Social Media im Kreisverband: Wo wir unterwegs sind, warum wir das so machen – und was die Zahlen zeigen
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vom 29. April 2026
Social Media ist für unsere politische Arbeit längst mehr als ein Ort für Terminankündigungen. Es ist ein Werkzeug, um Themen sichtbar zu machen, politische Positionen einzuordnen, Einblicke in unsere Arbeit zu geben und Menschen den Zugang zu Partei und Kommunalpolitik zu erleichtern. Eigentlich alle Wahlkämpfe der letzten 10 Jahre haben gezeigt, dass Content auf digitalen Plattformen maßgeblichen Einfluss auf Wahlentscheidungen von Menschen hat. Die Beispiele sind vielfältig und global verteilt.
Gerade Parteien wirken auf viele Menschen erst einmal wie eine Blackbox:
Wie funktioniert ein Kreisverband? Was macht eigentlich eine Fraktion? Wie läuft eine Mitgliederversammlung ab? Wo kann man mitmachen? Welche Themen landen in Arbeitsgemeinschaften, im Vorstand oder im Rat? Genau da setzt unsere Social-Media-Arbeit an.
Unser Ziel ist dabei nicht nur, Informationen zu verbreiten. Social Media soll auch dazu beitragen, politische Beteiligung greifbarer, niedrigschwelliger und persönlicher zu machen.
Auf welchen Plattformen wir aktiv sind
Aktuell sind wir auf Instagram, Facebook, TikTok, YouTube, Mastodon und Loops unterwegs.
Instagram ist momentan unser wichtigster Kanal. Dort erreichen wir die meisten Menschen und dort sehen wir auch am deutlichsten, welche Inhalte funktionieren.
Facebook bleibt für uns wichtig, weil wir dort ein teilweise anderes (älteres und kommunalpolitisch interessierteres) Publikum erreichen und Inhalte oft noch einmal weit über unsere bestehende Kern-Community hinaus ausgespielt werden.
TikTok ist für uns ein Kanal im Aufbau. Er funktioniert anders als Instagram oder Facebook, ist deutlich dynamischer und verlangt besonders kurze, plattformgerechte und regelmäßige Videoformate. Auch wenn wir dort nicht so viel Menschen wie auf Instagram erreichen, ist es für die Außenwirkung wichtig, einen TikTok-Kanal vorweisen zu können. So hat der Leverkusener Anzeiger zum Beispiel im vergangenen Wahlkampf einen Artikel zum TikTok.Auftritt der Leverkusener Parteien veröffentlicht.
YouTube ist ganz neu dazugekommen. Dort veröffentlichen wir unseren Podcast „Ein Pod voll Grünes“ in voller Länge als Videopodcast. Die Folgen gibt es außerdem auf Spotify und Apple Podcasts als Video sowie auf weiteren Plattformen als Audio.
Mastodon und Loops bespielen wir bewusst, obwohl dort aktuell deutlich weniger Reichweite liegt als auf Instagram, Facebook oder TikTok. Der Grund ist politisch und strategisch zugleich: Wir wollen auch Menschen erreichen, die bewusst nicht auf den großen kommerziellen Plattformen unterwegs sind, und wir wollen dezentrale Alternativen nicht nur abstrakt gut finden, sondern auch praktisch nutzen.
Zu Loops lässt sich vereinfacht sagen: Es ist eine dezentrale Kurzvideo-Alternative zu TikTok.
Mastodon funktioniert eher wie ein dezentral organisiertes Twitter/X. Wir sind dort auf der grünen Instanz gruene.social vertreten.
Unsere aktuelle Strategie: Nicht alles muss dasselbe leisten
Unsere Social-Media-Arbeit besteht bewusst aus mehreren Bausteinen. Nicht jedes Format muss viral gehen. Unterschiedliche Formate erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
1. Klassische Ankündigungs- und Rückblick-Posts
Dazu gehören Beiträge zu:
- Mitgliederversammlungen
- AG-Treffen
- Aktionen
- Veranstaltungen
- und nachbereitende Posts, in denen Ergebnisse oder Beschlüsse grafisch zusammengefasst werden
Diese Inhalte sind für uns wichtig, auch wenn sie meistens nicht die höchsten Reichweiten erzielen. Das ist wenig überraschend: Ein Terminpost ist oft eher ein Service-Format als ein Reichweitenmotor.
