoffenen Sonntage im kommenden Jahr. Claudia Wiese, Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin, betont: „Man muss sich auch mal trauen, einen Fehler zuzugeben und zu korrigieren. Uns haben die Einwände der Händlerinnen und Händler und der Werbegemeinschaften überzeugt. Mit unserer Entscheidung möchten wir einen konstruktiven Beitrag zur lokalen Wirtschaftsförderung leisten.“

Gerd verlässt den Stadtrat – Stefan folgt

Für unseren Ratsherrn Gerd Wölwer war es die letzte Stadtratssitzung: Der 70-jährige legt zum Jahresende sein Ratsmandat nach 35 Jahren nieder. Gerd gründete mit anderen 1979 die „Alternative Grüne Liste Leverkusen“, aus der später BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen hervorging. Nicht nur wir danken Gerd für sein außerordentliches Engagement, sondern auch Oberbürgermeister Uwe Richrath schloss die die letzte Stadtratssitzung in diesem Jahr unter großem Applaus und mit äußerst lobenden Worten für ihn ab. Gerd ist gerührt: „Leverkusen ist eine Stadt, für die es sich lohnt, sich einzusetzen. Ich danke allen hier im Rat sehr herzlich!“ Für ihn rückt nun Dr. Stefan Pausch in den Stadtrat nach, der bereits unter anderem in der Bezirksvertretung II als Fraktionsvorsitzender fungiert sowie als Sachkundiger Bürger in diversen Ausschüssen Mitglied ist. Und auch Gerd wird der Lokalpolitik unter anderem als Sachkundiger Bürger im Ausschuss Sportpark Leverkusen auch noch im nächsten Jahr erhalten bleiben.

Bundestagswahl 2025: Nyke Slawik offiziell nominiert

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen hat sich in einer gemeinsamen Kreiswahlversammlung mit dem Ortsverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Köln-Mülheim am heutigen Samstag, 23. November 2024, mit überwältigender Mehrheit für Nyke Slawik MdB als grüne Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Leverkusen – Köln IV für die vorgezogene Bundestagswahl 2025 ausgesprochen und ihr ein entsprechendes positives Votum erteilt.

Nyke Slawik freut sich sehr: „Die GRÜNEN in meinem Wahlkreis haben mich heute erneut zur Direktkandidatin für den Deutschen Bundestag gewählt. Dieses Vertrauen erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, Demut und Kraft für den anstehenden Wahlkampf. Auf dem Spiel steht nichts weniger als unsere Zukunft. Ich möchte mich weiterhin mit aller Kraft für die Menschen in Leverkusen und Köln-Mülheim einsetzen, die Interessen unserer Region in Berlin vertreten und für GRÜNE Inhalte, die Rechte von queeren Menschen, die Verkehrswende und den Klimaschutz kämpfen.“

Bereits im Sommer hatten sich die Leverkusener GRÜNEN für Nyke Slawik als ihre Kandidatin für den 21. Bundestag ausgesprochen.  Das Vorstandsduo Rupy David und Thomas Nagel sagten damals: „Mit Nyke Slawik haben wir eine starke, authentische Frau für Leverkusen, die nicht nur grüne Themen vorantreibt, sondern sie auch aktiv setzt und dabei alle Menschen in dieser Stadt mitdenkt.“

Zur Person:

Nyke Slawik ist Mitglied der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag. Die 30-Jährige ist damit eine der ersten offen lebenden transgeschlechtlichen Frauen in der Bundespolitik. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsausschusses und Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Bekanntheit erlangte Nyke Slawik insbesondere durch ihre Arbeit am Deutschlandticket und zum Selbstbestimmungsgesetz. Die gebürtige Leverkusenerin studierte nach ihrem Abitur an der Marienschule Anglistik und Amerikanistik sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Von 2018 an arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Landtag Nordrhein-Westfalen, bevor sie 2021 über die Landesliste der NRW-GRÜNEN in den 20. Deutschen Bundestag einzog.

„Jetzt kommt die Wahrheit ans Licht“

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat im Rechnungsprüfungsausschuss gegen den Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 und damit auch gegen die Entlastung des Oberbürgermeisters gestimmt – ein bisher einmaliger Vorgang in der Geschichte der grünen Ratsfraktion. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese erläutert: „Wir konnten nicht anders. Das, was sich in dem Bericht nachlesen lässt, ist ein Skandal und gleichzeitig die Bestätigung dessen, was wir die ganze Zeit über vermutet haben. Jetzt kommt die Wahrheit ans Licht.“

Der Jahresabschluss der Rechnungsprüfung bestätigt, dass der Verwaltungsspitze bereits im vergangenen Jahr sehr wohl das Risiko für die aktuelle Haushaltslage bekannt war. Gleichzeitig kritisiert er, dass „man hätte erwarten können, dass […] Gewinnrückgänge von Unternehmen oder nicht realisierte Unternehmensansiedlungen das Gewerbesteueraufkommen gegenüber der Planung erheblich mindern, (deutlicher) kommuniziert wird.

 

Die GRÜNEN hatten genau dies in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder hinterfragt. Die Verwaltung hatte hierzu zuletzt am 27. September 2024 schriftlich behauptet: „Zum Zeitpunkt der Jahressollstellung Anfang Januar 2024 war die Entwicklung der GewSt zwar noch nicht „voll im Soll“, aber die letztendlichen Auswirkungen konnten noch nicht abgesehen werden. Insofern war aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre von einem planmäßigen Verlauf auszugehen.“

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese: „Uns fehlen wirklich die Worte. Dieser Bericht klingt wie eine knallharte Abrechnung und zeigt die ganze Verantwortungslosigkeit, mit der diese Stadt geführt wird!“

Die mangelnde Risikoeinschätzung der Verwaltung ist nicht der einzige Kritikpunkt: Laut dem Jahresabschlussbericht sei auch klar, dass es gegebenfalls einen Nachtragsbeschluss zur Haushaltssatzung 2024 geben müsse, allein um den Höchstbetrag der Kredite zur Liquiditätssicherung in Höhe von 800 Millionen Euro sicherstellen zu können. Genau wie es bereits die grüne Fraktion getan hatte, wird ebenfalls bemängelt, dass ein „zentrales Informations- und Steuerungsinstrument“ fehlt, „um ein zutreffendes und vollständiges Bild über (die) tatsächliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt zu ermitteln“.

Daher erwartet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nun endlich und nach mehrmaliger Aufforderung, dass die Salamitaktik der Stadtspitze zu den möglichen Sparmaßnahmen ein Ende haben müsse. Die GRÜNEN fordern mehr Transparenz und dass schnellstmöglich über die wirklich relevanten Fragen zur Haushaltskonsolidierung gesprochen wird, anstatt im Klein-Klein zu verharren.

Eine Lösung für alle: GRÜNE fordern Parkhaus statt Parkplätzen

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN will verhindern, dass am Leverkusener Stadion im Zuge der Baumaßnahmen an der Autobahn unnötig Flächen für 1.730 Parkplätze versiegelt werden. Stattdessen fordern die GRÜNEN ein Parkhaus. Dafür soll sich die Verwaltung in Gesprächen mit dem Fußballverein stark machen.

Christoph Kühl, Ratsherr und mobilitätspolitischer Sprecher, stellt klar: „Ohne Frage: Wir stehen zum Fußballstandort Leverkusen und zum Verein Bayer 04. Und dennoch ist der geplante Flächenverbrauch unverhältnismäßig — zumal die Parkplätze nur an maximal 30 Spieltagen im Jahr benötigt werden.“

Bayer 04 soll mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) Kontakt aufnehmen und auf eine Ausnahmeregelung dringen. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese erläutert: „Wir haben hier in Leverkusen mit dem Stadion mitten in der Stadt eine sehr besondere Situation. Die geplante Versiegelung an der Dhünn — noch dazu durch die nötigen Erschließungsstraßen — ist ökologisch nicht vertretbar. Und auch der benachbarte SC Leverkusen würde unter den Parkplatzflächen leiden.“

Das sieht auch der grüne OB-Kandidat Sven Weiss so, der sich auf der Mitgliederversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen vor kurzem ebenfalls für ein Parkhaus ausgesprochen hat. Vor allem jedoch fordert er eine konstruktive Lösung für den SC Leverkusen. Genauso wie die umliegenden Schulen nutzt der Fußballverein den städtischen Sportplatz mit Hunderten Kindern aus zahlreichen Nationen. „Die Kinder haben dort ihre wohnortnahe Sportheimat, die sie keinesfalls verlieren dürfen!“

Profitiert Leverkusen von der EU?

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN möchte von der Verwaltung wissen, wie viel Fördermittel Leverkusen aus EU-Programmen erhält und welche Schritte unternommen werden könnten, um zukünftig besser davon zu profitieren.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese erläutert: „Von Digitalisierung über Klimaschutz bis hin zur Sozialpolitik – wir haben vielfältige Aufgaben in Leverkusen. Deshalb sollten nicht nur Einsparungen diskutiert werden. EU-Fördertöpfe sind oft gut gefüllt, aber die Anträge sind aufwändig. Wir wollen wissen, ob Leverkusen besser hier werden könnte.“

Die GRÜNEN sind überzeugt: Alle zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel müssen effizient und nachhaltig eingesetzt werden – gerade aufgrund der Haushaltssperre und des bevorstehenden Haushaltssicherungskonzepts in Leverkusen.

