Fast 30 Millionen Euro für Leverkusen: Land reicht Bundeshilfe komplett weiter

15.09.2026

Fast 30 Millionen Euro für Leverkusen: Land reicht Bundeshilfe komplett weiter

Finanzen
Fraktion Grüne Lev

Leverkusen bekommt in den kommenden vier Jahren knapp 30 Millionen Euro aus dem Länder- und Kommunalentlastungsgesetz. Pro Jahr sind es 7.387.336 Euro.

Die schwarz-grüne Landesregierung reicht die Bundesmittel vollständig an die Kommunen weiter. Die Auszahlung erfolgt automatisch – ohne zusätzliches Antrags- oder Genehmigungsverfahren.

„Fast 30 Millionen Euro sind für Leverkusen eine echte Entlastung. Gut ist, dass das Land keinen Teil der Bundesmittel einbehält, sondern das Geld komplett bei den Kommunen ankommt. Und zwar ohne zusätzliche Bürokratie“, sagt Claudia Wiese, Fraktionsvorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion.

Insgesamt verteilt Nordrhein-Westfalen jährlich rund 164,5 Millionen Euro aus dem LKEG an die Kommunen. Die Mittel können von den Städten und Gemeinden grundsätzlich frei eingesetzt werden.

Für die grüne Ratsfraktion ist aber klar: In Leverkusen sollte das Geld vor allem helfen, das hohe Haushaltsdefizit zu drücken und neue Liquiditätskredite zu vermeiden.

„Wir sollten die zusätzlichen Millionen jetzt nicht direkt wieder verplanen. Unser Haushalt braucht Entlastung. Jeder Euro, mit dem wir weniger neue Schulden machen müssen, hilft uns auch in den nächsten Jahren“, so Wiese.

Kritisch sieht die grüne Ratsfraktion dagegen den Umfang der Hilfen des Bundes. Bundesweit stehen jährlich 250 Millionen Euro für die Altschuldenentlastung zur Verfügung. Damit bleibt der Bund deutlich hinter früheren Ankündigungen zurück, einen wesentlich größeren Anteil der kommunalen Liquiditätskredite zu übernehmen.

Rupy David, Landtagskandidatin und Ratsmitglied, ergänzt: „Das Land macht seinen Teil und gibt die Mittel eins zu eins weiter. Beim Bund ist aber noch deutlich Luft nach oben. Städte wie Leverkusen brauchen nicht nur einzelne Hilfen, sondern endlich eine dauerhafte Lösung für ihre strukturellen Finanzprobleme.“