Weniger Gebühren, mehr Europa: Stadt soll Wero einführen

25.08.2026

Weniger Gebühren, mehr Europa: Stadt soll Wero einführen

Finanzen
GRÜNE Leverkusen

Online bezahlen gehört bei vielen städtischen Dienstleistungen längst zum Alltag – doch jede Transaktion kostet die Stadt Geld. Die grüne Ratsfraktion schlägt deshalb vor, in der Verwaltung das europäische System Wero als zusätzliche Bezahloption einzuführen, um so den städtischen Haushalt zu entlasten.

„Digitale Verwaltung muss nicht nur einfach funktionieren, sondern auch wirtschaftlich sein. Wenn wir bei alltäglichen Zahlungsvorgängen Gebühren sparen können, ist es nur vernünftig, diese Möglichkeit zu nutzen“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese.

Erfahrungen anderer Kommunen zeigen, dass die Transaktionsgebühren bei Wero deutlich unter denen vergleichbarer Bezahlverfahren liegen können – teilweise um bis zu 75 Prozent. Gerade bei einer großen Zahl kleinerer Zahlungen können sich solche Unterschiede für die Stadt schnell bemerkbar machen.

Gleichzeitig stärkt Wero eine europäische Alternative im digitalen Zahlungsverkehr. Bürgerinnen und Bürger können direkt über ihr Bankkonto und die Banking-App einer teilnehmenden Bank bezahlen, ohne dafür einen zusätzlichen privaten Bezahldienst nutzen zu müssen.

„Wenn eine europäische Lösung günstiger ist und sich unkompliziert in bestehende Angebote integrieren lässt, sollte die Stadt sie auch anbieten“, so Wiese.

Die GRÜNEN schlagen vor, Wero zunächst bei häufig genutzten Online-Dienstleistungen einzusetzen. Bewährt sich das Verfahren dort, kann es Schritt für Schritt auf weitere Angebote ausgeweitet werden.