Rekultivierung: bitte richtig!

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat Fragen zu den Rekultivierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der fertig gestellten Gaspipeline.

Laut Verwaltung sind die Arbeiten abgeschlossen. Alle beanspruchten Stellen seien in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt worden.

Allerdings: Am Waldstück in Schlebusch oberhalb von Hummelsheim und unterhalb der Bensberger Straße haben die Grünen bemerkt, dass die Aufforstungen überhaupt nicht anschlagen. Fast alle Setzlinge in den Baumhüllen sind vertrocknet.

Deshalb wollen die GRÜNEN nun in einer Anfrage von der Verwaltung wissen, wann die Rekultivierungsmaßnahmen abgenommen wurden, wie sie kontrolliert werden und ob weitere Maßnahmen geplant beziehungsweise weitere Gebiete betroffen sind.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese: „So eine Rekultivierung muss auch nachgehalten werden. Nur so kann garantiert werden, dass ein annähernd ursprünglicher Zustand wieder erreicht wird.“

Vier verkaufsoffene Sonntage doch genehmigen

Die Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Leverkusen hat ihre Position zu den verkaufsoffenen Sonntagen überdacht.

Entgegen der ursprünglichen Abstimmung im Stadtrat unterstützt die Fraktion nun die Genehmigung von vier verkaufsoffenen Sonntagen im kommenden Jahr.

Claudia Wiese, Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin, betont: „Man muss sich auch mal trauen, einen Fehler zuzugeben und zu korrigieren. Wenn es zu erneuten Abstimmungen in den Gremien kommt, werden wir mehrheitlich mit Ja stimmen.“

Der Neubewertung sei das Ergebnis intensiver Diskussionen. „Uns haben die Einwände der Händlerinnen und Händler und der Werbegemeinschaften überzeugt“, erläutert Claudia Wiese. „Es geht ja lediglich um vier Sonntage im ganzen Jahr — und ob die Geschäfte öffnen, ist ihnen selbst überlassen. Mit unserer Entscheidung möchten wir einen konstruktiven Beitrag zur lokalen Wirtschaftsförderung leisten.“

Leverkusen im Spotlight – aber bitte smart

Wissenschaftlich erwiesen: Zu viel Beleuchtung in der Nacht schadet Menschen und der Natur. Deshalb fordert die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in ihrem Antrag, dass die Stadtverwaltung eine Richtlinie zur Gestaltung von Beleuchtung an Außenflächen erarbeitet. Damit kann die Verwaltung sogar noch richtig sparen und die Umwelt wird geschützt.

Andreas Bokeloh, Ratsherr und umweltpolitischer Sprecher, ist optimistisch: „Viele andere Städte haben es bereits erfolgreich vorgemacht – nun sollte Leverkusen nachziehen. Dabei unterstützen uns auch unsere ansässigen Naturschutzverbände wie BUND, Nabu und Offenland.“

Konkret soll die Richtlinie als unverbindlicher Leitfaden für Gewerbetreibende und private Haushalte dienen, beispielsweise mit Empfehlungen zur Optimierung der Lichtintensität oder der Auswahl von energieeffizienten Leuchtmitteln.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese erläutert: „In Leverkusen besteht dringender Handlungsbedarf bei der Sanierung von öffentlichen Leuchtmitteln. Durch den Einsatz smarter Beleuchtungselemente, wie etwa dimmbarer und temporär abschaltbarer Laternen mit LED-Technik, kann der Lichtverschmutzung effektiv entgegengewirkt und der Stromverbrauch erheblich reduziert warden.”

Die aktive Eindämmung der Lichtverschmutzung spart also Geld und ist gleichzeitig gut für Menschen, Natur und Tiere – damit trägt Leverkusen auch aktiv zum Erhalt einer vitalen Artenvielfalt in der Region bei.

Ein Luftschloss gehört nicht in den Haushalt

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert Akteneinsicht zum Thema Haushaltsloch und Gewerbesteuern.

„Obwohl unsere Anfrage nun beantwortet ist, bleiben etliche Fragen offen,“ erläutert Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese. „Wie hoch waren beispielsweise die etatisierten Gewerbesteuereinnahmen durch die Ansiedlung eines großen Unternehmens, das dann aber doch nicht nach Leverkusen kam? Hat der Kämmerer deutlich zu optimistisch kalkuliert? Ein Luftschloss gehört nicht in den Haushalt.“

Ende September hatten die GRÜNEN einen umfangreichen Fragenkatalog an den Oberbürgermeister adressiert. Sie wollten wissen, wie sich die Verwaltung auf einen möglichen Rückgang bei den Gewerbesteuern vorbereitet hat und wann genau der Kämmerer wusste, dass ein massiver Einbruch drohte. In ihrer Antwort gibt die Verwaltung zu: Eine Risikoanalyse wurde nicht gemacht.

Was nach Meinung der grünen Ratsfraktion ebenfalls verwundern muss: Laut Antwort der Verwaltung war im Herbst/Winter noch nicht vorhersehbar, dass bei den Gewerbesteuerzahlungen der Chemieindustrie große Einbrüche drohten. Doch schon im September 2023 hatten Vertreter der großen Konzerne bei Gesprächen in den Räumen der Wirtschaftsförderung die immense Herausforderung der Lage beklagt.

Roswitha Arnold, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, zur geforderten Akteneinsicht: „Leider müssen wir diesen Schritt nun gehen. Unsere Anfrage zum Haushaltsdefizit wurde viel zu vage beantwortet. Wir brauchen Aufklärung. Nur so kann das Vertrauen zurückgewonnen werden.“

Igel schützen: Mähroboter nachts nicht einsetzen

In Leverkusen sollen Mähroboter nur noch tagsüber eingesetzt werden, um so Igel besser zu schützen. Das fordern die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die Einzelvertreterin Gisela Kronenberg in einem gemeinsamen Antrag.

Igel stehen nach dem Bundesnaturschutzgesetz unter besonderem Schutz. Dennoch gehen ihre Bestände stark zurück. Claudia Wiese, Fraktionsvorsitzende der Grünen, erklärt: „Private Gärten sind wichtige Lebensräume für die bedrohten Tiere. Mit unserem Antrag wollen wir sicherstellen, dass diese Refugien nicht zu tödlichen Fallen werden.“

Das Problem: Bei Kontakt mit Mährobotern flüchten Igel nicht etwa, sondern rollen sich zusammen. So können Mähroboter ihnen gravierende bis tödliche Schnittverletzungen zufügen.

Ratsfrau Gisela Kronenberg betont die Dringlichkeit: „Es ist wichtig, dass wir jetzt aktiv werden. Denn im Frühjahr erwachen die Igel aus dem Winterschlaf. Kurz darauf beginnt die Paarungszeit. Vor allem die kleinen, noch jungen Igel sind durch Mähroboter gefährdet.“

Die Regelung für den Einsatz der Mähroboter soll sich nach den Zeiten richten, in denen Igel nachts und in der Dämmerung aktiv sind. Außerdem wird die Verwaltung aufgefordert, durch Öffentlichkeitsarbeit über die Gefahren für Igel zu informieren und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Mährobotern werben.

„Wir sind zuversichtlich, dass unser Antrag eine breite Unterstützung finden wird,“ betont Gisela Kronenberg abschließend. „Es geht hier um den Schutz einer bedrohten Art und die Bewahrung der städtischen Biodiversität.“

Frisches GRÜN aus dem Rat

Jetzt geht es ans (ein)sparen…

Auf der Tagesordnung des Rats standen die ersten Einsparvorschläge der Verwaltung. So zum Beispiel der Verzicht auf den neuen Verwaltungscampus, die Einstellung von efi (ÖPNV on demand) oder der Tausch des Führerscheins gegen ein Deutschlandticket. Bereits im Vorfeld hatten wir deutliche Kritik geübt – nicht an den Einsparvorschlägen selbst, sondern weil diese einzeln und völlig isoliert daherkommen. Wir fragen uns, wann uns Vorschläge zum Gesamt-Controlling mit verbindlichen Summen für Einsparvorschläge von der Stadtverwaltung vorgelegt werden. „So haben wir uns das nicht vorgestellt. Das, was derzeit von der Verwaltung geliefert wird, bietet keine Entscheidungsgrundlage“, wurde die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Roswitha Arnold bereits im Finanzausschuss deutlich. Und weiter: „Wir als Politik werden dafür genutzt, Fehler der Verwaltung auszubügeln. Die Salamitaktik des Finanzdezernats ist den Problemen nicht angemessen.“ Eigentlich können wir nicht einzelne Sparposten beschließen, ohne einen Überblick zu haben, um die Maßnahmen gegeneinander abzuwägen. „Wir verlangen, dass der Oberbürgermeister und der Kämmerer eine Gesamtstrategie vorlegen!“, forderte unsere Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese. Am Ende wurden die Vorschläge dennoch mehrheitlich beschlossen.

Grundstück für die Kampfsportabteilung des TuS Rheindorf

Mit einem interfraktionellen Antrag unter anderem mit SPD, CDU und FDP, haben wir im Rat beschlossen, ein Grundstück für die Kampfsportabteilung des TuS Rheindorf bereitzustellen. Dadurch wird die Jugend gefördert, die Integration gestärkt und präventiv gehandelt.

