Am Donnerstag, den 21. Mai, lädt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen um 19 Uhr zu einem Info- und Filmabend ins TREIBHAUS, Mülheimer Straße 7a in Leverkusen-Schlebusch, ein. Unter dem Titel „Dekoloniales Russland – Menschenrechtsbewegungen und Kooperationsmöglichkeiten“ spricht der in Leverkusen lebende Kunsthistoriker und dekoloniale Aktivist Yuri Yurkin über Perspektiven auf Russland, die in der deutschen Öffentlichkeit bislang nur selten sichtbar werden.
Wenn über Russland gesprochen wird, stehen meist der Krieg gegen die Ukraine, Moskau, der Kreml und Wladimir Putin im Mittelpunkt. Der Abend richtet den Blick bewusst weiter: auf die vielen Völker, Sprachen, Kulturen und Gemeinschaften innerhalb der Russischen Föderation, die seit Jahrhunderten um kulturelle, sprachliche und politische Selbstbestimmung kämpfen. Dabei geht es auch um Menschenrechtsbewegungen, Fragen von Zwangsassimilierung und die historischen Wurzeln heutiger Identitätskonflikte.
Filmvorführung und Gespräch
Im Rahmen der Veranstaltung wird ein Dokumentarfilm gezeigt, an dem Yuri Yurkin als Drehbuchautor mitgewirkt hat. Der Film thematisiert die Zwangsassimilierung indigener Völker in der Sowjetunion, insbesondere durch staatliche Internate, und beleuchtet damit ein Kapitel sowjetischer und russischer Geschichte, das bis heute politische und gesellschaftliche Folgen hat.
Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zum Gespräch. Interessierte können Fragen stellen und mit Yuri Yurkin über dekoloniale Perspektiven, Menschenrechtsarbeit und mögliche Formen der Solidarität und Kooperation ins Gespräch kommen.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten.Die Teilnahme ist kostenlos. Das TREIBHAUS selbst ist barrierefrei, verfügt jedoch über keine barrierefreien Toiletten.