Wer den Bauturbo nutzt, muss auch sozialen Wohnungsbau liefern

Wer den Bauturbo nutzt, muss auch sozialen Wohnungsbau liefern

Beschleunigung ja – aber nicht um jeden Preis. Die Grünen im Rat der Stadt Leverkusen wollen den „Bauturbo” an klare ökologische und soziale Bedingungen knüpfen.

„Der Bauturbo darf keine Freifahrt für beliebige Bauprojekte sein”, erklärt Christoph Kühl, baupolitischer Sprecher der Grünen-Ratsfraktion. „Wir begrüßen grundsätzlich, dass Leverkusen Wohnraum schneller schaffen will. Aber Beschleunigung darf nicht auf Kosten des Naturschutzes gehen.”

Der Änderungsantrag der Grünen sieht vor, für den Bauturbo verbindliche Kriterien festzulegen. Vorhaben sollen nur dann genehmigt werden, wenn sie sich städtebaulich und klimatisch in die Umgebung einfügen, keine erheblichen bodenrechtlichen Spannungen erzeugen und tatsächlich zur Entlastung des Wohnungsmarktes beitragen. Ausdrücklich ausgeschlossen werden soll die Anwendung in Bereichen mit besonderer Bedeutung für Klimaschutz, Naherholung und Landschaftsschutz sowie in Gebieten, die dem Wohnungsbau nach Flächennutzungs- oder Landschaftsplan entgegenstehen.

Ein zentrales Anliegen ist die soziale Komponente: Bei Vorhaben ab zehn Wohneinheiten sollen mindestens 30 Prozent der Wohnungen als geförderter Wohnraum entstehen – rechtlich gesichert durch städtebauliche Verträge.

Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese weist darauf hin, dass der Anteil an gefördertem Wohnungen in Leverkusen ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist. „Der Bauturbo räumt Investoren erhebliche planungsrechtliche Erleichterungen ein. Wer diese Vorteile nutzen will, muss auch einen Beitrag zum sozialen Wohnungsbau leisten. Das ist für uns keine Verhandlungsmasse.”

Artikel teilen

Du möchtest mehr erfahren?

Weitere Artikel aus den Kategorien Stadtentwicklung, Sozialpolitik

Lerne uns kennen

Demoseite "Grün Neu Denken" von LENZGALLE.

Zurück zur Übersicht