Beteiligungsmöglichkeiten sind nun für alle sichtbar

Wir freuen uns, dass die Verwaltung unseren Antrag zur Stärkung der Demokratie prompt umgesetzt hat: Auf der städtischen Homepage werden nun an prominenter Stelle Beteiligungsmöglichkeiten für alle Leverkusener*innen und die Stadtpolitik hervorgehoben und verlinkt. Unsere Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese meint: „Eine Stadt lebt vom Mitmachen. Mitmachen stärkt die Demokratie. Wenn jetzt noch deutlich wird, dass wir alle, die im Rat sitzen, diese Aufgabe ehrenamtlich für unsere Stadt übernehmen, sind wir zufrieden.“ Durch den Antrag wird nun auch deutlich, wer die Kommunalpolitik im Rat der Stadt gestaltet und wie man sich selbst einbringen kann. Auch das System der Kommunalpolitik wird nun mit Verweis auf die Gemeindeordnung erklärt – mit direkter Verlinkung auf das Ratsinformationssystem, damit Bürger*innen sich einfach und schnell einen Überblick über aktuelle Themen machen oder zum Beispiel eine Ratssitzung ansehen können.

Neuer wupsi Betriebshof

Die Beauftragung für die Planung des Neubaus des Betriebshofs der wupsi hat eine intensive Diskussion ausgelöst. Vor allem die CDU hat sich hier komplett verrannt und den Blick für die Entscheidung eines zukunftsfähigen emissionsfreien ÖPNV in Leverkusen verloren. Leider nicht die einzige Irrfahrt der CDU: Bereits bei ihrem Antrag zum „Bürokratieabbau“ für Vereine, hatten sie in ihrer Pressemitteilung behauptet, dass wir uns dagegen ausgesprochen und den Antrag abgelehnt hätten. Eine glatte Falschaussage! Denn die Verwaltung hatte sehr ausführlich dargestellt, was bereits alles zur Stärkung des Vereinswesens getan wird, weshalb wir uns dem lediglich angeschlossen haben.

Dass der Start der Planungsphase mehrheitlich nun nicht beschlossen wurde, ist aus unserer Sicht ein Skandal und eine klare Fehleinschätzung des Stadtrates, der hier die Zukunft der wupsi, der Infrastruktur und damit auch den ÖPNV unserer Stadt aufs Spiel setzt. Denn: Die Erweiterung des Betriebshofes wird dringend benötigt. Schon seit Jahren platzt die wupsi aus allen Nähten. Auch die ausgerechnet von der Klimaliste hinterfragte Umstellung auf Elektrobusse macht uns fassungslos, denn die wupsi ist durch EU-Vorgaben verpflichtet, auf emissionsfreie Antriebe umzustellen. Wenn die Wupsi nicht umstellen kann, fahren zukünftig auch keine Busse mehr durch unsere Stadt. Deshalb bleiben wir an dem Thema definitiv dran.

Jetzt sind Beteiligungsmöglichkeiten für alle sichtbar

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN freut sich, dass die Verwaltung den grünen Antrag zur Stärkung der Demokratie prompt umgesetzt hat: Auf der städtischen Homepage werden nun an prominenter Stelle Beteiligungsmöglichkeiten für alle Leverkusener*innen und die Stadtpolitik hervorgehoben und verlinkt.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese meint: „Eine Stadt lebt vom Mitmachen. Mitmachen stärkt die Demokratie. Wenn jetzt noch deutlich wird, dass wir alle, die im Rat sitzen, diese Aufgabe ehrenamtlich für unsere Stadt übernehmen, sind wir zufrieden.“

Durch den Antrag der GRÜNEN wird nun auch deutlich, wer die Kommunalpolitik im Rat der Stadt gestaltet und wie man sich selbst einbringen kann. Auch das System der Kommunalpolitik wird nun mit Verweis auf die Gemeindeordnung erklärt – mit direkter Verlinkung auf das Ratsinformationssystem, damit Bürger*innen sich einfach und schnell einen Überblick über aktuelle Themen machen oder zum Beispiel eine Ratssitzung ansehen können.

Stellenausschreibung Social Media („Mini-Job“)

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Leverkusen sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Mitarbeiter*in für den Bereich Social Media (w/m/d) für eine Tätigkeit von durchschnittlich 6 Stunden/Woche.

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Leverkusen mit aktuell über 170 Mitgliedern hat Großes vor: Hierfür brauchen wir weitere Unterstützung in unserer Geschäftsstelle im Stadtteil Schlebusch. Im sogenannten „Treibhaus“ befinden sich darüber hinaus auch die Geschäftsstelle der Fraktion sowie das Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Nyke Slawik MdB.

Die Tätigkeit als Mitarbeiter*in Social Media umfasst folgende Aufgaben:

  • Mitarbeit bei der Planung (z.B. Redaktionsplänen), Koordination und inhaltlichen Vorbereitung von Social Media Beiträgen
  • Technische Umsetzung und eigenständige Erstellung von Bild- und Video-Content
  • Unterstützung bei der Entwicklung von Inhalten, neuen Formaten und Ideen
  • Situative Teilnahme an Veranstaltungen und Begleitung zu Terminen
  • sowie – je nach Qualifikation – auch die Übernahme von weiteren Aufgaben wie beispielsweise die Unterstützung bei der sonstigen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Dein Profil:

  • Du hast Erfahrung mit gängigen Foto-/Videobearbeitungsprogrammen, bist mit den Social Media-Tools bestens vertraut und verfügst über technisches Know-how
  • Als Kommunikationstalent hast Du ein sicheres Gespür für den richtigen Ton auf Instagram, Facebook und Co.
  • Organisationstalent, Teamplayer*in, flexibel und selbstständig
  • Affinität zu grünen Positionen und idealerweise Grundkenntnisse der Strukturen vonBÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Bereitschaft, sich schnell in die Abläufe einzuarbeiten und ggf. auch am Wochenendeund/oder abends zu arbeitenWir bieten dir:
  • einen motivierten und ehrenamtlichen Vorstand, der als Team arbeitet und den du angeleitet von der Kreisgeschäftsführung unterstützt
  • Wertschätzung und einen zunächst auf ein Jahr befristeten Zuverdienst (sogenannter „Mini-Job“ auf 538,- Euro Basis) bei durchschnittlich 6 Stunden pro Woche und einer Entlohnung von ca. 20 € pro Stunde (abhängig von der Qualifikation)
  • Flexibilität bei der Entscheidung, wann du arbeitest (ggf. abhängig von Fristen) und die Möglichkeit meistens von zuhause zu arbeiten

Wir bitten um die kurzfristige Übersendung deiner Bewerbung bis 16.10.2024 per Mail an kreisverband@gruene-lev.de

Wir streben eine angemessene Stellenverteilung zwischen den Geschlechtern an, Bewerbungen von Frauen und nicht-binären Personen sind daher besonders erwünscht. Zudem möchten wir insbesondere Menschen mit Migrationsgeschichte und/oder Rassismuserfahrung, sowie Menschen mit Behinderung einladen, sich zu bewerben.

Für Fragen zu dieser Stellenausschreibung kannst du dich gern an die Kreisgeschäftsstelle (Mail: kreisverband@gruene-lev.de, Telefon: 0214-50 33 00) wenden.

Hier findet sich die vollständige Stellenausschreibung in Form einer PDF.

Wo bleibt die Haushaltsstrategie?

Nach der Sitzung des Finanzausschusses fragt sich die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, wann eine Vorlage zum Gesamt-Controlling mit verbindlichen Summen für Einsparungsvorschläge von der Stadtverwaltung kommen wird. „So haben wir uns das nicht vorgestellt. Das, was derzeit von der Verwaltung geliefert wird, bietet keine Entscheidungsgrundlage“, wurde die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Roswitha Arnold deutlich. Und weiter: „Wir als Politik werden dafür genutzt, Fehler der Verwaltung auszubügeln. Die Salamitaktik des Finanzdezernats ist den Problemen nicht angemessen.“

Die Haltung der GRÜNEN lautet: Die Politik kann nicht einzelne Sparposten beschließen, ohne einen Überblick zu haben, um die Maßnahmen gegeneinander abzuwägen. Die Fachbereiche der Verwaltung haben inzwischen intern Prioritätenlisten vorgelegt. Es ist aber völlig unklar, wo der „cut“ gemacht werden soll. Die GRÜNEN fordern eine Liste aller kommunalen freiwilligen Leistungen und pflichtigen Ermessensleistungen als Entscheidungsgrundlage.

Deshalb haben die grünen Mitglieder des Finanzausschusses ihre Zustimmung zu den ersten von der Verwaltung eingebrachten Einsparvorschlägen auch nur widerwillig zugestimmt. „Ja, Kleinvieh macht auch Mist, aber bevor wir womöglich über Mist abstimmen, hätten wir gern einmal einen Gesamtüberblick. Wir stehen zu unserem Antrag einer task force, aber wir verlangen auch, dass der Oberbürgermeister und der Kämmerer eine Gesamtstrategie vorlegen!“, fordert Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese.

