Wer Wohnungen in Leverkusen kurzfristig über Plattformen wie Airbnb oder Booking.com vermietet, soll für die Stadt künftig nicht länger unsichtbar bleiben. Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert deshalb die Einführung einer Wohnraum-ID. So soll die Stadt einen besseren Überblick über Kurzzeitvermietungen bekommen und mögliche Verstöße gezielter verfolgen können.
„Wohnraum ist in Leverkusen knapp. Wenn Wohnungen regelmäßig an Gäste vermietet werden und damit zumindest zeitweise dem normalen Mietmarkt fehlen, muss die Stadt wissen, wo und in welchem Umfang das geschieht. Die Wohnraum-ID schafft diese Transparenz und ermöglicht es der Verwaltung, dort genauer hinzusehen, wo es notwendig ist“, erklärt Claudia Wiese, Vorsitzende der grünen Ratsfraktion.
In Städten wie Köln, Düsseldorf und Dortmund wird eine solche Wohnraum-ID bereits ge- nutzt. Vermietende registrieren ihr Angebot und geben die zugeteilte ID anschließend in der jeweiligen Onlineanzeige an. Bei Vermietungen bis zu 90 Tagen pro Kalenderjahr fallen keine Gebühren an. Die Regeln werden erklärt im Bauportal NRW (https://bauportal.nrw/antraege/antrag-auf-wohnraum-id).
Für die GRÜNEN darf es allerdings nicht bei der Registrierung bleiben. Die Stadt soll die gewonnenen Informationen auch nutzen, Angebote überprüfen, Angaben mit den Plattformen abgleichen und Hinweisen auf mögliche Verstöße nachgehen. Nur dann wird aus mehr Transparenz auch ein wirksamer Schutz des Wohnraums.
Gleichzeitig soll das Verfahren für Vermietende so unkompliziert wie möglich sein: digital, einfach und grundsätzlich kostenfrei. Ziel ist nicht mehr Bürokratie, sondern ein klarer Überblick darüber, wie Wohnraum in Leverkusen genutzt wird.
Kurzzeitvermietungen registrieren
Viele Menschen vermieten Wohnungen in Leverkusen kurzzeitig. Sie nutzen dafür Seiten wie Airbnb oder Booking.com. Die Stadt soll wissen, wo das passiert. Die Grünen fordern deshalb eine Wohnraum-ID ( = eine Registrierungsnummer).
Mit dieser Nummer kann die Stadt besser überblicken: Wo werden Wohnungen kurzzeitig vermietet? Wie oft passiert das? So kann die Stadt auch besser überprüfen, ob alles richtig läuft.
Claudia Wiese erklärt: „Wohnraum ist knapp in Leverkusen. Wenn Wohnungen regelmäßig an Gäste vermietet werden, fehlen sie auf dem normalen Mietmarkt. Die Stadt muss das wissen und überprüfen können."
So funktioniert die Wohnraum-ID
Andere Städte nutzen das System schon. Zum Beispiel Köln, Düsseldorf und Dortmund.
Das funktioniert so:
- Du registerst deine Wohnung
- Du bekommst eine ID-Nummer
- Du gibst die Nummer in der Online-Anzeige an
Wenn du deine Wohnung maximal 90 Tage pro Jahr vermietest, zahlst du nichts.
Die Stadt muss auch kontrollieren
Nur die Registrierung reicht nicht, sagen die Grünen. Die Stadt soll auch überprüfen:
- Stimmen die Angaben?
- Was sagen die Plattformen dazu?
- Gibt es Probleme oder Verstöße?
Nur dann schützt die Stadt wirklich den Wohnraum.
Einfach und kostenlos
Das Verfahren soll einfach sein. Es soll digital laufen. Und es soll grundsätzlich nichts kosten. Die Stadt will keinen neuen Papierkrieg. Die Stadt will nur wissen: Wie wird Wohnraum in Leverkusen genutzt?