Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen setzt sich dafür ein, die neuen Spielräume der Vergaberechtsreform des Landes Nordrhein-Westfalen konsequent zu nutzen. Mit einem Änderungsantrag zur geplanten Vergabesatzung fordert die Fraktion, auf zusätzliche kommunale Wertgrenzen und weitere bürokratische Vorgaben zu verzichten.
Nach Auffassung der Grünen würde der vorliegende Satzungsentwurf das Gegenteil dessen bewirken, was mit der Reform erreicht werden soll: Verfahren würden komplizierter, zeitaufwendiger und verwaltungsintensiver. Die Grünen fordern, dass stattdessen Vergaben künftig unmittelbar auf Grundlage des neuen § 75a der Gemeindeordnung NRW sowie der weiteren geltenden Rechtsvorschriften erfolgen sollen.
Voraussetzung dafür ist aus Sicht der Grünen eine gezielte Qualifizierung der Mitarbeitenden. Durch Schulungen, Beratung und eine begleitende Evaluation soll sichergestellt werden, dass die neuen Freiheiten rechtssicher und verantwortungsvoll genutzt werden können.
Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese betont: „Die Landesregierung hat den Kommunen bewusst mehr Freiheit gegeben. Es wäre das falsche Signal, wenn Leverkusen daraus neue Bürokratie macht. Unser Ziel ist eine moderne Verwaltung, die Vergaben pragmatisch, rechtssicher und zügig durchführen kann – statt Zeit mit zusätzlichen Verfahrensvorschriften zu verlieren.“
„Wir sollten Vergabeverfahren vereinfachen, beschleunigen und den Verwaltungsaufwand spürbar reduzieren. Davon profitieren sowohl die Verwaltung als auch Unternehmen und Einrichtungen, die auf schnelle und effiziente Beschaffungsprozesse angewiesen sind“, ergänzt Fraktionsmitglied und Verwaltungsfachfrau Irina Prüm.
Hintergrund ist die Anfang 2026 in Kraft getretene Vergaberechtsreform des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit dem neuen § 75a der Gemeindeordnung NRW hat der Landesgesetzgeber die bisherigen landesrechtlichen Vorgaben für Vergaben unterhalb der EU-Schwellenwerte deutlich vereinfacht. Kommunen erhalten damit mehr Entscheidungsspielraum bei der Wahl des Vergabeverfahrens. Ziel der Reform ist es, Beschaffungen zu beschleunigen, bürokratische Hürden abzubauen und die kommunalen Verwaltungen zu entlasten.
Die GRÜNEN wollen weniger Bürokratie bei Vergaben
Die GRÜNEN im Rat fordern: Nutzt die neuen Freiheiten der Reform!
Das Land NRW hat neue Regeln für Vergaben gemacht. Die Stadt soll mehr Freiheit haben. Aber der neue Plan macht alles komplizierter. Das ist falsch.
Die GRÜNEN sagen: Die Regel soll einfacher werden. Nicht schwerer. Dann dauert alles länger. Das hilft niemandem.
Das ist wichtig: Die Mitarbeiter brauchen Schulungen. Sie müssen die neuen Regeln verstehen. Dann funktioniert alles richtig.
Das sagen die GRÜNEN Politiker
Claudia Wiese ist die Vorsitzende der GRÜNEN. Sie sagt: '"Das Land gibt uns Freiheit. Wir dürfen nicht neue Regeln erfinden. Die Verwaltung soll schnell arbeiten. Das ist das Ziel."
Irina Prüm arbeitet im Bereich Verwaltung. Sie sagt: "Wir wollen Einkäufe einfacher machen. Das hilft der Stadt und den Firmen. Alle sind schneller fertig."
Das ist der Grund für die Reform
Das Land NRW hat die Regeln geändert. Das war Anfang 2026. Die Ziele sind:
- Beschaffungen sollen schneller gehen
- Weniger Regeln und Bürokratie
- Die Verwaltung hat weniger Arbeit