2. Erklärvideos wie „ParteiCore“
Mit Formaten wie „ParteiCore“ wollen wir erklären, wie Parteien funktionieren, welche Begriffe man kennen sollte und wie man sich bei uns einbringen kann.
Diese Videos sind nicht immer die Formate mit den höchsten Zahlen. Aber sie erfüllen einen wichtigen Zweck: Sie machen Parteiarbeit verständlicher. Gerade Menschen, die neu dazukommen, kennen das Gefühl, beim Einstieg in eine Partei erst einmal überfordert zu sein. Solche Formate sollen Hürden abbauen.
3. Kurze politische Videos zu aktuellen Themen
Ein weiterer Baustein sind kurze, zugespitzte politische Videos. Das können lokalpolitische Themen sein, aber auch bundespolitische Themen, wenn sie gerade politisch relevant sind und sich gut für Social Media zuspitzen lassen.
Der Hintergrund ist einfach: Gerade wenn jüngere oder neu politisierte Menschen erreicht werden sollen, kommen viele nicht zuerst über kommunalpolitische Detailfragen zur Partei, sondern über größere politische Konflikte, Debatten und Aufreger. Diese Aufmerksamkeit kann dann genutzt werden, um anschließend auch lokale politische Arbeit sichtbarer zu machen.
4. Video-Ankündigungen statt nur Grafikposts
Wir probieren inzwischen auch aus, Ankündigungen als Video umzusetzen, statt nur als statische Grafik. Das gilt nicht für jeden Termin, aber dort, wo es sinnvoll ist, wollen wir das künftig häufiger machen.
Ein kurzes Video mit Augenzwinkern, klarer Ansprache und Person vor der Kamera kann auf Plattformen wie Instagram oder TikTok deutlich besser funktionieren als ein reiner Info-Post. Das ist aufwendiger als eine Grafik, weil dafür Idee, Skript, Dreh und Schnitt nötig sind. Aber dort, wo es zeitlich machbar ist, lohnt sich dieser Aufwand oft.
5. Inhalte aus der Fraktion
Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind kommunalpolitische Einordnungen und Rückblicke aus der Fraktion, etwa nach Ratssitzungen. Gerade solche Inhalte machen sichtbar, dass Politik vor Ort konkret ist und dass es einen Unterschied macht, wer in einer Stadt Positionen vertritt und Entscheidungen einordnet.
6. Der Videopodcast als Content-Quelle
Mit unserem neuen Videopodcast verfolgen wir nicht nur das Ziel, eine vollständige Folge online zu stellen. Fast noch wichtiger ist: Eine Podcastfolge ist eine Content-Quelle für viele weitere kurze Clips.
Eine Folge mit 40 bis 60 Minuten Länge wird immer nur von einem Teil des Publikums komplett angesehen. Aber aus ihr lassen sich viele kurze Zitat-Clips, thematische Ausschnitte und starke Aussagen gewinnen, die über Wochen verteilt einzeln gepostet werden können.
Genau das ist der strategische Gedanke dahinter: nicht nur eine Podcastfolge hochladen, sondern aus ihr viele weitere Beiträge machen, die wiederum Aufmerksamkeit auf das Format und auf unsere Inhalte lenken.
Warum derzeit oft mein Gesicht vor der Kamera zu sehen ist
Wer unsere Kanäle in den letzten Wochen verfolgt hat, hat es wahrscheinlich gemerkt: Vor der Kamera war zuletzt häufig ich als hauptamtlicher Kreisgeschäftsführer zu sehen. Das ist kein Zufall und auch kein persönliches Eitelkeitsprojekt, sondern hat ziemlich praktische und strategische Gründe.
Erstens funktioniert Social Media stark über Wiedererkennung, Personalisierung und Gesichter. Forschung zur politischen Kommunikation auf Social Media zeigt, dass emotional personalisierte Beiträge mehr Reaktionen auslösen können; in einer großen Untersuchung zu Facebook-Posts politischer Parteien über mehrere EU-Länder hinweg zeigte sich, dass gerade emotionale Personalisierung mit mehr Likes, Shares und Kommentaren zusammenhing.