Bereits vor dem Finanzausschuss hatte die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einen umfangreichen Fragenkatalog an den Oberbürgermeister gesendet. Die Vermutung: Obwohl die Zeichen am Horizont längst erkennbar waren, wurde die Haushaltssperre nicht vorbereitet. Die Anfrage blieb bis dato unbeantwortet.

Nachruf Peter Ippolito

Mit großer Betroffenheit haben wir erfahren, dass unser ehemaliges Partei- und Fraktionsmitglied Peter Ippolito viel zu früh und unerwartet gestorben ist (das Foto zeigt ihn bei den Bündnisverhandlungen mit der SPD 1984).

Als Vorsitzender vertrat er von 1984 bis 1989 unsere Fraktion gegenüber dem Stadtrat und der Öffentlichkeit; inhaltlich und fachlich galt sein Engagement der kommunalen Finanzpolitik und der Stadtentwicklung. Ebenfalls war er lange Zeit bei verschiedenen Parteigremien auf Landesebene aktiv.

Stets kämpferisch für grüne Überzeugungen, präzise in der Sache und fair im Umgang, hat Peter Ippolito mit seiner großen politischen Leidenschaft das Profil in den frühen Jahren von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Leverkusen entscheidend mitgeprägt. Mit seiner offenen und kommunikativen Art sorgte er dafür, dass unsere Fraktion in der Öffentlichkeit sicht- und hörbar wurde.

Auch als er im Jahr 1989 zur SPD wechselte, blieb Peter Ippolito ein geschätzter Kollege im Rat, dessen Leistungen für die Stadt Leverkusen wir in hohem Maße anerkennen.

Partei und Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Leverkusen verdient die Wahrheit

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erwartet zum kommenden Finanzausschuss von der Stadtspitze und dem Kämmerer weitere Erklärungen zum Haushaltsloch.

Stefan Baake, Ratsherr und finanzpolitischer Sprecher, meint: „Nach wie vor ist der Öffentlichkeit nicht klar, wie es zu einem so hohen, angeblich unerwarteten Haushaltsdefizit in Höhe von 275 Millionen Euro kommen konnte, vor allem weil solche Entwicklungen eigentlich langfristig in verschiedenen Szenarien prognostizierbar sind.“

In einer Anfrage an den Oberbürgermeister wollen die GRÜNEN wissen, wie sich die Verwaltung bereits im letzten Jahr auf einen möglichen Gewerbesteuereinbruch vorbereitet hat und wann genau der Kämmerer wusste, dass bei den Gewerbesteuereinnahmen ein massiver Einbruch droht.

Weiterhin stellt die Fraktion unter anderem die Frage, ob eine Risikoanalyse gemacht worden ist und ob es eine systematische verwaltungsinterne Aufgabenkritik als strategisches Instrument zur strukturellen Optimierung der Prozesse sowie zur Steigerung der Effizienz und der Transparenz gibt.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese hatte bereits im letzten Rat die Frage aufgeworfen, ob bei der Gewerbesteuereinnahme mit einer wahrscheinlichen Ansiedlung eines Unternehmens kalkuliert wurde, zu der es dann aber nicht kam. Claudia Wiese dazu: „Die Frage ist bis jetzt unbeantwortet. Aber nur mit einer ehrlichen Aufarbeitung können wir voranschreiten und es zukünftig besser machen. Leverkusen verdient die Wahrheit – dafür braucht es eine transparente und für alle nachvollziehbare Erklärung.“

Geht doch! Sekou bekommt eine Duldung!

Auch wenn es lange genug gedauert hat: Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßt die Entscheidung des Oberbürgermeisters und der Verwaltung, dem jungen Dachdeckerazubi Sekou eine Perspektive zu geben.

David Dettinger, integrationspolitischer Sprecher und Ratsherr: „Ich freue mich sehr für Sekou. Noch besser wäre allerdings ein grundsätzliches Überdenken der Erteilungspraxis der hiesigen Ausländerbehörde für alle Menschen in einer ähnlichen Lage wie Sekou. Man hätte Sekou auch gleich eine Duldung ausstellen können. Rechtlich wäre das möglich gewesen.“ Zum Beispiel mit einer sogenannten Ermessensduldung.

Auf Anfrage der GRÜNEN hatte die Ausländerbehörde Leverkusen zugegeben, dass ihre selbst ausgestellten Bescheinigungen nicht im Aufenthaltsgesetz verankert sind. Jetzt hat die Härtefallkommission des Landes NRW in diesem Einzelfall positiv entschieden. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese: „Ich bin froh, dass die Ausländerbehörde und der Oberbürgermeister ein Einsehen hatte – warum es dazu immer erst höhere Instanzen bedarf, ist mir allerdings unerklärlich.“ Die Stadtverwaltung hatte ihre selbst ausgestellten Bescheinigungen – nicht nur im Fall Sekou, sondern auch bei 51 anderen Personen und obwohl rechtsunwirksam – als legitim gerechtfertigt. Der ehemalige Fachreferent für Migration der Landeshauptstadt Düsseldorf und jetzige grüne OB-Kandidat, Sven Weiss, sagt: „Die ausgestellten Bescheinigungen sind keine Aufenthaltsbescheinigungen. Im Gegenteil: Sie sind de facto nichts. Es ist lediglich ein Papier, welches Personalien dokumentiert.“

Die GRÜNE Fraktion freut sich sehr für Sekou, wünscht ihm alles Gute und hofft, dass dieser Fall zeigt: Genau hinschauen hilft. Und das sollte der Oberbürgermeister nicht nur im Fall Sekou.

Ausländerbehörde gibt Fantasiebescheinigung zu

Nachdem die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen den Oberbürgermeister vor neun Tagen nach den fragwürdigenden Bescheinigungen der Ausländerbehörde fragte, ist nun klar: „Es ist richtig, dass die von der hiesigen Ausländerbehörde ausgestellten Bescheinigungen […] keinen Anknüpfungspunkt im AufenthG haben.“ Dies geht aus der veröffentlichten Stellungnahme der Stadtverwaltung hervor.

Insgesamt 52 Personen haben in den letzten rund 1,5 Jahren solche Bescheinigungen erhalten. Auch der Dachdeckerlehrling Sekou Sidibe, dessen Fall aktuell Leverkusen bewegt, erhält diese wöchentlich. David Dettinger, integrationspolitischer Sprecher und Ratsherr, ist höchst erstaunt: „Damit liegt die Anzahl leider noch höher als wir vermutet haben.“ Die Stadt Leverkusen sieht die Erteilung ihrer selbstgemachten Bescheinigungen durch die Bezirksregierung Köln und gerichtliche Entscheidungen bestätigt. Allerdings wird sie laut eigener Aussage nur darin bestätigt, dass „keine Duldungsgründe (mehr) vorliegen“, nicht jedoch, dass ihre Fantasiebescheinigungen aufenthaltsrechtlich korrekt sind. Denn es könnte auch jemand mit einer Duldung abgeschoben werden.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese fordert: „Hier muss jetzt rechtliche Klarheit her und zwar im positiven Sinne für die Betroffenen. Es kann nicht sein — und das versteht auch kein Bürger — dass hier in Leverkusen Bescheinigungen ausgestellt werden, die es laut Gesetz gar nicht gibt.“

Auch der grüne Oberbürgermeisterkandidat Sven Weiss, der vergangene Woche selbst mit Sekou Sidibe vor dem Rathaus war und die Bescheinigungen gesehen hat, sieht hier nach wie vor dringenden Handlungsbedarf – „denn manche Fälle und Erteilungspraxen in der Leverkusener Stadtverwaltung“, so Sven Weiss, „müssen zur Chefsache gemacht werden“.

Fragwürdige Bescheinigungen der Ausländerbehörde?

Der Fall von Sekou Sidibe, dem jungen Dachdecker-Auszubildenden aus Guinea, der seit sechs Jahren in Deutschland lebt und nun abgeschoben werden soll, bewegt aktuell die Herzen der Leverkusener Bürger*innen. Genau wie anderen Geflüchteten wurde ihm von der Ausländerbehörde der Stadt Leverkusen eine – zumindest erst einmal – fragwürdige Bescheinigung ausgestellt. Deshalb möchte die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom Oberbürgermeister wissen, warum und auf welcher rechtlichen Grundlage den Betroffenen eine solche Bescheinigung erteilt wird.

David Dettinger, Ratsherr und integrationspolitischer Sprecher, betont: „Eine solche Bescheinigung sieht das Aufenthaltsgesetz nicht vor. Unseres Wissen nach arbeiten andere Ausländerbehörden damit nicht.“

Die GRÜNEN wollen auch wissen, wie viele dieser Bescheinigungen auch an andere Menschen bis dato ausgestellt wurden und warum den Betroffenen keine Duldungen ausgestellt werden, mit denen sie beispielsweise zumindest (weiter) arbeiten könnten. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese fordert: „Aufgrund der Aktualität des Themas, für den Fall Sekou Sidibe, aber auch für alle anderen, möge uns die Ausländerbehörde bitte kurzfristig ihre Erteilungspraxiserläutern.“

Auch der frisch nominierte grüne OB-Kandidat Sven Weiss ist in seiner Bewerbungsrede bereits auf das Thema Migration und die Wichtigkeit einer differenzierten Betrachtung unterschiedlicher Fälle eingegangen und fordert eine andere Priorisierung.

