Grüne Ratsfraktion kritisiert Ablehnung des Antrags für klimaresiliente Pflege

Grüne Ratsfraktion kritisiert Ablehnung des Antrags für klimaresiliente Pflege

Umwelt- und Klimaschutz
Fraktion Grüne Lev

12.10.2026

Trotz intensiver Diskussion im Rat der Stadt Leverkusen hat eine Mehrheit den Antrag der grünen Ratsfraktion für mehr Hitzeschutz in Pflegeeinrichtungen abgelehnt. Die Fraktion bedauert diese Entscheidung und fordert, den Schutz besonders gefährdeter Menschen vor zunehmender Hitze nicht weiter aufzuschieben.

Mit ihrem Antrag wollte die grüne Ratsfraktion ein Sofortprogramm für besseren Hitzeschutz in Pflegeeinrichtungen auf den Weg bringen. Dazu sollten insbesondere Möglichkeiten zur Klimatisierung geprüft und die Kombination mit Photovoltaikanlagen berücksichtigt werden. Ziel war es, Pflegebedürftige und Beschäftigte besser vor hohen Temperaturen zu schützen und zugleich langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln.

„Gerade ältere und pflegebedürftige Menschen leiden besonders unter hohen Temperaturen. Für sie kann extreme Hitze schnell zu einer ernsthaften gesundheitlichen Gefahr werden. Deshalb wollten wir konkrete Verbesserungen anstoßen, statt weiter abzuwarten. Dass unser Antrag trotz intensiver Diskussion keine Mehrheit gefunden hat, ist enttäuschend“, erklärt Dr. Stefan Pausch, umweltpolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion.

Der Antrag sah außerdem vor, bis Ende 2026 ein Konzept für eine klimaresiliente Pflege zu erarbeiten. Dabei sollten Gesundheitsschutz, technische Machbarkeit und Energieeffizienz gemeinsam betrachtet werden.

Claudia Wiese, Fraktionsvorsitzende und finanzpolitische Sprecherin, kritisiert die Entscheidung: „Natürlich müssen wir angesichts der angespannten Haushaltslage sorgfältig mit öffentlichen Mitteln umgehen. Aber gerade deshalb brauchen wir vorausschauende Konzepte, die Gesundheitsschutz und Wirtschaftlichkeit miteinander verbinden. Klimaanpassung ist keine freiwillige Zusatzaufgabe, die wir beliebig auf später verschieben können.“