27.08.2026

Wohnraum schützen: GRÜNE wollen Kurzzeitvermietungen registrieren

Stadtentwicklung
GRÜNE Leverkusen

Wer Wohnungen in Leverkusen kurzfristig über Plattformen wie Airbnb oder Booking.com vermietet, soll für die Stadt künftig nicht länger unsichtbar bleiben. Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert deshalb die Einführung einer Wohnraum-ID. So soll die Stadt einen besseren Überblick über Kurzzeitvermietungen bekommen und mögliche Verstöße gezielter verfolgen können.

„Wohnraum ist in Leverkusen knapp. Wenn Wohnungen regelmäßig an Gäste vermietet werden und damit zumindest zeitweise dem normalen Mietmarkt fehlen, muss die Stadt wissen, wo und in welchem Umfang das geschieht. Die Wohnraum-ID schafft diese Transparenz und ermöglicht es der Verwaltung, dort genauer hinzusehen, wo es notwendig ist“, erklärt Claudia Wiese, Vorsitzende der grünen Ratsfraktion.

In Städten wie Köln, Düsseldorf und Dortmund wird eine solche Wohnraum-ID bereits ge- nutzt. Vermietende registrieren ihr Angebot und geben die zugeteilte ID anschließend in der jeweiligen Onlineanzeige an. Bei Vermietungen bis zu 90 Tagen pro Kalenderjahr fallen keine Gebühren an. Die Regeln werden erklärt im Bauportal NRW (https://bauportal.nrw/antraege/antrag-auf-wohnraum-id).

Für die GRÜNEN darf es allerdings nicht bei der Registrierung bleiben. Die Stadt soll die gewonnenen Informationen auch nutzen, Angebote überprüfen, Angaben mit den Plattformen abgleichen und Hinweisen auf mögliche Verstöße nachgehen. Nur dann wird aus mehr Transparenz auch ein wirksamer Schutz des Wohnraums.

Gleichzeitig soll das Verfahren für Vermietende so unkompliziert wie möglich sein: digital, einfach und grundsätzlich kostenfrei. Ziel ist nicht mehr Bürokratie, sondern ein klarer Überblick darüber, wie Wohnraum in Leverkusen genutzt wird.