Sven Weiss offiziell zum grünen OB-Kandidat nominiert

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen hat sich in seiner Mitgliederversammlung am heutigen Sonntag, 08. September 2024, mit überwältigender Mehrheit für ihren Kreis- und Fraktionsgeschäftsführer Sven Weiss als grünen OB-Kandidaten für die Kommunalwahl 2025 ausgesprochen und ihn entsprechend nominiert. Sven Weiss freut sich sehr: „Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen und werde jetzt nicht nur machen, was zählt, sondern auch machen, was notwendig ist. Für ein liebenswertes Leverkusen!“

Bereits bei der Mitgliederversammlung im Juni dieses Jahres hatte der Vorstand den 37-jährigen Weiss als Kandidaten vorgeschlagen. „Es mag einige überraschen, aber Sven Weiss bringt vieles von dem mit, was wir uns von einem grünen Oberbürgermeisterkandidaten wünschen: Vielfalt, Ehrgeiz und Innovation sowie Nahbarkeit, Erfahrung und Dynamik.“, erläuterte Vorstandssprecher Thomas Nagel damals die Entscheidung.

„Jetzt heißt es: Gestaltung durch kluge Verwaltung. Menschen brauchen Sicherheit – in allen Lebenslagen – aber vor allem eine Stadtspitze, auf die sie sich wirklich verlassen können“, sagt der frisch nominierte OB-Kandidat. Dies ist in seiner Bewerbungsrede deutlich geworden: Dabei ist er vor allem auf die aktuelle Haushaltslage der Stadt Leverkusen eingegangen, skizzierte mögliche Lösungswege und -vorschläge und will Vertrauen für Bürger*innen und Politik zurückbringen. Dabei profitiert Sven Weiss vor allem von den letzten Jahren: Mit Ausbruch des Angriffskrieges auf die Ukraine leitete er für die Landeshauptstadt Düsseldorf den städtischen Führungsstab Ukraine, wo er mit Hunderten Mitarbeitenden nicht nur Tausende Menschen binnen kürzester Zeit menschenwürdig unterbrachte, sondern beispielsweise auch notwendige Formalia entbürokratisierte und digitalisierte.

Bevor der gelernte Medienkaufmann, der über zehn Jahre bei internationalen Medienunternehmen tätig war, hauptamtlich zu den GRÜNEN Leverkusen wechselte, hatte er die Funktion der stellvertretenden Büroleitung und des Fachreferenten für Migration und Integration im Dezernat für Kultur und Integration der Landeshauptstadt Düsseldorf inne.

Vorstandssprecherin Rupy David ist sehr zufrieden: „Sven Weiss hat heute bewiesen, dass er absolut geeignet ist für das Amt des Oberbürgermeisters. Seine Erfahrung gepaart mit seinem Geist für Innovationen und Ideen, seinem vernetzten Denken von Wirtschaft und Verwaltung, kann Leverkusen – vor allem in der aktuellen Situation – nur nach vorne bringen. Dabei ist er immer authentisch, denkt grün und ist eine Person, die alle Menschen in dieser Stadt inkludiert. Vor allem jene, die sonst kaum eine Stimme haben. Und genau das ist uns wichtig. Das unterscheidet uns von anderen.“

Auch Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese unterstützte von Beginn an den Vorschlag des Vorstands: „Ich bin überzeugt, dass Sven Weiss für uns genau der richtige Kandidat ist. Leverkusen darf gespannt sein!“

Die GRÜNEN werden nun weiter am Kommunalwahlprogramm sowie an Kernforderungen für den Kommunalwahlkampf 2025 arbeiten und diese aller Voraussicht nach im ersten Quartal des kommenden Jahres allen Bürger*innen Leverkusens in einer Veranstaltung vorstellen.

task force: Auftakt der Gespräche zur Haushaltssituation

Wir freuen uns, dass der Rat der Stadt unserer Idee der task force gefolgt ist und dieses Gremium nun zum ersten Mal getagt hat. Eine vertrauensvolle Atmosphäre zwischen Politik und Verwaltung ist die Voraussetzung für die Bewältigung der großen Herausforderungen, vor denen die Stadt steht.

Wir gehen davon aus, dass auch bei weiteren Sitzungen der gesamte Verwaltungsvorstand inklusive Oberbürgermeister und die finanzpolitischen Sprecher*innen der Fraktionen bzw. eine Vertretung zusammenkommen werden. In diesem Rahmen können die unterschiedlichen Sichtweisen ausgetauscht werden. Entscheiden wird letztendlich der Rat, denn nur so kann es zu einem für die Bürger*innenschaft transparenten und nachvollziehbaren Verfahren kommen.

Stefan Baake, finanzpolitische Sprecher der grünen Ratsfraktion, betont: „Die Aufgabe ist immens, denn es darf nicht bei der Diskussion um einzelne, eher kleineren Sparposten bleiben. Der Oberbürgermeister und der Kämmerer sind gefordert, der Politik nun ein Konzept vorlegen, das über mehrere Jahre hinweg die Finanzen der Stadt Leverkusen konsolidiert.“

Der Haushaltsentwurf 2025 wird laut Kämmerer Anfang nächsten Jahres eingebracht werden. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese ergänzt: „Angesicht des Haushaltslochs von hunderten Millionen Euro wird in Zukunft den Haushaltsberatungen eine noch größere Bedeutung zukommen. Die Verwaltung muss gut kommunizieren, welche Aufgaben ohnehin verpflichtend sind und wo es überhaupt noch Spielraum gibt. Auf dieser Basis können wir als Politik dann entscheiden.“

Frisches GRÜN aus dem Rat

Eigentlich ist die erste Ratssitzung nach der Sommerpause eine Routinesitzung, bei der hauptsächlich die Jahresabschlüsse der städtischen Tochtergesellschaften zur Kenntnis bzw. abgestimmt werden.

Aufgrund der in der Sommerpause – nicht nur für uns – völlig unerwarteten verhängten Haushaltssperre, war nahezu nichts so, wie es geplant war. Was bedeutet Haushaltssperre? Die Verwaltung kann aktuell nur Geld für kommunale Pflichtausgaben und bereits bestehende Verbindlichkeiten ausgeben, nicht jedoch für neue, „nice to have“ Dinge.

Nichts so, wie es sein sollte

Als erste im Rat vertretende Fraktion haben wir noch in der Sommerpause einen Antrag eingebracht, der zum einen Aufklärung bringen soll:

Die Verwaltung soll umfassend darlegen, wie es zur Haushaltssperre kommen konnte. Denn es geht auch um die Frage, wer wann was gewusst hat. Offenbar haben sowohl Oberbürgermeister Richrath als auch Kämmerer Molitor damit gerechnet, dass eine große Firmen-Ansiedlung kommt, und die entsprechenden  Gewerbesteuern bereits in den laufenden Haushalt eingeplant. So wurde es der Politik im Finanzausschuss vermittelt. Unsere Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese hat es auf den Punkt gebracht: „Jeder Privatmensch weiß doch: Man muss seine Finanzen im Blick halten. Das gilt erst recht für eine städtische Verwaltung. Das Finanzcontrolling war hier wohl nicht ausreichend. So kann ein Haushalt, so kann eine Stadt nicht geführt werden.“

Zum anderen muss dringend verhindert werden, dass sich ein solches Missmanagement wiederholt, weshalb wir ebenfalls die Einrichtung einer sogenannte task force für die weiteren Haushaltsplanungen mit Vertreter*innen der Politik und der Verwaltung gefordert haben. In diesem Gremium sollen notwendige Schritte besprochen werden, damit sich für Leverkusen in den kommenden Jahren eine finanzielle Perspektive ergibt. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese sagte im Rat: „Auch eine Woche nach dem Finanzausschuss hält die Schockwirkung zur aktuellen Haushaltslage an. Es geht hier auch um Vertrauen. Wir müssen als Politik zukünftig schneller und besser informiert werden.“

Ausweitung der Stadtteilentwicklungsgesellschaft Wiesdorf Manfort (SWM)

Gemeinsam mit unter anderem SPD und CDU haben wir einen Antrag eingebracht, der die Erweiterung der SWM auf weitere Projekte und damit die ganze Stadt vorsieht. Die Hoffnung: Bauprojekte sollen schneller in einer privaten Gesellschaft als im Öffentlichen Dienst realisieren zu können. Die jüngsten Entwicklungen im städtischen Haushalt führten jedoch auch dazu, dass wir uns entgegen der ursprünglichen Absicht bei dem interfraktionellen Antrag zur Erweiterung der SWM im Rat enthalten haben. „Bevor nicht hinreichend geklärt ist, welche finanziellen Auswirkungen und Konsequenzen eine Erweiterung der SWM hat, konnten wir nicht guten Gewissens zustimmen.“, erläutert Wiese. Der Antrag wurde jedoch trotzdem positiv beschieden. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Politik hiermit einen Gefallen getan hat.

Lust?

Du siehst, es ist und bleibt spannend und meistens kommt es anders als man denkt. Wenn du einmal Lust hast, bei einer unserer Fraktionssitzungen dabei zu sein, dann wende dich an fraktion@gruene-lev.de.

Die task force zum Haushalt kommt!

Der Rat der Stadt Leverkusen hat in seiner Sitzung am Montag, den 26. August 2024, dem Antrag der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Einrichtung einer task force für die weiteren Haushaltsplanungen mit Vertreter*innen der Politik und der Verwaltung mit großer Mehrheit zugestimmt.