Auch die Forschung zur visuellen politischen Kommunikation zeigt, dass soziale Medien einer visuellen Logik folgen: Bilder und visuelle Inhalte ziehen Aufmerksamkeit eher auf sich und können Engagement erhöhen.
Zweitens belohnen Plattformen originellen, plattformgerecht aufbereiteten Content. Instagram hat 2024 selbst erklärt, kleineren Accounts mit originellem Content künftig mehr Verbreitung zu geben, Reposts gegenüber Originalen zurückzustellen und Inhalte zunächst einem kleinen passenden Publikum zu zeigen, bevor sie bei guter Performance breiter ausgespielt werden.
Das heißt für unsere Praxis: Wenn gerade kein Podcast vorliegt und auch sonst nicht genug frischer Video-Content vorhanden ist, müssen die Kanäle trotzdem regelmäßig mit originellen, eigenen Formaten bespielt werden, damit Reichweite, Wiedererkennbarkeit und Ausspielung nicht wieder abreißen.
Drittens gehört genau das auch zum hauptamtlichen Aufgabenprofil. Wenn Öffentlichkeitsarbeit professionell organisiert werden soll, ist es nur konsequent, dass der hauptamtliche Bereich nicht nur im Hintergrund plant, sondern bei Bedarf auch selbst Formate umsetzt und vor der Kamera steht. Auch Bundes- und Landesverband beschäftigen eigene Video-Hosts, die mit ihren Gesichtern regelmäßig auf den entsprechenden Kanälen zu sehen sind und dabei auch gerne mal politische Inhalte zuspitzen. Hinzu kommt, dass ich durch meinen beruflichen Hintergrund in der Kommunikation, eigene private Erfahrung mit Kurzvideoformaten auf eigenen Kanälen und einer Fortbildung zu politischer Content Creation bei der Amadeu Antonio Stiftung die nötige Routine mitbringe, um solche Formate auch schnell und sauber umzusetzen.
Das bedeutet aber ausdrücklich nicht, dass Social Media an einer Person hängen soll. Im Gegenteil: Je mehr unterschiedliche Gesichter, Perspektiven und Stimmen sichtbar werden, desto besser. Gerade bei Fachthemen oder kommunalpolitischen Inhalten ist es oft sogar besonders stark, wenn die Menschen vor der Kamera stehen, die inhaltlich am tiefsten im Thema sind.
Deshalb gilt ganz ausdrücklich: Wer ein Thema hat, wer Lust auf ein Video hat oder wer zu einem aktuellen Thema etwas sagen möchte, kann sich jederzeit bei mir melden. Ich unterstütze gerne bei Themenfindung, Zuspitzung, Skript und Dreh. Mit dem Teleprompter und dem Equipment im Treibhaus ist die Schwelle inzwischen deutlich niedriger als früher. Niemand muss „kamerasicher“ sein, um so etwas auszuprobieren. Hier bin ich aber auch auf eure proaktive Unterstützung angewiesen.
Gerade bei aktuellen Themen muss es manchmal schnell gehen. Social Media ist dynamisch. Wenn eine Entwicklung gerade politisch relevant ist, braucht es oft innerhalb von ein bis zwei Tagen ein umsetzbares Format. Auch deshalb ist es sinnvoll, dass ich in solchen Phasen notfalls selbst vor die Kamera gehe, wenn gerade kein anderer Beitrag vorliegt und der Kanal trotzdem regelmäßig mit eigenem Content bespielt werden soll.
Was die aktuellen Zahlen sagen
Die meisten Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum 26. März bis 22. April 2026. Bei YouTube kommt der aktuelle Kanalstand hinzu.
Auf Instagram kamen wir im betrachteten Zeitraum auf:
- 6.913 Aufrufe
- 1.641 erreichte Konten
- 296 Content-Interaktionen
- 17 neue Follower
- 5 verlorene Follower
Dabei gingen die Aufrufe um 20,9 % und die Reichweite um 11,3 % zurück. Gleichzeitig stiegen aber die Content-Interaktionen um 16,5 % und die Zahl der neuen Follower um 54,5 %.
