Mülheimer Brücke: Mobilität in der Region gemeinsam denken
Aus der Kategorie Mobilität
vom 23. Juli 2026
Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Leverkusen zeigt sich überrascht über die Pressemitteilung des Oberbürgermeisters zur Mülheimer Brücke. Dass die Rheinquerung für Leverkusen von großer Bedeutung ist, steht außer Frage. Umso weniger erschließt sich, weshalb über eine Pressemitteilung der Stadt Leverkusen aus einem Antrag der Kölner Grünen ein öffentlicher Gegensatz konstruiert wird.
Die Grüne Ratsfraktion begrüßt ausdrücklich Investitionen in eine verlässliche Verkehrsinfrastruktur. Der Sanierungsbedarf bei Straßen, Brücken und Schienen ist bundesweit enorm. Umso wichtiger ist es, bestehende Infrastruktur zu erhalten, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und Verkehrssysteme zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
„Die Mülheimer Brücke ist eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen für Leverkusen. Daran gibt es überhaupt keinen Zweifel. Gerade deshalb sollten wir die Debatte sachlich führen. Der Antrag der Kölner Grünen ist ein wichtiger Impuls, jahrzehntelang gewachsene Verkehrsstrukturen in einer Großstadt neu zu denken. Davon kann auch Leverkusen profitieren. Jede Investition in den öffentlichen Nahverkehr und in den Radverkehr schafft attraktive Alternativen zum Auto und trägt dazu bei, die Straßen für diejenigen zu entlasten, die weiterhin auf das Auto angewiesen sind“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese.
Aus Sicht der Grünen endet Mobilität nicht an Stadtgrenzen. Die Verkehrsbeziehungen zwischen Köln und Leverkusen sind eng miteinander verflochten. Entscheidungen über wichtige Verkehrsachsen sollten deshalb stets die Auswirkungen auf die gesamte Region berücksichtigen. Eine moderne Verkehrspolitik gelingt nur im Schulterschluss der Kommunen – und mit dem Mut, bestehende Verkehrsstrukturen weiterzuentwickeln.
„Die zeitliche Einordnung der Pressemitteilung wirft allerdings Fragen auf. Sie wurde an dem Tag veröffentlicht, an dem erneut eine Verlängerung einer Baustelle bekannt geworden ist. Der Schwerpunkt sollte jetzt darauf liegen, die zahlreichen Baustellen in Leverkusen zügig abzuschließen und die Verkehrsinfrastruktur verlässlich zu modernisieren. Wiederholte Verzögerungen belasten Pendlerinnen und Pendler, Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Wirtschaft erheblich“, erklärt der mobilitätspolitische Sprecher der Grünen Ratsfraktion, Christoph Kühl.
Für die Grüne Ratsfraktion ist klar: Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur entsteht nicht durch Gegensätze zwischen Kommunen, sondern durch eine enge Zusammenarbeit in der Region. Davon profitieren die Menschen in Leverkusen ebenso wie in Köln.
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