In diesem Gremium sollen notwendige Schritte besprochen werden, damit sich für Leverkusen in den kommenden Jahren eine finanzielle Perspektive ergibt. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese sagte im Rat: „Auch eine Woche nach dem Finanzausschuss hält die Schockwirkung zur aktuellen Haushaltslage an. Es geht hier auch um Vertrauen. Wir müssen als Politik zukünftig schneller und besser informiert werden.“

Ebenfalls fordern die GRÜNEN in dem Antrag, dass die Verwaltung umfassend darlegt, wie es zur Haushaltssperre kommen konnte. Denn es geht auch um die Frage, wer wann was gewusst hat. Offenbar haben sowohl Oberbürgermeister Richrath als auch Kämmerer Molitor damit gerechnet, dass eine große Ansiedlung kommt und dies bereits in den laufenden Haushalt eingeplant. So wurde es der Politik im Finanzausschuss vermittelt. Claudia Wiese: „Jeder Privatmensch weiß doch: Man muss seine Finanzen im Blick halten. Das gilt erst recht für eine städtische Verwaltung. Das Finanzcontrolling war hier wohl nicht ausreichend. So kann ein Haushalt, so kann eine Stadt nicht geführt werden.“

Die jüngsten Entwicklungen im städtischen Haushalt führten auch dazu, dass sich die grüne Fraktion entgegen ihrer ursprünglichen Absicht bei dem interfraktionellen Antrag zur Erweiterung der SWM im Rat enthalten hat. „Bevor nicht hinreichend geklärt ist, welche finanziellen Auswirkungen und Konsequenzen eine Erweiterung der SWM hat, konnten wir nicht guten Gewissens zustimmen.“, erläutert Wiese.

Jetzt muss eine gemeinsame task force ran!

Aufgrund der erlassenen Haushaltssperre der Stadt Leverkusen, möchte die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wissen, wie es dazu kommen konnte und beantragt eine umfangreiche Darstellung sowie die Einrichtung einer task force mit Vertreter*innen der Politik im Rat der Stadt Leverkusen zur Vermeidung eines Haushaltssicherungskonzepts im kommenden Jahr.

Stefan Baake, Ratsherr und finanzpolitischer Sprecher der GRÜNEN, fragt sich: „In der Verfügung zur Haushaltssperre wird lediglich dargelegt, dass sich „zwischenzeitlich die Haushaltslage drastisch verschlechtert“ und „der aktuelle Gewerbesteuer-Ansatz 2024 von 385 Mio. € stark verfehlt“ werde. Was das genau bedeutet, bleibt offen.“

Offen bleibt auch, wie sichergestellt werden kann, dass die Stadt Leverkusen nicht Gefahr läuft, im Jahr 2025 und den darauffolgenden Jahren in ein Haushaltssicherungskonzept zu geraten. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese fordert: „Jetzt muss eine gemeinsame task force mit der Politik ran, die kurzfristig und unmittelbar, aber auch transparent und für alle nachvollziehbar, notwendige Schritte überlegt, die dann entsprechend zeitnah umgesetzt werden.“

Die beiden Sprecher*innen Rupy David und Thomas Nagel vom Vorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen unterstützen ihre Fraktion: „Solche Entwicklungen wie jetzt, sind eigentlich langfristig in verschiedenen Szenarien prognostizierbar. Daher braucht es jetzt nicht nur Aufklärung, sondern im Sinne unserer Stadt auch eine belastbare Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Das geht nur, wenn Politik entsprechend einbezogen wird.“

Briefkastenfirmen in Leverkusen

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN möchte von der Verwaltung wissen, was sie gegen mögliche Briefkastenfirmen in Leverkusen unternimmt. Hintergrund der Anfrage an den Leverkusener Oberbürgermeister ist eine Razzia Ende Mai in Monheim. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, geht es in unserer Nachbarkommune um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe.

Stefan Baake, Ratsherr und finanzpolitischer Sprecher der GRÜNEN, erklärt: „Im Internet gibt es regelrechte Werbeanzeigen für die Gründung von Briefkastenfirmen, sogar in Kleinanzeigenportalen. Diese Art von Steuerbetrug ist höchst verwerflich und kann nicht hingenommen werden.“ Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese ergänzt: „Wir stehen hinter dem Vorhaben der schwarz-grünen Koalition NRW, dass die tatsächlichen Standorte von Betrieben gesucht werden sollten, damit die Betriebe dort ihre Steuern zahlen.“

Die vollständige Anfrage in Form einer PDF-Datei findet sich hier.

Beteiligungsmöglichkeiten sichtbar machen

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN freut sich über den Relaunch der Homepage der Stadt Leverkusen und befürwortet den Ansatz der klaren Nutzer*innenführung zu den digitalen Dienstleistungen der Verwaltung.

Eine Stadt lebt jedoch auch vom Mitmachen. Mitmachen stärkt die Demokratie. Allerdings wissen viele Menschen nicht, wie sie sich zum Beispiel in der Kommunalpolitik engagieren können und welche Beteiligungsmöglichkeiten es gibt.

Deshalb fordert die grüne Ratsfraktion, dass auf der neuen Website an prominenter Stelle auf der Startseite Beteiligungsmöglichkeiten für alle Leverkusener*innen und die Leverkusener Stadtpolitik hervorgehoben sowie bedienungsfreundlich verlinkt werden.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese meint: „Die Homepage der Stadt soll auch dazu genutzt werden, für das bürgerschaftliche und kommunalpolitische Engagement zu werben und zum Mitmachen zu motivieren.“ Dazu sollen Nutzer*innen mit möglichst mit einem Klick einen Überblick über aktuelle Beteiligungsformate erhalten. Sie sollen erfahren, wer die Kommunalpolitik im Rat der Stadt gestaltet und wie man sich selbst einbringen kann.

Roswitha Arnold, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, findet: „Aus das System der Kommunalpolitik muss in wenigen Sätzen erklärt werden, damit der Zugang möglichst niederschwellig ist.“ Zudem, so die GRÜNEN, soll auf das Ratsinformationssystem verlinkt werden, damit Bürger*innen sich einfach und schnell einen Überblick über aktuelle Themen machen oder zum Beispiel eine Ratssitzung ansehen können.

Kein Leverkusen-Mitte 2.0 – für einen barrierefreien Bahnhof Manfort

Seit Monaten verschiebt sich die Aufzugsinstallation am Bahnhof Leverkusen-Mitte. Neues Datum: nun Dezember 2024. Für die Betroffenen ist dies mehr als eine Zumutung.

Christoph Kühl, Ratsherr und mobilitätspolitischer Sprecher der GRÜNEN, ist entsetzt: „Für eine Stadt wie Leverkusen ist das ein Skandal. Wir erwarten von der Deutschen Bahn jetzt endlich schnelle, innovative und pragmatische Lösungen und von der Stadtspitze den nötigen Druck auf die Verantwortlichen in Berlin!“

Dabei ist der Bahnhof in Wiesdorf nicht der einzige nicht-barrierefreie Bahnhof in Leverkusen. Auch der Bahnhof Manfort befindet sich in einem für Fahrgäste nicht akzeptablen Zustand. Manfort ist der einzig verbliebene Haltepunkt im Stadtgebiert, der noch nicht über ebenerdige Bahnsteige verfügt.

Damit sich die Pannenserie von Leverkusen-Mitte nicht in Manfort wiederholt, möchte die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom Oberbürgermeister wissen, welche Maßnahmen die Stadt für den Bahnhof plant und wie mit den Beteiligten, der go.Rheinland und der Deutschen Bahn, verhandelt werden.

Denn auch in Manfort ist es schon jetzt fünf nach zwölf: Bereits vor einigen Jahren wurde in die Gremien der Nahverkehr Rheinland (NVR), der heutigen „go.Rheinland“ beschlossen, den Bahnhof im Rahmen der Modernisierungsoffensive 3 umzubauen. Der Zeitplan wurde dabei ebenfalls nicht eingehalten. Eine barrierefreie Nutzung ist immer noch nicht möglich.

Erst 2026 soll m Rahmen der Generalsanierung des Hochleistungskorridors Köln-Hagen mit einer vollständigen, mehrmonatigen Streckensperrung die Modernisierung vorgenommen werden. Kühl dazu: „Wir meinen: Die mehr als notwendige Modernisierung sollte auch dazu genutzt werden, nun endlich alle Maßnahmen umzusetzen, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und eine barrierefreie Nutzung zu ermöglichen.“ Dazu gehören beispielsweise auch Aufzüge sowie weitere baulichen Maßnahmen rund um den Bahnhof.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese bringt es auf den Punkt: „Wir wollen, nein, wir brauchen eine Mobilitätswende. Damit dies gelingt, benötigen wir niederschwellige und vor allem barrierefreie Zugänge – in jeder Hinsicht. Davon sind wir bei den Bahnhöfen Leverkusen-Mitte und Manfort gerade noch sehr weit entfernt.“

Die vollständige Anfrage in Form einer PDF-Datei findet sich hier.

