Mietspiegel-Rechner muss genauer wer

01.09.2026

Mietspiegel-Rechner muss genauer wer

Sozialpolitik Stadtentwicklung
Fraktion Grüne Lev

Die grüne Ratsfraktion will den Leverkusener Mietspiegel-Rechner aussagekräftiger und alltagstauglicher machen. Wer wissen möchte, welche Miete für eine Wohnung angemessen ist, soll künftig stärker berücksichtigen können, wie die Wohnung tatsächlich ausgestattet ist. Kriterien wie Balkon, Einbauküche, Heizungsstandard oder Bodenbelag können einen erheblichen Unterschied machen – im bisherigen Rechner werden solche Merkmale jedoch kaum abgebildet.

„Der Wohnungsmarkt ist für viele Menschen ohnehin schwer genug zu überblicken. Umso wichtiger ist ein Instrument, das verständlich und verlässlich Orientierung bietet. Mehr Transparenz hilft dabei, Unsicherheiten zu vermeiden und stärkt einen fairen Umgang zwischen Mietenden und Vermietenden“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese.

Mit einem Ratsantrag fordert die grüne Ratsfraktion deshalb, den Rechner stärker zu differenzieren. Welche zusätzlichen Kriterien aufgenommen werden, soll die Verwaltung fachlich festlegen und anschließend dem Rat vorstellen. Als Orientierung kann etwa Bonn dienen, wo deutlich mehr Ausstattungsmerkmale in die Berechnung einbezogen werden.

Gerade angesichts des angespannten Wohnungsmarktes braucht es nach Auffassung der GRÜNEN möglichst viel Transparenz. Laut Wohnungsmarktbericht der Stadt lagen die Angebotspreise für Bestandsimmobilien 2025 im Median rund elf Prozent über dem Vorjahr. Gleichzeitig gilt die nordrhein-westfälische Mieterschutzverordnung inzwischen auch in Leverkusen.

Zusätzlich soll die Stadt den bestehenden Mietspiegel-Rechner stärker bekannt machen. Ein differenzierteres digitales Angebot schafft mehr Orientierung für Mieterinnen und Mieter ebenso wie für Vermieterinnen und Vermieter – vorausgesetzt, es ist bekannt und leicht zugänglich.