Das spricht für ein gemischtes, aber insgesamt durchaus interessantes Bild:
Wir werden aktuell etwas weniger breit ausgespielt, aber die Menschen, die wir erreichen, reagieren stärker auf unsere Inhalte und entscheiden sich häufiger, uns neu zu folgen.
Auch die Aufschlüsselung ist aufschlussreich:
- 62,2 % der Aufrufe kamen von Followern
- 37,8 % von Nicht-Followern
Bei den Interaktionen kamen sogar:
- 84 % von Followern
- 16 % von Nicht-Followern
Instagram ist für uns damit aktuell vor allem ein Kanal der Community-Bindung und Vertiefung. Dort funktioniert Sichtbarkeit besonders gut, wenn es darum geht, bestehende Interessierte und Unterstützer*innen dranzuhalten.
Auf Facebook sahen die Zahlen im selben Zeitraum so aus:
- 4.045 Aufrufe
- 2.981 Betrachter*innen
- 75 Content-Interaktionen
- 1.087 Drei-Sekunden-Aufrufe
- 25 Ein-Minuten-Aufrufe
- 4 Stunden 5 Minuten Wiedergabedauer
- 2 neue Follower
- 2 verlorene Follower
Hier zeigt sich ein anderes Muster:
- Aufrufe: +61,1 %
- Betrachter*innen: +92,7 %
- 3-Sekunden-Aufrufe: +50,8 %
- 1-Minuten-Aufrufe: +316,7 %
- Wiedergabedauer: +45 %
Gleichzeitig gingen die Content-Interaktionen um 40,5 % zurück.
Das heißt: Facebook verschafft uns im Moment starke Sichtbarkeit, aber diese Sichtbarkeit wird nicht im selben Maß in Interaktion übersetzt.
Besonders deutlich ist das bei der Herkunft der Aufrufe:
- 17,3 % von Followern
- 82,7 % von Nicht-Followern
Facebook ist für uns damit aktuell vor allem ein Entdeckungs-Kanal, also ein Kanal, über den Inhalte weit über unsere bestehende Stamm-Community hinaus sichtbar werden.
Formatvergleich: Reels schlagen alles andere deutlich
Besonders eindeutig wird der Trend bei den Formaten auf Facebook. Im betrachteten Zeitraum wurden veröffentlicht:
- 12 Stories
- 6 Fotos
- 3 Reels
Trotz dieser geringen Zahl an Reels entfiel auf sie der größte Teil der Aufrufe:
- Reels: 2.977 Aufrufe
- Fotos: 789 Aufrufe
- Mehrere Fotos: 277 Aufrufe
- Sonstige: 2 Aufrufe
Auch bei den Interaktionen lagen Reels vorne:
- Reels: 40 Interaktionen
- Fotos: 17
- Mehrere Fotos: 13
- Stories: 3
Das bestätigt ziemlich klar, was auch Plattformen und Forschung nahelegen: Kurze, visuelle Videoformate sind für Reichweite und Aufmerksamkeit derzeit das stärkste Format.
Top-Inhalte
Zu den erfolgreichsten Inhalten zählten zuletzt unter anderem:
- „Krisen, Kriege, steigende Energie…“ mit 1.757 Aufrufen
- „Ich hätte früher nie gedacht, dass…“ mit 1.206 Aufrufen
- „Partei oder Fraktion – ist das nicht das…“ mit 855 Aufrufen
- ein weiteres Video desselben Formats mit 665 Aufrufen
- „Wär schon gut, oder?“ mit 1.327 Aufrufen auf Instagram
- „ROTE KARTE FÜR ORBÁN“ mit 547 Aufrufen
- „Leverkusen sagt Ja zu Olympia…“ mit 441 Aufrufen
Was dabei auffällt: Besonders gut funktionieren Inhalte dann, wenn sie entweder
- ein klares politisches Thema zuspitzen,
- persönlich und nahbar wirken,
- oder direkt mit einem lokalpolitischen Aufhänger arbeiten.
