Antrag: Leverkusen wird eine „Stillfreundliche Kommune“
Der Oberbürgermeister Stefan Hebbel wird gebeten, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der zuständigen Gremien zu setzen:
Beschluss
Die Stadt Leverkusen bemüht sich beim Landesverband der Hebammen NRW um eine Zertifizierung als „Stillfreundliche Kommune“.
Begründung
Wenn Eltern unterwegs sind, z.B. für Arzttermine, Behördengänge oder Einkäufe, fehlen oft geschützte Räume zum Stillen oder um die Flasche zugeben.
Mit der Kampagne der „Stillfreundliche Kommunen“ setzt sich der Landesverband der Hebammen NRW für mehr stillfreundliche öffentliche Gebäude ein.
Die Anforderungen für die Auszeichnung sind niedrigschwellig, praktikabel und kosten wenig Geld. Nötig sind dafür Räume in mindestens einem zentralen kommunalen Gebäude mit Publikumsverkehr, die ruhig, ansprechend, sauber und geschützt sind. Die Räume sollten gut ausgeschildert sein, bequeme Sitzmöglichkeit aufweisen, barrierefrei zugänglich sein und Zugang zu Toiletten bieten.
Kooperierende Geschäfte oder Cafés in denen ohne Verzehrpflicht gestillt werden kann, können in das Angebot aufgenommen werden.
Zum Hintergrund: Stillen bedeutet Gesundheitsprävention für Mutter und Kind. Die Bundesrepublik Deutschland hat es sich 2017 zum nationalen Gesundheitsziel gesetzt, das Stillen zu fördern. In diesem Kontext wurde die „Nationale Strategie zur Stillförderung“ entwickelt, die auch die kommunale Ebene als entscheidende Akteure einbezieht. Aber auch Kinder, die mit der Flasche gefüttert werden, brauchen ruhige, saubere und sichere Räume um ihre Nahrung aufzunehmen.
Die Teilnahme an der Initiative würde Leverkusen als vorbildliche und familienfreundliche Kommune darstellen. Mit einem geringen finanziellen Einsatz könnte Leverkusen so eine positive Außenwirkung erzielen und die Attraktivität der Innenstadt steigern, insbesondere für junge Familien.
Historie
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26.03.2026 Antrag gestellt