Grüne fordern: Leverkusen soll „stillfreundliche Kommune“ werden
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vom 26. März 2026
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN will Leverkusen familienfreundlicher machen. In einem Ratsantrag fordert die Fraktion: Die Stadt soll sich beim Landesverband der Hebammen NRW als „Stillfreundliche Kommune“ zertifizieren lassen.
„Eltern sind oft mit ihren Babys unterwegs – beim Arzt, im Rathaus oder beim Einkaufen – und finden selten ruhige, geschützte Orte zum Stillen oder Füttern“, erklärt Rupy David, sozialpolitische Sprecherin der GRÜNEN. „Mit der Auszeichnung als stillfreundliche Kommune könnte Leverkusen ein deutliches Signal senden: Wir heißen Eltern und Kinder willkommen.“
Die Anforderungen der Zertifizierung sind laut Landesverband niedrigschwellig, praktisch umsetzbar und kostengünstig. Mindestens ein zentrales öffentliches Gebäude mit Publikumsverkehr soll über einen Raum verfügen, der ruhig, sauber, barrierefrei zugänglich und mit bequemer Sitzgelegenheit sowie Toilettenzugang ausgestattet ist. Auch Cafés und Geschäfte, die ohne Verzehrpflicht das Stillen und Füttern erlauben, können einbezogen werden.
„Stillfreundliche Räume sind ein sichtbarer Ausdruck von Wertschätzung gegenüber jungen Familien“, betont Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese. „Sie stärken das Image unserer Stadt als moderne, lebenswerte und gesundheitsbewusste Kommune.“
Zum Hintergrund: Stillen gilt als wichtiger Beitrag zur Gesundheitsprävention für Mutter und Kind. Die Bundesregierung hat 2017 die „Nationale Strategie zur Stillförderung“ beschlossen, die ausdrücklich auch Kommunen in die Verantwortung nimmt. Aber auch Kinder, die mit der Flasche gefüttert werden, brauchen ruhige und sichere Räume, um ihre Nahrung zu bekommen.
Die GRÜNEN sind überzeugt: Mit nur geringem finanziellen Aufwand kann Leverkusen durch die Teilnahme an der Initiative des Hebammenverbandes NRW einen wichtigen Schritt in Richtung Familienfreundlichkeit gehen – und gleichzeitig die Attraktivität der Innenstadt erhöhen.
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