YouTube
YouTube ist bei uns noch sehr neu. Der Kanal stand zuletzt bei:
- 4 Abonnent*innen
- 4 Videos
Davon entfallen:
- 1 längere Podcastfolge
- 3 Shorts
Die Zahlen sind für einen ganz frischen Kanal trotzdem interessant:
Podcastfolge in voller Länge:
- 69 Aufrufe nach 11 Tagen
Shorts:
- „Regst du dich auch über jeden Müll auf?“: 2.567 Aufrufe
- „Ich hätte früher nie gedacht, dass ich mal…“: 910 Aufrufe
- „Wie fühlt es sich an, in einer Partei aktiv zu sein…“: 383 Aufrufe
Gerade die Shorts zeigen für uns ziemlich klar: Es ist sinnvoll, die vertikalen Kurzvideos, die ohnehin für Instagram und TikTok produziert werden, auch auf YouTube zu veröffentlichen. Selbst ein ganz neuer Kanal ohne gewachsene Abobasis kann damit zusätzliche Reichweite erzielen. Das passt auch zur offiziellen Einordnung von YouTube, Shorts seien ein starkes Werkzeug, um neue Zuschauer*innen und neue Themenkontakte für einen Kanal zu gewinnen.
TikTok
Für TikTok liegt ebenfalls ein Export für den Zeitraum 26. März bis 22. April 2026 vor. In diesem Zeitraum kamen wir auf:
- 2.274 Videoaufrufe
- 29 Profilaufrufe
- 152 Likes
- 26 Kommentare
- 0 Shares
Auch hier zeigt sich: TikTok ist für uns weiterhin ein Kanal im Aufbau, aber nicht mehr nur ein Randphänomen. Die Reichweite ist noch deutlich sprunghafter und stärker von einzelnen Clips abhängig als auf Instagram oder Facebook. Besonders auffällig waren dabei einzelne Ausschläge am 28. März (938 Aufrufe), am 13. April (292 Aufrufe) und am 22. April (326 Aufrufe).
Das spricht dafür, dass auf TikTok einzelne Inhalte bereits spürbar Reichweite ziehen können, auch wenn der Kanal insgesamt noch keine konstante Grundreichweite aufgebaut hat. Genau das ist typisch für die Plattform: Reichweite entsteht dort stärker clipbasiert und organisch, also über einzelne Videos, die kurzfristig besser ausgespielt werden, weniger über eine bereits fest gebundene Community.
Unsere Zielgruppen
Auch die Zielgruppen-Daten sind aufschlussreich.
- 665 Follower
- 61,6 % Männer
- 38,4 % Frauen
- stärkste Altersgruppen: 35–44, 45–54, 55–64 und 65+
- Top-Städte: Leverkusen (26,9 %), Köln (12 %)
- 1.175 Follower
- 52 % Männer
- 48 % Frauen
- Top-Städte: Leverkusen (34,6 %), Köln (12,3 %)
Das ist wichtig, weil es ein verbreitetes Missverständnis korrigiert: Auch auf Instagram sprechen wir nicht nur ein sehr junges Publikum an. Unsere reale Followerschaft ist stark lokal geprägt und zu einem großen Teil 35+. Das heißt: Instagram ist für uns nicht nur Jugendkanal, sondern ein zentraler Ort für lokale politische Kommunikation.
TikTok
Auch für TikTok liegen inzwischen Followerdaten vor. Aktuell hat der Kanal 976 Follower*innen. In den letzten 7 Tagen lag das Netto-Wachstum bei +5.
Die Geschlechterverteilung ist dort nahezu ausgeglichen:
- 50 % Männer
- 49 % Frauen
- 1 % andere
Bei den Altersgruppen ergibt sich folgendes Bild:
- 18–24: 10,7 %
- 25–34: 22,7 %
- 35–44: 16,9 %
- 45–54: 21,7 %
- 55+: 28 %
Was daraus folgt
Diese Zahlen korrigieren ein verbreitetes Missverständnis: Auch auf Instagram und TikTok sprechen wir nicht nur ein sehr junges Publikum an.
Auf Instagram ist unsere reale Followerschaft stark lokal geprägt und zu einem großen Teil 35+. Und auch bei TikTok zeigt sich, dass die Follower*innenschaft deutlich altersgemischter ist, als man es oft erwarten würde. Die größte einzelne Altersgruppe ist dort aktuell sogar 55+, gefolgt von 25–34 und 45–54.