Frisches GRÜN aus dem Rat

Gut so: Parken wird teurer

Mehrheitlich wurde die Neuregelung der Parkgebühren beschlossen, der auch wir uns letztendlich angeschlossen haben, auch wenn wir gern noch mehr rausgeholt hätten. Denn wir meinen: Im Sinne der Verkehrs- und Mobilitätswende muss auch das Parken in Leverkusen teurer werden.
Die neue, Parkraumbewirtschaftung stellt einen Kompromiss dar, der aus vorherigen Vorbereitungstreffen unter anderem mit Vertreter*innen des Handels, der Verwaltung und der Politik hervorgegangen ist.

Eine neue Fähre Hitdorf

Zugegeben: Es ist nicht ganz das, was wir wollten. Wir wollten eigentlich eine zukunftsorientierte, neue und nachhaltige Fußgänger-Fähre zwischen Leverkusen und Köln. Aber auch eine (gebrauchte) Autofähre ist besser als keine Fähre, und so haben wir uns im Rat gemeinsam mit anderen Fraktionen dafür ausgesprochen, dass die Geschäftsführer der Fährgesellschaft mit dem Kauf einer neuen Fähre beauftragt werden. Der Kaufvertrag soll zeitnah den zuständigen Gremien vorgelegt werden.

Ein leidiges Thema: E-Scooter in Leverkusen

Wir sind eigentlich gegen E-Scooter in Leverkusen, genauso wie die CDU und die SPD. Allerdings gibt es einige rechtliche Hürden. So kann beispielsweise weder die Politik noch die Verwaltung die E-Scooter ganz verbieten. Deshalb plant die Stadtverwaltung nun, E-Scootern im Stadtgebiet auf 100 Fahrzeuge zu beschränken. Diese dürfen nur an insgesamt 26 festgelegten Standorten abgestellt werden. Dies soll verhindern, dass E-Scooter zu Hindernissen für Fußgängerinnen oder anderen Verkehrsteilnehmer werden. Diesem Kompromiss konnten wir zustimmen. Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese sagte im Rat: „Wir bedauern sehr, dass wir als Kommune hier nicht mehr Handlungsspielraum haben, um E-Scooter-Verleih ganz zu verbieten.“

Fortführung des Deutschlandtickets für alle Schüler*innen

Das Deutschlandticket ist eine wahre Erfolgsgeschichte und so war es für uns selbstverständlich, dass wir die Fortführung des Tickets für alle Schüler*innen im Stadtgebiet Leverkusen mittragen und gemeinsam mit anderen Fraktionen positiv beschließen konnten.

Der Neubau der Feuerwache Nord

Die Mehrheit des Rates steht weiterhin hinter dem Standort „Auf den Heunen“, da ein alternativer Standort nicht zur Verfügung steht, wie wir bereits hier berichtet haben. Wir stehen weiterhin zu unserer Position. Daran konnte auch der Antrag zum Stopp der weiteren Planung und der Machbarkeitsstudie von FDP, Bürgerliste und Opladen Plus nichts ändern, der in einer geheimen Abstimmung mehrheitlich abgelehnt wurde.

Bundestags- und Kommunalwahl: Nyke Slawik und Sven Weiss sollen es werden

Nyke Slawik MdB als grüne Bundestagsabgeordnete für Leverkusen bestätigt / Vorstand schlägt Sven Weiss als Oberbürgermeisterkandidaten vor

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen hat sich in seiner Mitgliederversammlung am heutigen Sonntag, 16. Juni 2024, mit überwältigender Mehrheit für Nyke Slawik MdB als grüne Leverkusener Bundestagsabgeordnete für die Bundestagswahl 2025 ausgesprochen und ihr ein entsprechendes positives Votum erteilt. Nyke Slawik freut sich sehr: „Als Leverkusenerin macht es mich stolz, dass mein Kreisverband mir erneut das Vertrauen schenkt, auch über die aktuelle Legislatur hinaus diese wunderbare Stadt in Berlin zu vertreten.“

Für die Kommunalwahl 2025 in Leverkusen hat der Vorstand des Kreisverbandes den anwesenden Mitgliedern einstimmig ihren Geschäftsführer Sven Weiss als Oberbürgermeisterkandidaten vorgeschlagen. Kreis- und Fraktionsgeschäftsführer Sven Weiss sagt dazu: „Ich danke dem Vorstand für das mir entgegengebrachte Vertrauen und den anwesenden Mitgliedern für die positiven Reaktionen. Ich werde die kommenden Monate intensiv nutzen, um mich auf die Kandidatur vorzubereiten.“ Co-Vorstandssprecher Thomas Nagel erläutert die Entscheidung: „Es mag einige überraschen, aber Sven Weiss bringt vieles von dem mit, was wir uns von einem grünen Oberbürgermeisterkandidaten wünschen: Vielfalt, Ehrgeiz und Innovation sowie Nahbarkeit, Erfahrung und Dynamik.“

Co-Vorstandssprecherin Rupy David geht noch einen Schritt weiter: „Mit Nyke Slawik und Sven Weiss haben wir zwei starke, authentische Personen für Leverkusen, die nicht nur grüne Themen vorantreiben, sondern sie auch aktiv setzen und dabei alle Menschen in dieser Stadt mitdenken. Das ist uns wichtig. Das unterscheidet uns von anderen.“

Auch Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese freut sich: „Sven Weiss ist in meinen Augen eine hervorragende Wahl. Ich unterstütze den Vorschlag des Vorstands von Herzen und freue mich schon jetzt auf einen tollen Wahlkampf!“

Die formelle Wahl von Sven Weiss als Oberbürgermeisterkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen soll bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes im September stattfinden. In einer im November mit den GRÜNEN in Köln-Mülheim gemeinsamen stattfindenden Mitgliederversammlung soll dann auch Nyke Slawik formell für den Gesamt- Wahlkreis gewählt werden.

Zu den Personen:
Nyke Slawik ist Mitglied der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag. Die 30-jährige ist damit eine der ersten offen lebenden transgeschlechtlichen Frauen in der Bundespolitik. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsausschusses und Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Bekanntheit erlangte Nyke Slawik insbesondere durch ihre Arbeit am Deutschlandticket und zum Selbstbestimmungsgesetz. Die gebürtige Leverkusenerin studierte nach ihrem Abitur an der Marienschule Anglistik und Amerikanistik sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Von 2018 an arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Landtag Nordrhein-Westfalen, bevor sie 2021 über die Landesliste der NRW-GRÜNEN in den 20. Deutschen Bundestag einzog.
Foto: Leo Draeger

Sven Weiss ist seit vergangenem Jahr Kreis- und Fraktionsgeschäftsführer bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen. Davor war er in der Verwaltung in Düsseldorf tätig und leitete dort unter anderem den Führungsstab Ukraine. Zuletzt hatte der heute 37-jährige die Funktion der stellvertretenden Büroleitung und des Fachreferenten für Migration und Integration im Dezernat für Kultur und Integration der Landeshauptstadt Düsseldorf inne. Nachdem er zehn Jahre in der Medienbranche tätig war, unterstützte der gelernte Medienkaufmann zudem zwei Jahre lang Geflüchtete vor Ort in Griechenland.
Foto: Leo Draeger

Nach dem Wahlkampf ist vor dem Wahlkampf – Mitgliederversammlung am 16.06.2024

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen lädt am Sonntag, 16. Juni 2024 um 14 Uhr, alle Mitglieder und interessierten Leverkuser*innen zur Mitgliederversammlung in die Geschäftsstelle (Mülheimer Straße 7a, Schlebusch) ein.

Neben einem Rückblick auf die Europawahl und den ersten Christopher Street Day in Leverkusen, steht die Tagesordnung ganz im Zeichen des Wahljahres 2025: Die Mitgliedschaft der GRÜNEN in Leverkusen wird ihr Votum für eine:n grüne:n Bundestagsabgeordnete:n aus Leverkusen vergeben. Ebenso wird es weitere Details zum Kommunalwahlprozess geben.

Das grüne Sprecher:innen-Duo Rupy David und Thomas Nagel sind sich einig: „Nach dem Wahlkampf ist vor dem Wahlkampf – wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und darauf, dass die ersten Personalia für 2025 bei unserer Mitgliedsversammlung feststehen werden!“

Endspurt zur Europawahl: Machen, was zählt!

Nie war Europa wichtiger als jetzt. Nie war die Verteidigung unserer Demokratie wichtiger als jetzt. Und nie war es wichtiger, für ein GRÜNES Europa einzustehen. Denn BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN macht, was zählt. Davon konnten in den vergangenen Wochen Tausende Menschen überzeugt werden. Nun setzt der Kreisverband Leverkusen zum finalen Wahlkampf-Endspurt- Wochenende an:

Am Freitag, 07.06.2024, von 10 bis 13 Uhr, werden in der Opladener Fußgängerzone (Aloysiuskapelle) die bereits zu Hunderten in Wiesdorf verteilten und beliebten veganen belgischen Waffeln kostenfrei gebacken. Für Klein und Groß steht außerdem ein „Hau den Lukas“ Spiel in der Europa-Version bereit, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gibt.

Am Samstagvormittag, 08.06.2024, werden die GRÜNEN ein letztes Mal vor der Europawahl in allen dreien Leverkusener Fußgängerzonen in Wiesdorf, Schlebusch und Opladen präsent sein, bevor am Wahlsonntag alle interessierten Leverkusener*innen ab 17 Uhr in die Geschäftsstelle „Treibhaus“ (Mülheimer Straße 7a, 51375 Leverkusen) zur großen Wahlparty inklusive kostenfreien Snacks und Getränken eingeladen sind.

