Antrag: Chancengerechtigkeit in der Bildung fördern - Die Kommune nimmt ihre Aufgabe als Akteurin in der Bildungslandschaft ernst

Aus der Kategorie: Kinder und Jugendliche
Status: gestellt

Der Oberbürgermeister Stefan Hebbel wird gebeten, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der zuständigen Gremien zu setzen:

Beschluss:

Die Verwaltung erarbeitet eine kommunale Gesamtstrategie für Bildung auf der Basis der Erkenntnisse der Enquete-Kommission des Landes zum Thema „Chancengleichheit in der Bildung”.

Organisiert und begleitet wird dies durch das kommunale Bildungsbüro mit Unterstützung von Akteur:innen aus verschiedenen Bildungs- und Kultureinrichtungen der Kommune.

Zu Beginn dieses Prozesses steht die Organisation einer Bildungskonferenz, wie sie in vielen anderen Kommunen regelmäßig erfolgreich stattfindet.

Begründung:

Der Abschlussbericht der Enquete-Kommission des Landes zum Thema „Chancengleichheit in der Bildung” vom 1.10.2025 (Quelle)  hat nach zweijähriger intensiver Arbeit ergeben, dass Bildungserfolg eng mit Sozialraum, Quartier und kommunaler Infrastruktur verknüpft ist.

Daraus leitet sich ein Auftrag an die Kommunen des Landes ab, ihre Strukturen dahingehend zu überprüfen, ob sie geeignet und wirksam sind, Chancengleichheit für alle Menschen entlang der gesamten Bildungskette zu stärken und so für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen.

Die Prüfung der im Abschlussbericht formulierten Handlungsempfehlungen, die sich auf die Kommune beziehen, kann wie folgt geschehen:

– Inwieweit sind diese in Leverkusen bereits umgesetzt oder wo wird deren Umsetzung bereits strukturell ermöglicht?

– Falls nicht: Was muss geschehen, damit dieser Prozess in Gang gesetzt wird?

– Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es (auch unter Zuhilfenahme von Fördergeldern des Landes oder auch kommunaler Stiftungen oder Unternehmen)?

Im Fokus steht ein ganzheitlicher Bildungsbegriff, der dem Verständnis von lebenslangem Lernen folgt und auch non-formale Bildungsräume als wesentliche Orte für kreative, soziale und partizipative Erfahrungen und Lernprozesse ausdrücklich miteinbezieht.

Im Bericht als besonders wirksam benannte Hebel zur Förderung der Chancengleichheit in den Kommunen sind hierbei z.B.:

– eine integrierte Quartiersentwicklung

die Verbesserung der Schnittstellen zwischen Schule und Jugendhilfe (Doppelrolle der Kommune als Schulträgerin und Trägerin der Jugendhilfe)

die Stärkung (personell und finanziell) von Familiengrundschulzentren als Verbindung von Schule, Jugendhilfe, Elternarbeit und Sozialraum

eine stärkere Vernetzung von Schulen und Kitas mit sozialen und kulturellen Einrichtungen zur gezielten Förderung benachteiligter Quartiere und so der darin lebenden Familien

der weitere Ausbau der Schulsozialarbeit.

Eine kommunale Bildungskonferenz kann die Chancengleichheit insofern befördern, dass sie lokale Akteur:innen zusammenbringt und Bildung gezielt an den realen Lebensbedingungen in Leverkusen ausrichtet. Sie schafft ein gemeinsames Problembewusstsein für vorhandene Ungleichheiten und versammelt alle relevanten Perspektiven und das in der Kommune vorhandene Know How, um zu passenden Lösungen zu gelangen.

Leverkusen muss als Kommune ihrer Verantwortung für gute Bildungs- und Teilhabechancen für alle ihre Bürger:innen unabhängig von deren sozioökonomischen Status gerecht werden.

Durch Investitionen anstelle von drohenden dramatischen Kürzungen in diesem Bereich wird die Attraktivität von Leverkusen als Wohn- und Unternehmensstandort gesteigert, was mittelfristig auch zu mehr Einkünften führt. Zudem wird das Gefühl der Zugehörigkeit der Bürger:innen, das Gemeinwohl und damit nicht zuletzt unsere Demokratie gestärkt.

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Demoseite "Grün Neu Denken" von LENZGALLE.

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