Das heißt für unsere Strategie: Unsere Social-Media-Arbeit muss nicht künstlich jugendlich wirken, um sinnvoll zu sein. Lokale Themen, klare Einordnungen, Gesichter, persönliche Ansprache und verständliche politische Kommunikation passen sehr gut zu den Menschen, die wir auf den verschiedenen Plattformen tatsächlich erreichen.
Was wir daraus mitnehmen
Wenn man alle Zahlen zusammennimmt, ergeben sich für uns mehrere klare Schlüsse:
Erstens:
Video ist das stärkste Format. Vor allem kurze vertikale Videos sorgen derzeit für Reichweite und Aufmerksamkeit.
Zweitens:
Instagram bleibt unser Hauptkanal, vor allem für Community-Bindung, Interaktion und neue Follower.
Drittens:
Facebook ist für uns besonders wichtig, um Nicht-Follower zu erreichen. Dass dort 82,7 % der Aufrufe von Menschen kommen, die uns noch gar nicht folgen, ist ein ziemlich starkes Signal.
Viertens:
YouTube lohnt sich schon jetzt, obwohl der Kanal noch ganz am Anfang steht. Vor allem Shorts haben dort bereits erkennbares Potenzial.
Fünftens:
Klassische Grafik- und Terminposts bleiben wichtig, auch wenn sie bei der Reichweite meist schwächer performen. Sie leisten organisatorisch und politisch etwas anderes als ein Reel.
Sechstens:
Gesichter, Wiedererkennbarkeit und Personalisierung sind kein Nebenaspekt, sondern Teil professioneller Social-Media-Kommunikation. Forschung und Plattformlogik sprechen beide dafür, dass visuelle, personalisierte und originelle Formate mehr Chancen auf Aufmerksamkeit und Reaktionen haben.
Mitmachen ausdrücklich erwünscht
Social Media im Kreisverband soll nicht an einer Person hängen. Im Gegenteil: Je mehr Themen, Perspektiven und Gesichter sichtbar werden, desto besser.
Deshalb gilt ganz ausdrücklich: Wer Ideen für Videos hat, ein aktuelles Thema setzen möchte oder Lust hat, selbst einmal vor der Kamera zu stehen, kann sich jederzeit bei mir melden. Das gilt besonders für Menschen aus den Arbeitsgemeinschaften, der Fraktion oder dem Kreisverband, die bei einzelnen Themen fachlich tiefer drin sind.
Ich unterstütze gerne bei:
- Themenfindung
- Zuspitzung
- Skript
- Dreh
- und technischer Umsetzung
Mit Teleprompter und Equipment im Treibhaus ist die Hürde deutlich kleiner, als viele vielleicht denken. Gerade bei aktuellen Themen muss es manchmal schnell gehen. Umso besser ist es, wenn sich Interessierte frühzeitig melden und Formate gemeinsam entwickelt werden können.
Wie Beiträge bei uns freigegeben werden
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Dafür gibt es eine Social-Media-Gruppe, in der Menschen aus Vorstand und Fraktion eingebunden sind. Wenn ein Post oder Video dort zwei Daumen hoch bekommt, kann er veröffentlicht werden.
So stellen wir sicher, dass Inhalte nicht im luftleeren Raum entstehen, sondern politisch rückgekoppelt und gemeinsam getragen sind.
Fazit
Unsere Social-Media-Arbeit entwickelt sich gerade sichtbar weiter. Die Zahlen zeigen:
- Wir erreichen viele Menschen
- kurze Videos funktionieren klar am besten
- Instagram bindet unsere Community
- Facebook bringt Reichweite über die eigene Bubble hinaus
- YouTube hat als neue Plattform bereits erkennbares Potenzial
- und Mastodon sowie Loops sind bewusst gewählte Ergänzungen, auch wenn sie aktuell keine großen Reichweiten bringen
Vor allem aber zeigt sich: Social Media ist für uns kein Selbstzweck. Es ist ein Werkzeug für politische Kommunikation, Sichtbarkeit, Beteiligung und Zugänglichkeit. Und genau daran arbeiten wir weiter.
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