Das Vorstandssprecher*innen-Duo Rupy David und Thomas Nagel ziehen bereits eine erste positive Bilanz: „Die letzten Wochen waren anstrengend, haben aber auch viel Spaß gemacht. Wir haben an über 5.000 Türen in Leverkusen geklingelt, waren jeden Samstag präsent, haben verschiedene Aktionen durchgeführt und hatten ein buntes CSD-Wochenende. Nun hoffen wir auf ein starkes GRÜNES Signal von Leverkusen nach Brüssel!“

Ein Open Air Kino für Opladen

Anders als benachbarte Kommunen hat Leverkusen keinen Ort für sommerliche Filmvorführungen im Freien. Das wollen die GRÜNEN im Bezirk II ändern — und haben auch schon eine Location im Blick.

Die Verwaltung soll prüfen, ob das Gelände am Brückenpark in Opladen als Open Air Kino genutzt werden kann. Der Ort an der Campusbrücke würde sich unter anderem wegen der bereits vorhandenen Sitzstufen eignen. Und auf dem Rasen könnte man picknicken.

Dirk Danlowski, Zweiter Stellv. Bezirks-Bürgermeister, und Bezirks-Fraktionsvorsitzender Stefan Pausch sind sich einig: „Neben der Kneipen-Szene und den vielfältigen Angeboten in Opladen würde ein saisonales Open Air Kino das bestehende Angebot bereichern – für Jung und Alt!“

Den vollständigen Antrag in Form eines PDF Dokuments findest du hier.

Leverkusen nur Schlusslicht in NRW? GRÜNE wollen das Ehrenamt stärken

Ehrenamtliches Engagement bildet den essenziellen Baustein einer vielfältigen und vitalen Stadtgesellschaft. Laut dem „Ehrenamtatlas NRW 2024“ belegt Leverkusen beim Ehrenamt allerdings den letzten Platz im Land. Demnach engagieren sich nur 38 Prozent der Bürger*innen ehrenamtlich, wohingegen der NRW-Durchschnitt bei 54 Prozent liegt.

Leverkusen bildet also beim Ehrenamt das Schlusslicht? Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN will erfahren, warum das so ist.

Die Verwaltung soll spätestens bis Ende des Jahres darstellen, was sie bislang unternimmt, um das Ehrenamts in Leverkusen zu stärken. Die GRÜNEN wollen wissen, in welchen Bereichen und in welchem Umfang Leverkusener*innen ehrenamtlich aktiv sind.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese: „Die aktuellen Bemühungen in Leverkusen wie beispielsweise die „Ehrenamtskarte“ oder die Verleihung des „Leverkusen-Taler“ sind gut. Wir befürworten sie ausdrücklich. Ob sie aber ausreichen, ist fraglich. Die Verwaltung soll daher auch darstellen, ob aus ihrer Sicht Maßnahmen zur Stärkung des Ehrenamtes angebracht sind und zu welchen Bedingungen diese umsetzbar wären.“

Verwaltung und Politik sollten die Ursachen dafür analysieren, warum Leverkusen in NRW nur den letzten Platz belegt. Mögliche Maßnahmen zur Stärkung des Ehrenamtes sollen den entsprechenden Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Die GRÜNE Bürgermeisterin Zöhre Demirci ergänzt: „Erfolgsmodelle aus anderen Kommunen sind ebenso wichtig wie Erfahrungen der Akteure der Stadtgesellschaft, beispielsweise von Vereinen, Wohlfahrtsverbänden oder auch Migrantenorganisationen. Gerade diese gilt es noch mehr als bisher einzubinden.“

Den vollständigen Antrag in Form eines PDF Dokuments findest du hier.

Hausbesuche für alle Leverkusener Senior*innen

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN möchte die Verwaltung beauftragen, ein Konzept für präventive Hausbesuche für Menschen ab 75 Jahren zu entwickeln. Ziel ist es, Senior*innen flächendeckend zumindest einmal zu Hause zu besuchen und breit über die bestehenden Angebote der Alten- und Sozialhilfe zu informieren.

Stefan Baake, Ratsherr und sozialpolitischer Sprecher erläutert: „In unserer Stadt existiert ein breites Angebot der Altenhilfe. Trotz aller Bemühungen muss davon ausgegangen werden, dass hiervon nur ein Teil aller Senior*innen erreicht wird.“ Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese ergänzt: „Mit Sicherheit nimmt ein Teil der Senior*innen nicht alle Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung durch Sozialhilfe, Wohngeld oder Pflegeleistungen in Anspruch. Ursachen sind womöglich Unkenntnis, Scham oder mangelnde Fähigkeiten zur Bewältigung der bürokratischen Anforderungen.“

Die GRÜNEN wollen, dass für die vielfältige Angebote der Wohlfahrtsverbände intensiver geworben wird. Dabei könnten Hausbesuche helfen. Die Erfahrungen anderer Kommunen, die ein solches Angebot bereits eingeführt haben, sollen in das zu entwickelnde Konzept einbezogen werden. Anschließend soll es den zuständigen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Dabei sollen zwei Varianten geprüft werden: Die Durchführung durch die Stadt Leverkusen selbst oder die Beauftragung und Durchführung durch die Wohlfahrtsverbände.

Den vollständigen Antrag in Form eines PDF-Dokuments findest du hier.

Kneipentour mit Nyke Slawik MdB und Daniel Freund MdEP

Am Freitag, 24. Mai 2024, werden die grüne Bundestagsabgeordnete Nyke Slawik und der grüne Europaabgeordnete Daniel Freund ab 20 Uhr mit Mitgliedern des Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine Tour durch die Kneipen in Opladen unternehmen.

Für Nyke Slawik MdB ist es ein Heimspiel, aber auch für Daniel Freund MdEP ist es bereits der dritte Besuch in Leverkusen im Rahmen des laufenden Europawahlkampfs. Freund ist seit 2019 Mitglied des Europäischen Parlaments und setzt sich dort für eine EU ein, die sich gegen Autokraten und Demokratiefeinde wehrt. Zu seinen größten politischen Erfolgen gehören das Einfrieren von 20 Milliarden Euro EU-Geldern für Viktor Orban, eine unabhängige Lobbykontrolle und der Start eines umfassenden EU-Reform-Prozesses.

Die Vorstandssprecher:innen Rupy David und Thomas Nagel freuen sich: „Wir wollen die Menschen in Leverkusen genau dort abholen und mit Ihnen ins Gespräch kommen, wo sie gerade sind. Wo ginge das besser als an einem Freitagabend in den Opladener Kneipen?“

Im Zuge der Europawahl am 09. Juni gibt es auch die Möglichkeit sich an jedem Samstagvormittag in den Fußgängerzonen in Schlebusch, Opladen und Wiesdorf über die Arbeit von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im europäischen Parlament zu informieren.

Frühlingsgrillen mit Daniel Freund MdEP in Hitdorf

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen lädt am Freitag, 17. Mai 2024, alle Leverkuser*innen nach Hitdorf (Parkplatz Fährstraße) ein. Von 14 bis 17 Uhr wird dort der Europaabgeordnete Daniel Freund mit seinem Team aus Brüssel für die Bürger*innen grillen und kostenfrei (auch vegane) Bio-Bratwürstchen verteilen.

Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit eines Gesprächs mit Daniel Freund MdEP. Für den Fall, dass das Wetter schlecht sein sollte, besteht in einem riesigen grünen Zelt dennoch die Möglichkeit, beim Essen Informationen zu grüner Politik in Europa zu erhalten.

Im Zuge der Europawahl am 09. Juni gibt es auch die Möglichkeit sich an jedem Samstagvormittag in den Fußgängerzonen in Schlebusch, Opladen und Wiesdorf über die Arbeit von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im europäischen Parlament zu informieren.

Der Geschmack Europas – Waffeln backen mit Daniel Freund MdEP

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen lädt am Dienstag, 14. Mai 2024, alle Leverkuser*innen nach Wiesdorf (Wiesdorfer Platz/Ecke Breidenbachstraße) ein. Von 10 bis 13 Uhr wird dort der Europaabgeordnete Daniel Freund mit seinem Team aus Brüssel frische belgische Waffeln backen und diese kostenfrei an die Bürger*innen verteilen.

Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit eines Gesprächs mit Daniel Freund MdEP sowie Informationen zu grüner Politik in Europa zu erhalten. Freund ist seit 2019 Mitglied des Europäischen Parlaments und setzt sich dort für eine EU ein, die sich gegen Autokraten und Demokratiefeinde wehrt. Zu seinen größten politischen Erfolgen gehört das Einfrieren von 20 Milliarden Euro EU-Gelder für Viktor Orban, eine unabhängige Lobbykontrolle und der Start eines umfassenden EU-Reform-Prozesses.

Im Zuge der Europawahl am 09. Juni gibt es auch die Möglichkeit sich an jedem Samstagvormittag in den Fußgängerzonen in Schlebusch, Opladen und Wiesdorf über die Arbeit von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im europäischen Parlament zu informieren.

Demoseite "Grün Neu Denken" von LENZGALLE.

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