Bewerbung als OB-Spitzenkandidat

Liebe Parteimitglieder,

ich bewerbe mich für die Wahl als grüner OB-Spitzenkandidat. Mein Name ist Stefan Baake, ich bin 1957 in unserer Stadt geboren und habe immer hier gewohnt. Seit 1987 bin ich grünes Parteimitglied.

Für viele kommt meine Kandidatur wahrscheinlich überraschend. Erste Überlegungen hierzu hatte ich vor einigen Wochen. Nachdem klar war, dass nur Kandidat*innen aus unserer Partei in Frage kommen, habe ich mich intensiver damit auseinandergesetzt und bin nun zu dem Ergebnis gekommen, euch ein Angebot machen zu wollen.

Besonders die vielen neueren Mitglieder in unserer Partei kennen mich noch nicht so gut. Ich stelle im Nach­folgenden mich und meinen Lebenslauf etwas ausführlicher dar, damit ihr mich als Person besser einschätzen könnt.

Ich bin in einem gut katholischen Elternhaus aufgewachsen. Vom Ministranten wechselte mein Engagement in die KJG (Katholische Junge Gemeinde), dem größten katholischen Jugendverband, der dem hierarchischen System Kirche etwas entgegen setzen will. Ich wurde Pfarrjugendleiter, Mitglied des Vorstandes des BDKJ auf Stadtebene und dann Stadtjugendringvorsitzender. Meine Welt schon in dieser Zeit als Jugendlicher und junger Erwachsener waren Sitzungen und Debatten bis in die Nacht. Der Schritt in die Politik war dann fast zwangs­läufig.

Beruflich war ich nach dem Abitur orientierungslos. Ich habe Versicherungskaufmann gelernt, in dem Bereich auch gearbeitet. Diese Welt hat mich nicht zufrieden gestellt. Ich habe dann Sozialarbeit studiert, ich wollte auch beruflich die Welt verbessern.

Das war etwas ambitioniert. Ich stehe zwar als rechtlicher Betreuer täglich auf den Schattenseiten der Gesell­schaft (Psychiatrie, Schulden, Drogen, Obdachlosigkeit, Hartz IV, Sozialamt, Heime). Im Einzelfall kann ich Men­schen helfen, dass es wieder aufwärts geht. Für das Weltverbessern eignet sich die Politik doch eher. Dort en­gagiere ich mich seit 30 Jahren in den Feldern, in denen ich mich auskenne; in den letzten Jahren kam noch die Finanzpolitik hinzu.

Bei allen fachlichen Themen in Beruf und Politik blieb mein Interesse an Gremien und Strukturen, manchmal in Leitungsfunktionen (15 Jahre Leiter einer Mitarbeitervertretung, über 10 Jahre Leitung des Gremiums Jugend­hilfeplanung aus Politik und Verwaltung, hin und wieder Leitung von Fraktionssitzungen als stellvertretender Vorsitzender, mehrmals Leitung von Parteiarbeitsgruppen zu Wahlprogrammen).

Kurzum, mit schwierigen Menschen kann ich umgehen. Diese gibt es in Verwaltung und Politik (außer bei uns) nicht zu knapp. Ich halte mich für verlässlich, glaubwürdig und berechenbar. Ich bin so vermessen zu sagen, dass diejenigen, mit denen ich bei uns, den anderen Parteien und der Verwaltung zu tun habe, dies weitgehend auch so sehen.

Ich kann auch Stratege sein. Ich finde allerdings, es gibt zu viele, die vor lauter Strategie nicht mehr wissen, wohin sie wollen. Ganz ohne Show geht es in Spitzenfunktionen nicht. Ich glaube jedoch, dass diejenigen letzt­endlich am erfolgreichsten sind, die persönliche Integrität und Bescheidenheit zu ihren wesentlichen Merkma­len zählen.

Meine politischen Heimatthemen sind Kinderbetreuung, Jugendhilfe, soziale Infrastruktur, Wohnungspolitik und nachhaltige Finanzpolitik. Aber Klimapolitik ist unsere Nr. 1. Wir können in der Leverkusener Lokalpolitik nicht die Erde retten, aber wir müssen unseren Beitrag leisten.

Was ist mir nun inhaltlich als Spitzenkandidat bzw. OB besonders wichtig? Wir erarbeiten gerade ein Pro­gramm, das von der/dem Spitzenkandidat*in bei Veranstaltungen, auf der Straße und in den Medien darzustel­len ist. Die/der grüne OB soll möglichst viel davon umsetzen. Unser Programm ist noch nicht zu Ende disku­tiert und beschlossen. Dennoch will ich an dieser Stelle ein paar Punkte benennen, die mir am Herzen liegen:

  • Die Luft ist zu schlecht: Zahlreiche Maßnahmen sind nötig, z. B. viel deutlichere Prioritäten beim Radwe­geausbau und der ÖPNV-Verbesserung, Einführung einer Baumschutzsatzung

  • Es fehlen Kinderbetreuungsplätze in Tagespflege, Kindergärten und OGS: Davon benötigen wir mehr in gu­ter Qualität und mit flexiblen Zeiten

  • Hohe Mieten werden zu einem Problem und drängen mittlere und untere Einkommensbezieher*innen aus dem Wohnungsmarkt: Dem will ich mit mehreren Maßnahmen entgegenwirken, u. a. mit einer Quote für sozialen Wohnungsbau

  • Begegnung von Menschen ist mehr als Shopping am verkaufsoffenen Sonntag: mehr kulturelles Leben auch in den Quartieren, wo alle Menschen, gerade auch Migranten, miteinander in Kontakt kommen

  • Quartiersentwicklung vorantreiben: Das heißt, soziale und bauliche Rahmenbedingungen dahingehend entwickeln, dass Senioren und behinderte Menschen vor Ort wohnen bleiben können, sofern sie dies möchten

  • und (ich weiß, manche können es nicht mehr hören): Mit Inklusion endlich ernst machen, z. B. die Stelle ei­ner/eines Inklusionsbeauftragten direkt beim OB und Anschubfinanzierungen für Leuchtturmprojekte

So, das wars zunächst. Viel mehr wird sicher unser Programm ergeben.

Viele bündnisgrüne Grüße

Stefan

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Fraktionssitzung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Leverkusen

Um eine Anmeldung wird gebeten. Kontakt: fraktion(at)gruene-lev.de, Tel.: 0214-50 33 08.

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