Grüne fordern Hitzeschutz-Sofortprogramm für Leverkusener Pflegeheime
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vom 9. Juli 2026
Ältere Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen sollen besser vor den gesundheitlichen Gefahren durch Hitze geschützt werden. Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat fordert in einem Antrag ein kommunales Sofortprogramm „Klimaresiliente Pflege“ mit gezieltem Einsatz von Klimaanlagen.
Die Sommer im Rheinland werden immer heißer, die Zahl der Tage über 30 Grad steigt kontinuierlich an. Besonders in älteren Pflegegebäuden in Leverkusen staut sich die Hitze oft tagelang. Für ältere und pflegebedürftige Menschen ist das eine extreme gesundheitliche Belastung, die im schlimmsten Fall lebensgefährlich werden kann.
„Hitzeschutz in Pflegeheimen ist keine Frage von Komfort, sondern von elementarem Gesundheitsschutz und Fürsorge für die schwächsten Glieder unserer Gesellschaft“, erklärt Dr. Stefan Pausch, der umweltpolitische Sprecher der grünen Ratsfraktion.
Der Antrag der Grünen sieht vor, dass die Stadtverwaltung bis Ende des Jahres ein Konzept für eine „Klimaresiliente Pflege“ erarbeitet. Zunächst sollen Gemeinschaftsräume und medizinische Bereiche, später auch die Bewohnerzimmer, gekühlt werden können.
„Wir dürfen nicht darauf warten, dass die nächste extreme Hitzewelle zu vermeidbaren Notfällen in den Einrichtungen führt. Die Stadt Leverkusen muss jetzt gemeinsam mit den Trägern aktiv werden. Neben dem Schutz der Seniorinnen und Senioren würde das Programm auch eine spürbare Entlastung für die Pflegekräfte bedeuten, die unter den extremen Raumtemperaturen im Sommer arbeiten müssen“, ergänzt Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese.
Um den zusätzlichen Energiebedarf ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll zu decken, fordern die Grünen eine verpflichtende Kombination mit Solarenergie. Dr. Stefan Pausch betont: „Klimaanlagen laufen genau dann unter Volllast, wenn die Sonne am intensivsten scheint. Es ist daher nur logisch, den benötigten Strom direkt über Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Heime zu erzeugen. Das schützt das Klima und hält die Betriebskosten für die Einrichtungen niedrig.”
Zudem soll die Verwaltung prüfen, welche Fördermittel von Bund und Land NRW für die Klimaanpassung abgerufen werden können, um das Programm möglich schnell auf den Weg zu bringen.
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